Tessin trifft Thurgau: 9 Jahre später

Ein Blick hinter die Kulissen, Lernen im Vivala

Vom 6. Mai bis zum 20. Juni 2019 absolvierten Ambra, Shilya, Serse und Zeno aus dem Tessin ihr Praktikum in der Stiftung Vivala. Die Lernenden der Ausbildung Fachfrau/mann Betreuung besuchen den Berufsschulunterricht an ihrer Schule und absolvieren regelmässige Praktika. Besonders sprachbegabte Jugendliche haben die Möglichkeit, in der Deutschschweiz in sozialen Institutionen zu arbeiten. Wir haben den angehenden Fachleuten Betreuung einige Fragen zu ihrem Arbeitseinsatz gestellt.

Was hat euch im Vivala besonders gefallen?

Wir mochten Vivala sehr gerne. Die Institution ist ein sehr einladender Ort. Wir freuten uns sehr darauf, hier zu arbeiten und das Praktikum zu absolvieren. Die Arbeiten im Praktikum bereitete uns viel Freude.

Was beinhaltete das Praktikum?

Im Praktikum haben wir die Grundlagen unserer Betreuungsarbeit gelernt, wie man beispielsweise auf die Betreuten eingeht und sie bei der Pflege unterstützt. Wir arbeiteten in unterschiedlichen Teams und bekamen so Einblick in den Berufsalltag. Wir haben aber auch die Möglichkeiten von Beschäftigung und Tagesstruktur entdeckt.

Was sind eure weiteren Zukunftspläne für die Ausbildung?

Wenn wir die Schule beendet haben, gehen wir zu SUPSI (Scuola universitaria professionale della Svizzera Italiana, um dort zu studieren. Ambra möchte in der französischen Schweiz studieren, Serse und Zeno wissen es noch nicht. Shilya will an die Universität in Zürich gehen, um Psychologie zu studieren. Andernfalls wird sie auch sie an der SUPSI studieren.

Liebe Ambra und Shilya, lieber Serse und lieber Zeno, wir wünschen euch für die weitere Zukunft alles Gute!

Seit 2010 beteiligt sich Vivala an dieser Ausbildungsmöglichkeit in der Deutschschweiz für Fachfrauen und Fachmänner Betreuung in Ausbildung an der SSPSS Cannobio (Scuola specializzata per le professioni sanitarie e sociali). Tessin trifft Thurgau“ hat sich in den vergangenen Jahren von einem kleinen interkantonalen Projekt zu einer festen (Ausbildungs-) Grösse im Vivala und in anderen Institutionen in der Deutschschweiz entwickelt. Die Lernenden aus dem Kanton Tessin stechen heraus durch ihren Fleiss, Intelligenz und hohe Motivation. Die Zusammenarbeit mit der Berufsschule SSPSS ist unkompliziert. Rückblickend auf die letzten neun Jahre kann man sagen: ein voller Erfolg!

Zwei Fachfrauen Hauswirtschaft erzählen

#insidevivala, Ein Blick hinter die Kulissen, Glanzlichter, Lernen im Vivala

Michelle und Rebecca haben vor einigen Tagen ihre Ausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft EFZ erfolgreich abgeschlossen. In diesem Interview berichten Sie, was sie während ihrer Lehre im Vivala bewegt und begeistert hat:

Wie seid ihr auf diesen Beruf aufmerksam geworden?

Rebecca: Eine gute Freundin hat mir damals den Tipp gegeben, mich im Vivala (ehemals Friedheim) für eine Schnupperlehre zu bewerben.Das tat ich dann auch und bekam danach auch die Lehrstelle als Hauswirtschaftspraktikerin EBA. Anschliessend absolvierte ich die Ausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft EFZ.

Michelle: Ich bin bei meiner Cousine schnuppern gegangen. Sie arbeitete damals im Unispital Zürich, als Bereichsleiterin in der Hauswirtschaft. Dort konnte ich mir einen guten Einblick von der Hauswirtschaft machen.

Was gefällt euch besonders daran? Welche Arbeiten?

Rebecca: Das Abwechseln der Einsätze auf den verschiedenen Abteilungen in der Hauswirtschaft (Reinigung, Wäscherei und Küche). So wurde es nie langweilig und man lernte immer wieder etwas Neues dazu. Zwischendurch waren wir auch im Service eingeteilt, was ich cool finde. Die Begegnungen mit den Bewohnern, das gefällt mir wirklich sehr. Dass man hier im Betrieb auch mit ihnen zusammenarbeiten kann, macht besonders viel Spass und auch Freude.

Michelle: Am besten finde ich die Abwechslung in unserem Beruf. Es wird einem nie langweilig. Alles was man lernt, kann man im Alltag z. B. zu Hause gebrauchen. Mir persönlich gefallen deshalb alle Arbeiten.

Rebecca: Grundsätzlich gefallen mir alle Arbeiten die ich zu erledigen habe. Die einen halt mehr und die anderen ein bisschen weniger. Aber das ist sicher in jedem Beruf genauso.

Welche Highlights erlebt ihr in eurem Berufsalltag im Vivala?

Michelle: Ein Highlight ist für mich sicher die Zusammenarbeit mit den Bewohnern in den Abteilungen.

Rebecca: Es gab immer wieder Highlights hier im Betrieb. Zum Beispiel alle zwei Jahre das Open Air oder die Vivala Chilbi. Jährlich findet auch der Spiel- und Sporttag statt der jeweils besonders viel Spass macht. Auch das Jubiläumsjahr 2017 war etwas ganz Besonderes mit den vielen kleineren und grösseren Anlässen rund ums Vivala.

Welche Schattenseiten hat euer Beruf?

Rebecca: Dass mehr als die Hälfe der Tätigkeiten Reinigungsarbeiten sind, die wir erledigen müssen, was mehr oder weniger Spass macht. Oder auch, dass jeder Betrieb anders ist als die restlichen Betriebe, die man kennt, bzw. dass nicht alle genau gleich sind. Das ist aber wiederum auch gut.

Michelle: Meist ist es selbstverständlich in den Betrieben, dass es immer sauber ist, frische Wäsche da ist und alles funktioniert in der Hauswirtschaft. Was ich in unserem Betrieb schön finde, weil man bei uns sehr darauf achtet. Bei vielen Schulkolleginnen und Schulkollegen ist das leider nicht so.

Was würdest du einer Freundin oder einem Freund raten, wenn sie oder er diesen Beruf lernen möchte?

Michelle: Ich würde ihm/ihr raten, dass man flexibel sein sollte, gute Nerven, Mitgefühl und Freude an dem Kontakt mit Menschen haben sollte. Wenn man Abwechslung gerne mag, ist es genau das richtige.

Rebecca: Dass sie oder er sich zuerst gut über den Beruf und die Anforderungen informiert. Schnuppern, wenn möglich in verschiedenen Betrieben, ist von grossem Vorteil. So kann man sich darauf einstellen und weiss was auf einen zukommt.

Vielen Dank und alles Gute für eure weitere Zukunft!

Impressionen vom Tag der Hauswirtschaft 2019

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen

Am diesjährigen „Tag der Hauswirtschaft“ konnten interessierte Bewohnerinnen und Bewohner, Schülerinnen und Schüler sowie Mitarbeitende wiederum einen Einblick in die verschiedenen Bereiche der Hauswirtschaft nehmen.

An verschiedenen Posten im ganzen Haus konnten die Teilnehmenden Früchte kosten, Ballonfische fangen, malen, Rüebli schnetzeln und sich zum Thema „Stop Food Waste“ informieren.

„Wild Wild West“ im Thurgauer Dörfli

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Die Fasnacht ist seit vielen Jahren ein grosses und wichtiges Fest im Vivala. An diesem Tag – oder besser: an diesem Abend – darf wild getanzt, gefeiert und gesungen werden. Mit einem Blick hinter die Kulissen möchten wir euch zeigen, wieviel Arbeit und Engagement in so einem Anlass steckt, denn am 13. Februar 2019 ab 17 Uhr ist es wieder soweit!

Claude und Dave sind in diesem Jahr die Organisatoren der Vivala-Fasnacht. Die beiden jungen Fachmänner Betreuung, die auf der gleichen Wohngruppe im Vivala tätig sind, haben sich engagiert an diese Aufgabe gemacht. Dass sie seit einigen Jahren zusammenarbeiten und wissen, wie der andere jeweils „tickt“, ist ein grosser Vorteil bei der Planung eines solchen Anlasses.

So war die erste Herausforderung, eine Location zu finden, die sowohl Partyfeeling für all die Besucher verspricht, als auch barrierefrei ist. Sie stiessen über einen Freund auf das „Thurgauer Dörfli“, welches im Inline Drom gleich neben dem Stadion Güttingersreuti liegt. Das rustikale Innere der Räumlichkeiten inspirierte die beiden Organisatoren auch sogleich zum diesjährigen Motto „Wild Wild West“.

So hat Dave in den letzten Wochen auch die passende Playlist für diesen Abend zusammengestellt. Die Musik soll nämlich Spass machen, zum Motto „Wild Wild West“ passen und auch für fasnächtliche Stimmung sorgen. Dave ist sich sicher, dass er hier den richtigen Geschmack der Besucherinnen und Besucher treffen wird. Er wird am 13. Februar denn auch am Mischpult stehen.

Claude gibt einen weiteren Einblick in die Organisation: „Wie in jedem Jahr sind auch 2019 unsere Lernenden mit von der Partie. Sie stehen an der Bar, helfen beim Auf- und Abbau und werden für eine gute Stimmung sorgen. Wir freuen uns auf jede Menge Gäste.“ Schliesslich will der Wilde Westen im Herzen des Thurgaus gefeiert werden!