Kurzer Gruss aus dem Spital

#insidevivala, Ein Blick hinter die Kulissen, Segeltörn

Kurzer Gruss aus dem Spital – Sygehus – in Svendborg: Stefan geht es gut, sein Fuss schmerzt schon lange nicht mehr. Er wartet ganz ruhig auf die heutige Stabilisationsoperation. Der Bruch wird nochmals gerichtet, das Bein von aussen mit Schienen stabilisiert. Damit ist er dann flugbereit und kann am Samstag mit Hilfe der REGA in die Schweiz fliegen. Ein abrupter Abschluss vom Segeltörn für ihn. Er hat sich riesig auf das Abenteuer gefreut, nimmt es aber auch gut hin: „So isch es jetzt halt wieder“. 

Im Spital essen wir zusammen, wobei ich mein Essen jeweils mitbringe. Als ich gestern an meinem Salat knabberte, meinte er ganz trocken „Das isch gut für dich, musst abnehmen“. Ich teilte ihm „frecher Hagel“ aus – woraufhin er meinte, „das isch nöd frech, das isch d`Wahrheit“. Ja, wo er recht hat, hat er recht. Mein Dessert hat er dann genüsslich mit mir geteilt, ohne weitere Mahnfinger. 

Ich versuche mich gut zu erholen. Nachts zu schlafen im Hotel, das genau am Bahnhof liegt – mit Festgetöse vom Turnfest mit 50000 Besuchern, also schön mittendrin – geht gut, solange es lärmig ist. Ich erwache, wenn es ruhiger wird, gegen 4h, damit ich meinen Arbeitskollegen auf dem Schiff bald wieder etwas entlasten kann. Momentan haben sie die Betreuung von „meinen“ Bewohnern übernommen. Laut Dave geht es allen bombastisch gut, was ich auch glaube und mich sehr freut. So kann ich ganz ruhig Stefan begleiten, dafür schauen, dass er sich – auch wenn ich bald weg bin – gut beschäftigen kann. 

Ich geniesse jeden Moment, ob auf hoher See, im Hafen, im Sygehus und – vielleicht ganz speziell – auf dem kleinen Spezialschnellboot. Dies ist ein wunderbares Abenteuer – Bewohner und Personal auf Augenhöhe, es braucht jeden um weiterzukommen und um es gut zu haben zusammen.

Wiveka Schäfli, andante Steckborn

2 Gedanken zu “Kurzer Gruss aus dem Spital

  1. Tolles nachhaltiges Abenteuer. Die Bilder werden spürbar. Die salzige Luft streicht uns die Nase bis in‘s Hinterthurgau.
    Gute Besserung an Stephan. Mit der Rega zurückfliegen ist auch Action!!!
    Wir freuen uns auf den nächsten Beitrag.Eine spannende Fortsetzung soll folgen!
    Familie Baldo

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