Logbuch-Eintrag 2 vom 29.6.2022: Bagenkop – OmØ

#insidevivala, Ein Blick hinter die Kulissen, Segeltörn

Sturz und fliegender Wechsel

8.30h : Auf beiden Schiffen wird ein Frühstücksbuffet auf dem Tisch gezaubert. Gestern haben wir das Taxi für Stefans Transport zum Spital Svenborg bestellt, damit wir heute um 7.30h abfahren konnten. Stefan hatte nämlich sich gestern beim Segelsetzen seinen Fuss verletzt, indem er nach hinten stapfte und einen Absatz von 50 cm übersehen hatte. Dabei fiel er unglücklich hin und klemmte seinen Fuss ein. Im Spital wird ein Bruch bestätigt. Die Abklärungen ergeben, dass er bleiben muss und die Reise nicht weiterverfolgen kann. Dave beordert Wiveka ins Spital, somit kann er – leider ohne Stefan -zurück aufs Schiff. Mit dieser Lösung ist Stefan nicht lang allein im Spital und es kann alles Weitere in Ruhe organsiert werden. Die Elegant hat unterdessen weit vor Spodbjerg geankert und Wiveka wird von Herman mit dem Rettungsbeiboot ans Land «gespeedet». Dave kann nun wieder mit Herman zurück aufs Segelschiff fahren. Eine sportliche Aktion bei ordentlichem Wellengang und es verleiht dem Wort «Eiertütschen» neue Dimensionen. Um 17.00h klettern wir ziemlich nass und mit einem Adrenalin-High wieder auf die Elegant – zu dem Zeitpunkt ist Wiveka bereits im Spital angekommen. Stefan trägt sein Schicksal mit Fassung – er wird bald die Rückreise in die Schweiz antreten.

Wind

Die Schiffe nehmen schön Fahrt auf. Beide Schiffe fegen mit voller Besegelung Richtung Omö, wir laufen etwa um 19.30h ein. Während des Essens werden alle auf den neuesten Stand gebracht betreffend Stefan, auch das Programm für morgen wird besprochen. Wir legen erst um die Mittagszeit ab, somit kann ausführlich der schöne Badestrand genossen oder einfach mal nichts getan werden. Es läuft ja immer etwas und immer auch mal etwas krumm oder dumm. Hier braucht man echt keine Unterhaltung suchen… Es folgt ein unwahrscheinlich schönes Abendrot, richtig dunkel wird es gar nicht – dafür tiefblau. Was für ein Schauspiel!

Teambildung

Eine kurze Evaluationsrunde tut gut. Während wir uns vor der Elegant auf der Mole sitzend besprechen, wie wir uns – auch bei aussergewöhnlichen Belastungen – möglichst gut im Schuss halten, stellt sich auf dem Schiff selber ein spannendes Bild ein: Wo sind die Betreuer? Ein erstes Fläschli fliegt über Bord und es führt zu heftigen Diskussionen unter den – in dem Moment eben nicht betreuten Teilnehmenden – sie regeln es irgendwie unter sich. Nein, nicht petzen, du…! Teambildung eben.

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