Wer hinter der Räuberjagd Weinfelden steckt

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen

Marlies, Gaia und Ramona, drei junge Fachfrauen Betreuung, haben im vergangenen Jahr das Projekt «Räuberjagd Weinfelden» lanciert. Entstanden ist die Idee in der Coronazeit. 2022 findet die turbulente Schnitzeljagd erneut statt. Im Interview berichtet Marlies, wie sie und ihre Kolleginnen die «Räuberjagd» erfunden und weiter entwickelt haben.

Wie seid ihr darauf gekommen, eine «Räuberjagd» rund ums Vivala durchzuführen?

Die Idee kam während der Coronazeit auf, als viele Freizeitangebote nicht mehr möglich waren. Wir besuchten den Trail in Romanshorn und Umgebung und dachten: «Hey, das wär’ doch was!» Schlussendlich haben wir zu dritt die Idee «Räuberjagd» weiterentwickelt. Ein Ziel war auch, dass wir das Vivala den Menschen in Weinfelden und Umgebung näherbringen und Begegnungen ermöglichen.

Wie hat sich dieser Prozess gestaltet?

Jede von uns dreien bringt ihre Kompetenzen mit ein und sorgt so für ein gutes Ganzes. Ich bin sehr praktisch veranlagt, Ramona denkt sich die Geschichten aus und Gaia ist fürs Korrektorat der Posten zuständig. Selbstverständlich machen wir alles gemeinsam, damit wir auf gute Lösungen kommen. Das sehr gute Feedback von 2021 hat uns beflügelt, dass wir nochmals Anpassungen machen konnten.

Was hat sich denn verändert im Vergleich zum letzten Jahr?

Der Start ist nun im Vivala selbst. Der Trail ist etwas kürzer. Selbstverständlich haben wir beliebte Postenaufgaben wie das «Rollstuhl fahren» belassen. Wir arbeiten wieder mit QR-Codes, mit denen die TeilnehmerInnen die Aufgaben lösen können. Dieses Jahr waren wir zusätzlich vor die Aufgabe gestellt, den Trail rund um unsere Baustelle zu planen. Ich denke, es ist uns aber sehr gut gelungen!

Die «Räuberjagd» findet zu einem grossen Tag auf dem Gelände vom Vivala statt. Ihr seid ja alle auf der Kinderwohngruppe 8 tätig. Wie habt ihr in eure Vorbereitungen die Kinder und Jugendlichen der Wohngruppe einbezogen?

Die Kinder und Jugendlichen waren mit uns unterwegs, um die verschiedenen Wege abzulaufen. Zwei Jugendliche halfen mit, die Posten aufzubauen. Die WG 8 ist dieses Mal ein wichtiger Teil der Geschichte. Die TeilnehmerInnen des Trails sind nämlich vor die Aufgabe gestellt, den Räuber verschiedener wichtiger Gegenstände der Kinder und Jugendlichen zu finden. Letztes Jahr haben die Kinder und Jugendlichen auch den Sieger der Räuberjagd per Los erkoren und den Preis überreicht.

Für welche TeilnehmerInnen eignet sich die «Räuberjagd Weinfelden»?

Der Trail ist bis auf einen Posten barrierefrei. Jede und jeder, die Lust hat, kann teilnehmen, ganz egal ob jung oder alt, mit oder ohne Beeinträchtigung. Wir freuen uns auf viele weitere spannende Begegnungen im Vivala!

Die Räuberjagd findet noch bis und mit Mittwoch, 17.8. statt. Ihr findet die „Räuberjagd Weinfelden“ auch auf Facebook.

Logbuch-Eintrag 7: Gustow, Rügen – Stralsund

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Segeltörn

Nach einen gemütlichen Abend mit fürstlichem Nachtessen, letzten Absprachen sowie auch weisen und anderen Worten  rollen wir fix und foxi in die Kojen. 

Der letzte Schlag nach Stralsund

Packen, putzen, frühstücken, alles an Deck, abrechnen… Alle freuen sich auf: Zuhause!!

Unterdessen werden wir im Stralsunder Hafen willkommen geheissen von der DLRG. Mit zwei Rettungsbooten zirkeln sie lange rund um die beiden Schiffe. Es sind Freunde von Skipper Herman und gleichzeitig die Gäste der nächsten Woche; der Verein kommt an Bord für eine Ferienwoche. 

Ankunft in Stralsund, begleitet von den Freunden der DLRG

Dave speedet an Land und holt die 120 Brötchen für die Carfahrt beim Beck. Unterdessen hat das CH-Team die Schiffe geputzt. 

Ein letztes Mal wird der Klüverbaum hochgetakelt. 

Es war wunderschön…!

Alle können und werden stolz Fuss an Land setzen. Wer kann schon von sich sagen, zwölf Tage auf hoher See gewesen zu sein? WIR Seebärinnen und Seebären. 

Logbuch-Eintrag 6: Sassnitz, Tauchglocke und Dampfeisenbahn

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Segeltörn

6.7.2022  Sassnitz

Die See in ihrer ganzen Schönheit

Es regnet leicht. Sassnitz hat uns richtig gut gefallen. Dieser traumhafte Ort lädt ein zu Spaziergängen. Eine schöne Fussgängerbrücke verleiht uns Aussicht über Hafenareal und Meer. Apropos Barrierefreiheit: Wir fanden einen Weg, auch Bruno als Rollstuhlfahrer über die lange Fussgängertreppe zurück Richtung Hafen zu tragen.

Am Hafenbecken hat es einige Läden, ähnlich wie in Konstanz, mit Fischereiutensilien und eine Auswahl an Mitbringseln für TouristInnen. Das passt uns in den Kram. Nach und nach erscheinen TeilnehmerInnen an Deck mit Karten, Kapitänsmützen, Kaffeebecher, Muscheln, Bernsteinhalsketten, Piratentücher und vieles mehr.

Aber wo ist Aleksandar? Kurz vor dem Abendessen gab es eine intensive Diskussion betreffend Coupe-Essen – dabei ging es hauptsächlich um die Reihenfolge, wenn ich es mir gut erinnere.

Somit gab es Hinweise, wo wir suchen können. Wer ihn kennt weiss, hier ist Fitness gefragt. Micha leiht sich das Mountainbike von Skipper Jan aus, und findet ihn weit weit weg. Er hatte sich nach einem anfänglichen «Ärger-Spaziergang» dann richtig verlaufen. So hätte Sassnitz fast einen Einwohner mehr gehabt.

Um 8.00h sind 90 Brötchen abholbereit – und nach zehn Tagen Roggenbrot & Pumpernickel eine willkommene Abwechslung. Um 9.00h steht der Einkauf geräucherter Fisch an – die Kostproben um diese Uhrzeit sind gewöhnungsbedürftig. Um 9.45 legen wir ab.

Arbeit an Bord

Routinierte Seglerei, Fisch vom feinsten, gratis Dusche

Die Fahrt nach Sellin machen wir mit fast 9 Knoten, teilweise hart am Wind. Ein Bugwelle erwischt Micha, Dave, Mone und Wiveka gründlich. Duschen brauchen die heute nicht mehr.

An Deck ist es, obwohl es nicht regnet, sehr windig. Das haben viele offensichtlich nicht gerne und sind unter Deck zu finden. Für die Segelmanöver werden wir jedes Mal an Deck gerufen. Da sehen wir, wie nach vielen täglichen Wiederholungen unterdessen erfahrene MitseglerInnen am Werk sind.

Wir essen Fischbrötli, bis wir nicht mehr können. Platte um Platte köstlichen Fischs verschwinden im Nullkomma nichts. Wir machen vieles fürs andere Schiff parat. Sie kommen dann zeitversetzt in den Genuss.

Dampfbahn, Tauchglocke und Stadtbummler

Unmittelbar nach dem Festmachen in Sellin werden drei Gruppen gebildet. Es gibt hier einige interessante Sachen zu erleben, aber dann müssen wir uns beeilen. Es zieht eine Wandergruppe zum Bahnhof – sie fahren nach Göhren mit dem Rasenden Roland, eine Dampfeisenbahn.

Andern laufen ins Städtchen, weiter bis auf die Meeresbrücke. Eine sehr schöne Anlage bietet die Möglichkeit in einer Tauchglocke auf den Meeresboden 20 Minuten zu verweilen.

Die StadtbummlerInnen laufen magnetisch angezogen auf die Shoppingmeile zu. Es tut allen gut mal wieder am Land zu sein.

Es gibt viel zu berichten beim Nachtessen. Der Schreibende schläft allerdings ein über seine Spielkarten, die Uno-Runde wird knapp noch zum Ende gespielt- ab in die Koje!

Und morgen: AUSSCHLAFEN. Brunch gibt es erst ab 10.00h. Wir passen uns gerne dem Wetter an – bis um 11.00h ist Regen angesagt. Für viele hätte es keine schönere Nachricht geben können.

Heartache or headache
Es raucht von allen Seiten

Logbuch-Eintrag 5: Heute lassen wir Bilder sprechen…

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Segeltörn

Liebe Followers und Freund*innen

Wir posten heute einige Bilder und viele kurze Filme, um euch einen Eindruck von unseren Abenteuern und Erlebnissen an Bord zu vermitteln.

Es schaukelt…
Auf dem Weg zum nächsten Geldautomaten…
Timing ist alles…

Logbuch-Eintrag 4: Hessnaes – Klintholm

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Glanzlichter, Segeltörn

3.7.2022

Viel Sonne, Wind, leichter Seegang, Frühstück im Wald, Kreidefelsen. Hesnaess ist seeeeehr schön. Und es hat einen wunderbaren Strand.

Pizza für alle ! 

Klintholm. Die 45 Pizzen werden rechtzeitig ausgeliefert. Der Italiener aus der Toscana hat seine Familie und weitere Personen eingespannt, damit alles für uns abholbereit ist. Aaah, er macht auch Musik? „Dann komm heute Abend auf Schiff und spiele für uns- wir singen mit.“ Und so geschah es…

Que sera sera…

Nach einem Überfall aufs sehr kleine Einkaufslädeli geht’s heute nach Rügen/Hiddensee. Alle sind wohlauf und gespannt. Wir machen uns parat.

Spiel- und Sporttag 2022

Dabei sein, Glanzlichter

Nach mehrjähriger, pandemiebedingter Pause konnten wir am Freitag, 17. Juni 2022 einen unserer schönsten Anlässe für Schülerinnen und Schüler sowie die Bewohnerinnen und Bewohner durchführen.

Verschiedenste barrierefreie Aktivitäten wurden von den Mitarbeitenden aller Bereiche und freiwilligen Helfern angeboten, sei es Säulirennen, Feuerlöschen mit der Wasserpumpe, Böötlifahren im Hallenbad, Erinnerungsfotos mit der Polaroidkamera und vieles mehr. Das Team der Tagesstruktur verzauberte die Turnhalle in einen magischen Zirkus mit Luftballons, Seifenblasen und einer Schaukel, auf der auch die Personen mit Rollstuhl mitschaukeln konnten.

Das Team von Hauswirtschaft und Küche verwöhnte alle Teilnehmenden mit feinen Salaten, Würsten und Hotdogs. Am Nachmittag folgte schliesslich die traditionelle Wasserschlacht sowie Rutschen auf der Wasserrutschbahn. Ein Glanzlicht für alle, die an diesem Tag bei wunderschönstem Wetter teilnehmen konnten!

Wir segeln wieder!

#insidevivala, Dabei sein, Segeltörn

Seit 2008 ermöglichen wir im 3-Jahres-Rhythmus einem Teil unserer Bewohnerinnen und Bewohner – in Zusammenarbeit mit mindestens einer weiteren Institution – eine unvergessliche Segelreise auf der Ostsee. Alle Teilnehmenden sind immer sehr begeistert und erzählen noch lange von den wunderbaren Erlebnissen. Auch 2022 planen wir wieder einen 12-tägigen Segeltörn.

Gesamthaft freuen sich 32 Menschen mit einer Beeinträchtigung aus der Stiftung Vivala Weinfelden, Verein Besmerhuus Kreuzlingen und Stiftung Andante Steckborn bereits jetzt auf das grosse Abenteuer und auf die Meeresbrise in der Nase. Sie werden während der Reise von zwölf Mitarbeitenden aus den Institutionen rund um die Uhr fachlich und mit Herz begleitet.

Auf zwei beeindruckenden Traditionsseglern erkunden wir in Kiel startend die Meeresfläche zwischen Dänemark, Schweden und Deutschland. Wir machen jeden Abend in einem anderen Hafen fest. Landgänge ermöglichen uns spannende Ausflüge und das Kennenlernen von Land und Leuten. Alle Mitreisenden packen ihrem Können entsprechend auf dem Schiff mit an.

Die vergangenen Segelabenteuer haben gezeigt, dass das «Institutionsübergreifende» wichtig ist und neue Kontakte ermöglicht. Es haben sich über die bisherigen Reisen dauerhafte Freundschaften entwickelt, was uns zutiefst beeindruckt hat. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Segeltörn.

Wir halten euch auf unseren verschiedenen Kanälen wie Facebook, Instagram, dem Vivala-Blog und Twitter auf dem Laufenden.

Lernen und Begegnung: Tag der Hauswirtschaft 2022

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Glanzlichter

Nach zwei Jahren Unterbruch konnten wir am vergangenen Montag 21. März 2022 den beliebten «Tag der Hauswirtschaft» gemeinsam begehen.

Begegnung, Lernen und Experimentieren, aber auch Genuss, standen an diesem Tag im Zentrum. Die interessierten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen konnten Einblick nehmen in die Lingerie, mit den Reinigungsfachpersonen Geräte austesten und Lebensmittel kosten in der Küche.

Danke an die Mitarbeitenden der Küche, Hausdienst und Wäscherei, die an diesem frühlingshaften Tag so ein schönes Fest der Begegnung gestaltet haben.

Mitgestalten und teilhaben: Unser Lehrlingslager

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Lernen im Vivala

Seit vielen Jahren findet jeweils im Oktober ein «Lehrlingslager» statt. In dieser Woche gestalten unsere Lernenden, angehende Fachpersonen Betreuung, gemeinsam mit ihren Bewohnerinnen und Bewohner ein Ferienangebot. Begleitet werden sie dabei von ausgebildeten Fachpersonen.

Alina und Sina, beide haben im August 2021 mit ihrer Ausbildung zur Fachfrau Betreuung begonnen, schildern hier ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen:

«Das Lehrlingslager fand in den Herbstferien 2021 statt. Wegen Corona konnte das Lager nur bedingt so gestaltet werden wie in den Vorjahren. Wir machten diverse Tagesausflüge vom Vivala aus und nutzten die Gelegenheit um die anderen BewohnerInnen wie auch Lernenden besser kennenzulernen.

Tag 1: Der erste Tag fand ohne BewohnerInnen statt. Wir trafen uns in der Oase gemeinsam mit Sandro und Melissa. Dort erhielten wir diverse Informationen zu der Woche, wie sie aussehen wird und was unsere Aufgabe ist. Kurz darauf erhielten wir den Auftrag einen Kinoabend für Donnerstag zu arrangieren. Es war eine gute Gelegenheit, um die anderen Lernenden kennenzulernen. Wir teilten unsere Aufgaben auf und fingen an zu organisieren.

Tag 2: Am zweiten Tag durften nun auch die BewohnerInnen am Programm teilnehmen. Wir machten eine Schnitzeljagd durch Weinfelden und wurden am Mittag mit Pizza belohnt. Den Nachmittag durften wir alle individuell mit den BewohnerInnen gestalten. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf und starteten in das Nachmittagsprogramm. Die eine Gruppe blieb im Vivala und machte einen gemütlichen Filmnachmittag, während die anderen nach Weinfelden gingen.

Tag 3: Den Mittwochmorgen durften wir noch einmal frei gestalten. Hauptsächlich nutzten wir ihn, um die Einkäufe für den Kinoabend zu erledigen. Die einen gingen einkaufen, während die anderen einen kleinen Spaziergang machten. Als die Einkaufsgruppe zurückkam, backten wir einen Bananenkuchen. Es war spannend zu sehen, wie viel die BewohnerInnen selber können und wie oft wir sie auch unterschätzen. Am Mittag stärkten wir uns noch einmal auf der WG, bevor wir am Nachmittag gemeinsam «öpflä» gingen. Wir halfen fleissig, alle Äpfel aufzusammeln und in die Container zu werfen. Selbst die RollstuhlfahrerInnen durften mithelfen und hatten einen riesigen Plausch. Am Schluss wurden wir mit frischgepresstem Apfelsaft belohnt.

Tag 4: Heute war Kinoabend angesagt. Wir assen auf der Wohngruppe Zmittag und haben uns dann wieder in der Oase getroffen. Dort wurden dann noch die letzten Vorbereitungen für den Abend erledigt. Es wurde eingekauft, umgestellt und Essen zubereitet. Am Abend trafen dann nach und nach alle BewohnerInnen ein und wir schauten gemeinsam Mr. Bean. Der Abend war definitiv ein Erfolg, alle BewohnerInnen und auch die BetreuerInnen schienen es zu geniessen.

Tag 5: Am fünften und auch letzten Tag sind wir gemütlich gestartet. Wir trafen uns um 10:00 in der Oase zum Brunch. Es war ein schöner Abschluss dieser aussergewöhnlichen Woche. Wir genossen alle den gemütlichen Start in den Tag und das letzte Zusammensein dieser Woche. Am Nachmittag gingen die BewohnerInnen wieder auf ihre Wohngruppen und wir Lernenden reflektierten gemeinsam mit Sandro und Melissa die vergangene Woche. »

Alina und Sina

Ferienwoche in Cannobio. Ein Rückblick

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Glanzlichter

Eine Ferienwoche für Menschen mit Beeinträchtigung will gut organisiert sein. Doch nicht nur Organisation ist wichtig, es braucht Freude am Tun, Neugier und Humor. Die beiden erfahrenen, langjährigen Betreuer Peter und Peter beschreiben hier ihre Erfahrungen.

Samstag, 11.09.21

Am Nachmittag Ankunft in Cannobio, Zimmer verteilen, Koffer auspacken, Betten richten und im Anschluss eine kurze Siesta nach der langen anstrengenden Fahrt. Am Abend gibt es ein feines Abendessen im Restaurant unten im Haus. Gegen 21:00 Uhr müde zu Bett gegangen. Auch unser tapferer Bus hat einen schönen und sicheren Platz in der Hofeinfahrt bekommen.

Sonntag, 12.09.21

Am Morgen Einkauf im nahegelegenen Einkaufsmarkt fürs Frühstück. J. geht mit, da er die grösste Freude dabei hat und vor allem Erfahrung von den Einkäufen zu Hause. Auch die nächsten Tage möchte J. immer wieder dabei sein. Am Vormittag Besuch des Marktes in Cannobio entlang des Lago Maggiore. Die Bewohner kaufen sich mit viel Begeisterung an den Ständen Dinge ein, die ihnen gefallen. Anschl. noch ein Stadtbummel durch die schöne Altstadt von Cannobio. Abends gehen wir wieder fein essen, überwiegend Pizza und Spaghetti.

Montag, 13.09.21

Nach einem ausgedehnten Brunch machen wir einen Spaziergang durch die Altstadt und die Promenade entlang. Nach einer Stunde zeigt F. Ermüdungserscheinungen, ein Weiterlaufen ist deswegen nicht mehr möglich. Mit letzter Kraft schaffen wir es ins Haus zurück. F. benötigt mehrere Stunden, um wieder richtig wach zu werden.

Dienstag, 14.09.21

Für heute haben wir uns vorgenommen, einen längeren Fussmarsch durchzuführen, um den ortsnahen Campingplatz Riviera zu besuchen. F. ist wieder so weit hergestellt, dass er gut mitlaufen kann. Dort angekommen, haben wir uns mit Cola und Kaffee gestärkt und sind die ganze Strecke am See entlang wieder zurückgelaufen. Je eine kleine Portion Spaghetti lässt uns wieder zu Kräften kommen. Am Abend Abschluss des Tages im hauseigenen Restaurant La Prace.

Mittwoch, 15.09.21

Wetterumschwung ist angesagt. Schon Tage zuvor wissen wir, was auf uns zukommt. 100 % Regenwahrscheinlichkeit. Bereits am Morgen ist der Himmel durchgängig grau in grau. Wir lassen uns jedoch davon nicht abschrecken und machen das Beste daraus. Gegen 10:00 Uhr setzt Starkregen ein. Erst ab dem frühen Nachmittag können wir einen Stadtbummel machen. M. kauft sich eine Jacke und wir können doch noch an der Strandpromenade etwas Trinken gehen. Am Abend geniessen wir das Essen in «unserem» Restaurant.

Donnerstag, 16.09.21

Auch für heute ist wieder Regen angesagt, der jedoch erst am Abend einsetzt, was uns natürlich sehr freut. Nach einem ausgedehnten Brunch geht es durch die Altstadt und zur Strandpromenade. An einen längeren Spaziergang, wie die Tage zuvor, ist nicht zu denken. M. klagt vorzu über Schmerzen in den Beinen. Deshalb schlendern wir gemütlich durch die Altstadtgassen nach Hause. Gegen Abend gehen wir das letzte Mal in unser Lieblingsrestaurant fein Essen und verabschieden uns vom sehr freundlichen Personal.

Freitag, 17.09.21

Die ersten Bewohner sind bereits früh am Morgen wach, denn sie wissen, dass es auf grosse Fahrt nach Hause geht. Nachdem alle Koffer gepackt und im Bus verstaut sind, fahren wir nach Übergabe des Hauses los. Wir lassen uns viel Zeit und geniessen die schöne Landschafft, die an uns vorüberzieht. Unterwegs geht’s noch in ein Restaurant fein essen, bis wir schliesslich gegen 16:30 Uhr wieder zu Hause sind.

Im Nachhinein war es ein rundum gelungenes Ferienlager. Es gab weder Spannungen noch schwierige Situationen unter den Bewohnern. Wir Betreuungspersonen sind stolz, dass wir den Bewohnern ein, in der kurzen Zeit unvergessliches Ferienlager ermöglichen konnten.