Lernen und Begegnung: Tag der Hauswirtschaft 2022

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Nach zwei Jahren Unterbruch konnten wir am vergangenen Montag 21. März 2022 den beliebten «Tag der Hauswirtschaft» gemeinsam begehen.

Begegnung, Lernen und Experimentieren, aber auch Genuss, standen an diesem Tag im Zentrum. Die interessierten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen konnten Einblick nehmen in die Lingerie, mit den Reinigungsfachpersonen Geräte austesten und Lebensmittel kosten in der Küche.

Danke an die Mitarbeitenden der Küche, Hausdienst und Wäscherei, die an diesem frühlingshaften Tag so ein schönes Fest der Begegnung gestaltet haben.

Mitgestalten und teilhaben: Unser Lehrlingslager

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Seit vielen Jahren findet jeweils im Oktober ein «Lehrlingslager» statt. In dieser Woche gestalten unsere Lernenden, angehende Fachpersonen Betreuung, gemeinsam mit ihren Bewohnerinnen und Bewohner ein Ferienangebot. Begleitet werden sie dabei von ausgebildeten Fachpersonen.

Alina und Sina, beide haben im August 2021 mit ihrer Ausbildung zur Fachfrau Betreuung begonnen, schildern hier ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen:

«Das Lehrlingslager fand in den Herbstferien 2021 statt. Wegen Corona konnte das Lager nur bedingt so gestaltet werden wie in den Vorjahren. Wir machten diverse Tagesausflüge vom Vivala aus und nutzten die Gelegenheit um die anderen BewohnerInnen wie auch Lernenden besser kennenzulernen.

Tag 1: Der erste Tag fand ohne BewohnerInnen statt. Wir trafen uns in der Oase gemeinsam mit Sandro und Melissa. Dort erhielten wir diverse Informationen zu der Woche, wie sie aussehen wird und was unsere Aufgabe ist. Kurz darauf erhielten wir den Auftrag einen Kinoabend für Donnerstag zu arrangieren. Es war eine gute Gelegenheit, um die anderen Lernenden kennenzulernen. Wir teilten unsere Aufgaben auf und fingen an zu organisieren.

Tag 2: Am zweiten Tag durften nun auch die BewohnerInnen am Programm teilnehmen. Wir machten eine Schnitzeljagd durch Weinfelden und wurden am Mittag mit Pizza belohnt. Den Nachmittag durften wir alle individuell mit den BewohnerInnen gestalten. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf und starteten in das Nachmittagsprogramm. Die eine Gruppe blieb im Vivala und machte einen gemütlichen Filmnachmittag, während die anderen nach Weinfelden gingen.

Tag 3: Den Mittwochmorgen durften wir noch einmal frei gestalten. Hauptsächlich nutzten wir ihn, um die Einkäufe für den Kinoabend zu erledigen. Die einen gingen einkaufen, während die anderen einen kleinen Spaziergang machten. Als die Einkaufsgruppe zurückkam, backten wir einen Bananenkuchen. Es war spannend zu sehen, wie viel die BewohnerInnen selber können und wie oft wir sie auch unterschätzen. Am Mittag stärkten wir uns noch einmal auf der WG, bevor wir am Nachmittag gemeinsam «öpflä» gingen. Wir halfen fleissig, alle Äpfel aufzusammeln und in die Container zu werfen. Selbst die RollstuhlfahrerInnen durften mithelfen und hatten einen riesigen Plausch. Am Schluss wurden wir mit frischgepresstem Apfelsaft belohnt.

Tag 4: Heute war Kinoabend angesagt. Wir assen auf der Wohngruppe Zmittag und haben uns dann wieder in der Oase getroffen. Dort wurden dann noch die letzten Vorbereitungen für den Abend erledigt. Es wurde eingekauft, umgestellt und Essen zubereitet. Am Abend trafen dann nach und nach alle BewohnerInnen ein und wir schauten gemeinsam Mr. Bean. Der Abend war definitiv ein Erfolg, alle BewohnerInnen und auch die BetreuerInnen schienen es zu geniessen.

Tag 5: Am fünften und auch letzten Tag sind wir gemütlich gestartet. Wir trafen uns um 10:00 in der Oase zum Brunch. Es war ein schöner Abschluss dieser aussergewöhnlichen Woche. Wir genossen alle den gemütlichen Start in den Tag und das letzte Zusammensein dieser Woche. Am Nachmittag gingen die BewohnerInnen wieder auf ihre Wohngruppen und wir Lernenden reflektierten gemeinsam mit Sandro und Melissa die vergangene Woche. »

Alina und Sina

Ferienwoche in Cannobio. Ein Rückblick

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Eine Ferienwoche für Menschen mit Beeinträchtigung will gut organisiert sein. Doch nicht nur Organisation ist wichtig, es braucht Freude am Tun, Neugier und Humor. Die beiden erfahrenen, langjährigen Betreuer Peter und Peter beschreiben hier ihre Erfahrungen.

Samstag, 11.09.21

Am Nachmittag Ankunft in Cannobio, Zimmer verteilen, Koffer auspacken, Betten richten und im Anschluss eine kurze Siesta nach der langen anstrengenden Fahrt. Am Abend gibt es ein feines Abendessen im Restaurant unten im Haus. Gegen 21:00 Uhr müde zu Bett gegangen. Auch unser tapferer Bus hat einen schönen und sicheren Platz in der Hofeinfahrt bekommen.

Sonntag, 12.09.21

Am Morgen Einkauf im nahegelegenen Einkaufsmarkt fürs Frühstück. J. geht mit, da er die grösste Freude dabei hat und vor allem Erfahrung von den Einkäufen zu Hause. Auch die nächsten Tage möchte J. immer wieder dabei sein. Am Vormittag Besuch des Marktes in Cannobio entlang des Lago Maggiore. Die Bewohner kaufen sich mit viel Begeisterung an den Ständen Dinge ein, die ihnen gefallen. Anschl. noch ein Stadtbummel durch die schöne Altstadt von Cannobio. Abends gehen wir wieder fein essen, überwiegend Pizza und Spaghetti.

Montag, 13.09.21

Nach einem ausgedehnten Brunch machen wir einen Spaziergang durch die Altstadt und die Promenade entlang. Nach einer Stunde zeigt F. Ermüdungserscheinungen, ein Weiterlaufen ist deswegen nicht mehr möglich. Mit letzter Kraft schaffen wir es ins Haus zurück. F. benötigt mehrere Stunden, um wieder richtig wach zu werden.

Dienstag, 14.09.21

Für heute haben wir uns vorgenommen, einen längeren Fussmarsch durchzuführen, um den ortsnahen Campingplatz Riviera zu besuchen. F. ist wieder so weit hergestellt, dass er gut mitlaufen kann. Dort angekommen, haben wir uns mit Cola und Kaffee gestärkt und sind die ganze Strecke am See entlang wieder zurückgelaufen. Je eine kleine Portion Spaghetti lässt uns wieder zu Kräften kommen. Am Abend Abschluss des Tages im hauseigenen Restaurant La Prace.

Mittwoch, 15.09.21

Wetterumschwung ist angesagt. Schon Tage zuvor wissen wir, was auf uns zukommt. 100 % Regenwahrscheinlichkeit. Bereits am Morgen ist der Himmel durchgängig grau in grau. Wir lassen uns jedoch davon nicht abschrecken und machen das Beste daraus. Gegen 10:00 Uhr setzt Starkregen ein. Erst ab dem frühen Nachmittag können wir einen Stadtbummel machen. M. kauft sich eine Jacke und wir können doch noch an der Strandpromenade etwas Trinken gehen. Am Abend geniessen wir das Essen in «unserem» Restaurant.

Donnerstag, 16.09.21

Auch für heute ist wieder Regen angesagt, der jedoch erst am Abend einsetzt, was uns natürlich sehr freut. Nach einem ausgedehnten Brunch geht es durch die Altstadt und zur Strandpromenade. An einen längeren Spaziergang, wie die Tage zuvor, ist nicht zu denken. M. klagt vorzu über Schmerzen in den Beinen. Deshalb schlendern wir gemütlich durch die Altstadtgassen nach Hause. Gegen Abend gehen wir das letzte Mal in unser Lieblingsrestaurant fein Essen und verabschieden uns vom sehr freundlichen Personal.

Freitag, 17.09.21

Die ersten Bewohner sind bereits früh am Morgen wach, denn sie wissen, dass es auf grosse Fahrt nach Hause geht. Nachdem alle Koffer gepackt und im Bus verstaut sind, fahren wir nach Übergabe des Hauses los. Wir lassen uns viel Zeit und geniessen die schöne Landschafft, die an uns vorüberzieht. Unterwegs geht’s noch in ein Restaurant fein essen, bis wir schliesslich gegen 16:30 Uhr wieder zu Hause sind.

Im Nachhinein war es ein rundum gelungenes Ferienlager. Es gab weder Spannungen noch schwierige Situationen unter den Bewohnern. Wir Betreuungspersonen sind stolz, dass wir den Bewohnern ein, in der kurzen Zeit unvergessliches Ferienlager ermöglichen konnten.

Traktor fahren, den Affenberg entdecken und fein essen – was will man mehr?

Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen

Vor nicht allzu langer Zeit wäre eine Ferienwoche mit unseren Bewohnern nicht vorstellbar gewesen. Durch die Aufhebung des Shutdowns und trotz verschärfter Massnahmen konnten wir von der Aussenwohngruppe Rösslihof doch noch mit fünf Bewohnern in die verdienten Sommerferien ins Deggenhausertal zu fahren. Mit gepackten Koffern voll Vorfreude und dem beinahe vergessenen Reiseproviant  –  zum Glück hat unser neuer Kollege Manuel noch daran gedacht – machten wir uns auf den Weg ans andere Seeufer.

„Der Bodanrück zeigte sich als Brücke, welche uns sicher an unser Ziel führte.“

Der Ferienbauernhof auf der anderen Seite des Bodensees, zeigte sich als idealer Ort für Ruhe und Erholung jenseits des gewohnten Alltags. Zuerst ging es ans Auspacken und das Erkunden der idyllischen Umgebung. Bald schon war das Abendessen bereit und der Anreisetag klang in einem gemütlichen Rahmen aus.

Der Dienstag begann mit dem ersten von vielen pompösen Frühstücken. Frischbackbrötli, Joghurt, Aufschnitt, Käse, Müsli und Eier legten auch in den darauffolgenden Tagen den Grundstein für einen gelungenen Start in den Tag. Wie am Vorabend besprochen, machten wir uns nach dem morgendlichen Festmahl auf zum Affenberg in Salem.

„Mit Mundschutz ausgestattet, kraxelten wir den Berg hoch und wieder runter und wurden unter anderem Zeuge einer Fütterung dieser neugierigen Äffchen.“

Einige unserer Bewohner schauten interessiert dem Geschehen zu, während andere ungeduldig den Restaurantbesuch herbeisehnten. Zum Abschluss gab es noch die Gelegenheit, ein kleines Souvenir als Andenken mitzunehmen. Nach der anstrengenden Expedition gönnten wir uns eine Pause und assen anschliessend im Gemeinschaftsraum des Hofes zu Abend. Es gab sehr leckere Pizzen in vielen verschiedenen Variationen. Zum Abschluss des Tages gab es noch heissumkämpfte Kicker-Matches in der Spielscheune, welche sich auf dem Gelände befand.

Den Mittwoch gingen wir etwas gemächlicher an und starteten den Tag mit einem feinen Brunch. Zwei Mitarbeiter gingen einkaufen und die übrigen zwei bereiteten einen feinen Fruchtsalat für den bevorstehenden Zvieri vor.

„Das Highlight des Tages zeigte sich in Form einer Traktorfahrt mit dem Besitzer des Ferienbauernhofs, Herrn Scherer höchstpersönlich.“

Er kutschierte unsere ganze Truppe durch das schöne Deggenhausertal. Den Nachmittag verbrachten wir anschliessend in der Spielscheune oder beim Vorbereiten des Abendessens. Es gab feinen Kartoffelsalat mit feinen roten Würstli.

Am Donnerstag verschlug es uns in die Lochmühle. Jedoch war das Angebot, aufgrund der Coronasituation, etwas mager, weshalb das wirklich sehr leckere Mittagessen als Highlight dieses Aufenthalts galt – und natürlich die kleinen, süssen Babyschweinchen, welche frei auf dem Gelände herumspazierten. Am Nachmittag kamen wir wieder bei unserem Feriendomizil an und freuten uns aufs Grillieren mit Herrn Scherer. Den „Feierabend“ liess das vierköpfige Betreuerteam mit einem Kartenspiel ausklingen, wo interessante und anspruchsvolle Wortkombinationen entstanden.

Am Freitag gingen wir erstmals getrennte Wege. Die eine Gruppierung machte sich einen schönen Tag in Überlingen an der Seepromenade und die andere Gruppe besichtigte die Pfahlbauten in Unteruhldingen. Am Abend fügten wir uns wieder zusammen und gingen ins Restaurant „Grüner Baum“ fein essen.

Genuss und Lebensfreude im Mittelpunkt der Ferienwoche

Bis zum Samstag wurden wir mit schönem Wetter verwöhnt und konnten viel unternehmen. Deshalb kam uns ein Regentag mit wenig Programm und viel Entspannung sehr entgegen. Wir nutzten die Gelegenheit ins lokale Hallenbad hinein zu hüpfen oder uns in der Spielscheune auszutoben. Die wenigen Sonnenstrahlen an diesem Tag, ermöglichten uns einen Spaziergang durch den Wald. Zum Abendessen wurden wir wieder im „Restaurant Scherer“ verwöhnt. Es gab „Hacktätschli“ mit einem Gemüsebuffet und Kartoffelgratin.

Den letzten vollen Tag starteten wir ausnahmsweise mit einem kleinen Frühstück, denn wir brauchten noch Platz im Bauch für die weiteren Vorhaben des Tages. Wir hatten nämlich vor, am letzten Tag der Ferienwoche, zwei Mal auswärts essen zu gehen. Die erste Station befand sich auf dem Höchsten, einem Hügel in der Nähe mit schöner Aussicht bis auf den Bodensee. Unsere Gaumen liessen wir in einem nobel eingerichteten Restaurant verwöhnen. Die Bedienung zeigte sich sehr zuvorkommend, auch wenn wir eine Stunde vor der reservierten Zeit eingetroffen waren. Spätestens zu diesem Zeitpunkt machten sich die Strapazen des Lagers bemerkbar.

„Nach dem schönen Aufenthalt orientierten wir uns an südländischen Sitten und gönnten uns eine Siesta.“

 Um einen Teil der angesammelten Kalorien wieder loszuwerden, unternahmen wir anschliessend einen Verdauungsspaziergang. Die Zeit verflog wie im Flug und plötzlich fanden wir uns in einem nahegelegenen Restaurant wieder. Dieser Standort entpuppte sich als der krönende Abschluss der Woche und dafür wurde er nochmals in vollen Zügen genossen.

Die Abreise war weniger geprägt vom Ferienfeeling und verlief in routinierten Abläufen. Einpacken, Verladen, Frühstücken, Heimfahren, Zwischenstopp auf der Insel Reichenau – schliesslich kamen wir wieder im vertrauten Happerswil an. Sichtlich geschafft aber mit zufriedener Miene bündelten wir noch die letzten Kräfte, um das Gepäck zu versorgen. In einem erstaunlich schnellen Tempo war alles ausgepackt und aufgeräumt.

Jeder brachte noch ein Lächeln zustande, dies sinnbildlich für diese Ferienwoche, welche bis zum Schluss von guter Stimmung und toller Zusammenarbeit geprägt war.

Manuel Hallauer

Einblicke in die Woche der offenen Therapien im Vivala

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Die „Woche der offenen Therapien“ fand vom 20. bis 24. Januar 2020 zum zweiten Mal im Vivala statt. Eltern, Angehörige, Bezugspersonen waren eingeladen, einen Einblick in die Therapien der Kinder zu erhalten.

Grundsätzlich stehen unsere Türen für BesucherInnen immer offen. Nach den zahlreichen Anmeldungen und den positiven Rückmeldungen des letzten Jahres, wurden die Türen nun zum zweiten Mal „offiziell“ geöffnet. Die „Woche der offenen Therapien“ gab interessierten Angehörigen Gelegenheit, ihr Kind in einem anderen Setting zu sehen und sich mit den Therapeutinnen, Lehrpersonen und Wohngruppenmitarbeitenden auszutauschen. So wurden ebenfalls viele Ideen ausgetauscht und mit in den Alltag zuhause genommen.

Zusätzlich zum Therapiebesuch konnten sich die Bezugspersonen dieses Jahr auch noch zu einem Schulbesuch, einem Mittagessen auf einer der Wohngruppen und für einen Vortrag über Guatemala anmelden. Am Donnerstagnachmittag fanden im Atrium im Vivala eine Hilfsmittelausstellung und eine kleine Hilfsmittelbörse statt. Dieses Angebot gab es zum ersten Mal.

In dieser Woche waren viele stolze Kinder im Vivala zu sehen. Sie zeigten ihren BesucherInnen ihre Therapeutinnen, erarbeitete Produkte, die Räumlichkeiten, wo sie zur Schule gehen und vieles mehr. Augen von Kindern und Erwachsenen durften strahlen.

Das Therapieteam bedankt sich ganz herzlich für den wertvollen Austausch und die bewegenden Momente, die in dieser Woche gemeinsam erlebt werden durften. Es war schön, den Therapiealltag mit den Bezugspersonen zu teilen.

Sabrina Favazzo, Leitung Therapie

Lehrlingslager 2019 – aus der Sicht von unseren Lernenden im 1. Ausbildungsjahr

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Das Lehrlingslager der Stiftung Vivala ist ein fixer Bestandteil der 3jährigen Ausbildung zur Fachfrau / Fachmann Betreuung. Die neun Lernenden betreuten, gemeinsam mit drei weiteren Fachpersonen, während einer Woche Bewohnerinnen und Bewohner. Sie ermöglichten ihnen so eine Ferienwoche in der Stadt Winterthur. Jasmin und Sanja sind im ersten Ausbildungsjahr zur Fachfrau Betreuung und berichten hier von ihren Erlebnissen:

„Wir waren vom 8.10.19 bis zum  12.10.19 im Lehrlingslager in Winterthur. Übernachtet haben wir in einem etwas altmodischen aber sehr schönem Hostel namens Depot 195.

Tag 1: Am ersten Tag war unser Ankunftstag.  Um 11:00 Uhr konnten wir das Gepäck abgeben und es in einen Bus einräumen. Nach einer kurzen Besprechung mit Gipfeli und Kaffee ging es dann auch schon los. Etwa um 12:00 Uhr sind wir mit unserem Handgepäck zum Bahnhof gelaufen. Mit voller Motivation und Freude ging es dann mit dem Zug nach Winterthur. Dort angekommen, gingen wir in ein Restaurant etwas trinken und essen. Nachher erkundeten wir unser Hostel um alles einzuräumen. Den Rest vom Tag verbrachten wir im Hostel. Das Abendessen wurde von zwei Lehrlingen gekocht.

Tag 2: Am zweiten Tag machten wir einen Ausflug in den Bruderhaus Tierpark. Nach dem Frühstück packten wir unsere Rucksäcke und machten uns anschliessend auf den Weg. Nach einem etwa zweistündigen Spaziergang kamen wir im Tierpark an. Dort haben wir zum Mittagessen grilliert und den Mittag genossen. Am Nachmittag machten wir uns dann wieder auf den Weg Richtung Hostel. Dort angekommen waren alle sehr erschöpft. Wir freuten uns sehr auf das Abendessen und ausruhen zu können. Nach dem Abendessen gingen einige schon ins Bett und andere machten sich einen gemütlichen Abend und gingen noch gemeinsam etwas trinken.

Tag 3: Am dritten Tag gingen einige ins Thermalbad Zurzach und andere gingen shoppen. Nach dem Frühstück konnten sich einige noch ausruhen bevor es losging. Danach machten sich diejenigen, die ins Thermalbad gingen, auf den Weg an den Bahnhof und fuhren mit dem Zug nach Zurzach. Die anderen gingen in die Stadt um zu Shoppen. Am Abend trafen sich dann alle wieder im Hostel um gemeinsam Abend zu essen, das ebenfalls wieder von zwei Lehrlingen gekocht wurde. Wir machten uns noch einen gemütlichen Spieleabend.

Tag 4: Am vierten Tag durften wir den Tag mit den Bewohnerinnen und Bewohner selber gestalten, unter der Bedingung dass wir uns in Winterthur aufhalten mussten. Einige gingen shoppen, andere ins Kino, um den Film „König der Löwen“ schauen, oder machten sonst etwas. Wie üblich, nach dem Frühstücken gingen einige schon los und andere nicht. Am Abend trafen wir uns wieder zum Abendessen im Hostel. Weil es der letzte Abend war, bestellten wir uns Pizza oder Lasagne. Nach dem Essen gingen wir zum Abschluss des Lagers in eine Bar etwas trinken, genossen live Musik und spielten Tischtennis.

Tag 5: Am letzten Tag fuhren wir wieder zurück ins Vivala. Nach dem Frühstück haben wir gepackt, alles in den Bus geräumt und die Zimmer aufgeräumt. Etwa um 13:00 Uhr fuhr unser Zug von Winterthur Richtung Weinfelden. In Weinfelden angekommen, liefen wir vom Bahnhof zum Vivala zurück. Wir packten alles aus und anschliessend machten wir Lehrlinge noch eine Abschlussrunde.“

Jasmin und Sanja

Veloferien in der Region Weinfelden

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Vom 13. bis 15. September waren wir mit Velos und E-Bikes auf Tour rund um und in Weinfelden.

Am Freitag 13.09.2019 sind wir mit 8 Personen um zehn Uhr vormittags gestartet, gut vorbereitet mit Proviant aus der Küche. Wir wollten nach Bussnang zum Ganggelisteg fahren. Zuerst sind wir vom Vivala aus in den Wald von Weinfelden Richtung Badi unterwegs gewesen. Der Ganggelisteg war schon schnell erreicht, jedoch standen wir vor einem Platzproblem. Unser zwei Personen E-Bike war um einige Millimeter zu breit für die Brücke. Doch davon liessen wir uns nicht entmutigen: Wir haben voller Motivation eine „Ehrenrunde“ gedreht, um den Ganggelisteg via Thurbrücke Weinfelden von der anderen Seite zu erreichen. Dort angekommen haben wir erstmal die Tiere des „Mini Zoos“ angeschaut: Es gab Ponys, Schafe, Ziegen, Enten, Alpakas, exotische Vögel und zwei schwarze Schwäne zu sehen .
Weiter unten sind wir dann an eine Grillstelle gekommen, wo wir unser Picknick ausgebreitet haben und uns eine Verschnaufpause gönnten.

Während unseres Picknicks haben wir Gesellschaft von einer Männergruppe erhalten. Gegenseitige Sympathien waren sofort erkennbar. Doch wir mussten weiter, wir hatten schliesslich noch einige Kilometer vor uns…

Der zweite Tag steht an, 14.09.2019. Es ist Samstag. Kurz nach zehn Uhr fahren wir los. Heute sind nur noch zu sechst. Einige Teilnehmer mussten sich leider abmelden. Nichts desto trotz sind wir voller Elan gestartet. Der Weg entlang der Thur ist ein Genuss für alle Teilnehmer. Wir fahren nach Bürglen – Sulgen – Kradolf.

In Sulgen drehen wir ein paar extra Runden im Wald. Wir beobachten, wie die Sonnenstrahlen durch die Bäume scheinen, während es noch leicht neblig ist. Es kommt erste Herbststimmung auf. Wir fahren an einem Pferdestall vorbei, mit einem kurzen Abstecher ins Industriegebiet. Dort kann man wunderbar einige Baustellen begutachten. In Kradolf angekommen kehren wir ein im Restaurant Sonne, direkt an der Thur. Wir geniessen ein herrliches Schnitzel mit Pommes und lassen uns mit Glace zum Dessert verwöhnen. Zuerst müssen wir noch verdauen bevor wir weiter können.

Direkt beim Restaurant gehen wir mit den Velos über die Brücke. Diesmal passen alle Bikes durch. Wir sind nun in Buhwil und bewegen uns nach Istighofen. Dort folgen wir der Thur von der andern Uferseite aus. Feldwege, die sich manchmal mit Wiese vermischen und sich darin zu verlieren scheinen, bringen uns dazu kräftig in die Pedalen zu treten. Wir kommen dennoch zum Stehen. Nicht weil es uns zu streng wird, nein. Mitten im Weg versperren uns zwei Baumstämme den Weg. Das Abenteuer beginnt: Mit vereinten Kräften tragen wir die Velos und die schweren E-Bikes über die Baumstämme. Unsere Bewohner unterstützen und mit Tat und Rat, so weiss P. nämlich ganz genau, dass I. und M. uns mehr Platz machen müssen, wenn wir mit dem Zweiplätzer E-Bike kommen. So zieht er die beiden wohlwissend aus dem Weg, den zwei Betreuer für das E-Bike benötigen. Als alle Gefährte auf der anderen Seite sind, feiern wir dies mit Jubel. Zufrieden schlagen wir den Weg zurück ins Vivala ein.

Sonntag 15.09.2019, unsere Truppe trifft sich heute um zehn Uhr zum letzten Mal. Die Velos sind voll beladen mit allem, was man zum Grillen benötigt: vom Feuerzeug bis zum Brennholz, von Geschirr und Besteck bis zu Snacks und Grillgut. Wir machen uns auf in den Wald bei Sulgen. Wir fahren die Waldwege ab, P. muss einen kurzen Blick auf die Karte werfen, da sie den Standort des Grillplatzes nicht mehr genau im Kopf hat. Der Platz wurde um einen Waldweg verfehlt! Doch schnell findet sich die richtige Strecke. Ausschauhaltend bewegen wir uns fort und beenden die Fahrt mit einer spektakulären, wenn nicht filmreifen Vollbremsung. Um ein Haar, oder besser gesagt um drei Meter, sind wir am Trampelpfad zur Grillstelle vorbei gefahren. Es ist jedoch zu erwähnen, dass der Eingang sehr überwachsen und nur am Boden zu erkennen ist. Der geheime Pfad entwickelt sich zu einer wahren Schönheit der Natur. Mitten im Herz des Waldes führt er zu einer Lichtung, die nur von diesem Weg aus zugänglich ist. Die Ebene leuchtet golden in den herbstlichen Wald hinein.

unser geheimer, schöner Grillplatz, Quelle: Google Earth

Gleich daneben auf einer Anhöhe befinden sich Tisch, Bänke und eine Feuerstelle. Nun müssen wir Stöcke suchen für unser Schlangenbrot. Das Feuer wird angezündet und Würste werden vorbereitet. Das Schlangenbrot entwickelt sich zu einem Highlight. Wer wickelt den Teig gescheit um den Stock? Und wer schafft es dann das Brot nicht anbrennen zu lassen? An diesem schönen und geheimen Ort verbleiben wir für einige Stunden. Mit vollem Magen schwingen wir uns zurück auf die Velos. Wir fahren nach Opfershofen und geniessen den Ausblick auf die Landschaft. Wir halten kurz Richtung Berg, doch bevor der Stich kommt schwenken wir nach Bürglen um. Wir befinden uns am Schluss der Reise. Im Café Strassmann lassen wir bei Kaffee und Kuchen die vergangenen drei Tage ausklingen. Wir besprechen, was uns besonders gefallen hat und uns sicher in Erinnerung bleibt. Zufrieden machen wir uns auf den Weg zurück ins Vivala.

Text und Bilder: Patricia

Tessin trifft Thurgau: 9 Jahre später

Ein Blick hinter die Kulissen, Lernen im Vivala

Vom 6. Mai bis zum 20. Juni 2019 absolvierten Ambra, Shilya, Serse und Zeno aus dem Tessin ihr Praktikum in der Stiftung Vivala. Die Lernenden der Ausbildung Fachfrau/mann Betreuung besuchen den Berufsschulunterricht an ihrer Schule und absolvieren regelmässige Praktika. Besonders sprachbegabte Jugendliche haben die Möglichkeit, in der Deutschschweiz in sozialen Institutionen zu arbeiten. Wir haben den angehenden Fachleuten Betreuung einige Fragen zu ihrem Arbeitseinsatz gestellt.

Was hat euch im Vivala besonders gefallen?

Wir mochten Vivala sehr gerne. Die Institution ist ein sehr einladender Ort. Wir freuten uns sehr darauf, hier zu arbeiten und das Praktikum zu absolvieren. Die Arbeiten im Praktikum bereitete uns viel Freude.

Was beinhaltete das Praktikum?

Im Praktikum haben wir die Grundlagen unserer Betreuungsarbeit gelernt, wie man beispielsweise auf die Betreuten eingeht und sie bei der Pflege unterstützt. Wir arbeiteten in unterschiedlichen Teams und bekamen so Einblick in den Berufsalltag. Wir haben aber auch die Möglichkeiten von Beschäftigung und Tagesstruktur entdeckt.

Was sind eure weiteren Zukunftspläne für die Ausbildung?

Wenn wir die Schule beendet haben, gehen wir zu SUPSI (Scuola universitaria professionale della Svizzera Italiana, um dort zu studieren. Ambra möchte in der französischen Schweiz studieren, Serse und Zeno wissen es noch nicht. Shilya will an die Universität in Zürich gehen, um Psychologie zu studieren. Andernfalls wird sie auch sie an der SUPSI studieren.

Liebe Ambra und Shilya, lieber Serse und lieber Zeno, wir wünschen euch für die weitere Zukunft alles Gute!

Seit 2010 beteiligt sich Vivala an dieser Ausbildungsmöglichkeit in der Deutschschweiz für Fachfrauen und Fachmänner Betreuung in Ausbildung an der SSPSS Cannobio (Scuola specializzata per le professioni sanitarie e sociali). Tessin trifft Thurgau“ hat sich in den vergangenen Jahren von einem kleinen interkantonalen Projekt zu einer festen (Ausbildungs-) Grösse im Vivala und in anderen Institutionen in der Deutschschweiz entwickelt. Die Lernenden aus dem Kanton Tessin stechen heraus durch ihren Fleiss, Intelligenz und hohe Motivation. Die Zusammenarbeit mit der Berufsschule SSPSS ist unkompliziert. Rückblickend auf die letzten neun Jahre kann man sagen: ein voller Erfolg!

Zwei Fachfrauen Hauswirtschaft erzählen

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Michelle und Rebecca haben vor einigen Tagen ihre Ausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft EFZ erfolgreich abgeschlossen. In diesem Interview berichten Sie, was sie während ihrer Lehre im Vivala bewegt und begeistert hat:

Wie seid ihr auf diesen Beruf aufmerksam geworden?

Rebecca: Eine gute Freundin hat mir damals den Tipp gegeben, mich im Vivala (ehemals Friedheim) für eine Schnupperlehre zu bewerben.Das tat ich dann auch und bekam danach auch die Lehrstelle als Hauswirtschaftspraktikerin EBA. Anschliessend absolvierte ich die Ausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft EFZ.

Michelle: Ich bin bei meiner Cousine schnuppern gegangen. Sie arbeitete damals im Unispital Zürich, als Bereichsleiterin in der Hauswirtschaft. Dort konnte ich mir einen guten Einblick von der Hauswirtschaft machen.

Was gefällt euch besonders daran? Welche Arbeiten?

Rebecca: Das Abwechseln der Einsätze auf den verschiedenen Abteilungen in der Hauswirtschaft (Reinigung, Wäscherei und Küche). So wurde es nie langweilig und man lernte immer wieder etwas Neues dazu. Zwischendurch waren wir auch im Service eingeteilt, was ich cool finde. Die Begegnungen mit den Bewohnern, das gefällt mir wirklich sehr. Dass man hier im Betrieb auch mit ihnen zusammenarbeiten kann, macht besonders viel Spass und auch Freude.

Michelle: Am besten finde ich die Abwechslung in unserem Beruf. Es wird einem nie langweilig. Alles was man lernt, kann man im Alltag z. B. zu Hause gebrauchen. Mir persönlich gefallen deshalb alle Arbeiten.

Rebecca: Grundsätzlich gefallen mir alle Arbeiten die ich zu erledigen habe. Die einen halt mehr und die anderen ein bisschen weniger. Aber das ist sicher in jedem Beruf genauso.

Welche Highlights erlebt ihr in eurem Berufsalltag im Vivala?

Michelle: Ein Highlight ist für mich sicher die Zusammenarbeit mit den Bewohnern in den Abteilungen.

Rebecca: Es gab immer wieder Highlights hier im Betrieb. Zum Beispiel alle zwei Jahre das Open Air oder die Vivala Chilbi. Jährlich findet auch der Spiel- und Sporttag statt der jeweils besonders viel Spass macht. Auch das Jubiläumsjahr 2017 war etwas ganz Besonderes mit den vielen kleineren und grösseren Anlässen rund ums Vivala.

Welche Schattenseiten hat euer Beruf?

Rebecca: Dass mehr als die Hälfe der Tätigkeiten Reinigungsarbeiten sind, die wir erledigen müssen, was mehr oder weniger Spass macht. Oder auch, dass jeder Betrieb anders ist als die restlichen Betriebe, die man kennt, bzw. dass nicht alle genau gleich sind. Das ist aber wiederum auch gut.

Michelle: Meist ist es selbstverständlich in den Betrieben, dass es immer sauber ist, frische Wäsche da ist und alles funktioniert in der Hauswirtschaft. Was ich in unserem Betrieb schön finde, weil man bei uns sehr darauf achtet. Bei vielen Schulkolleginnen und Schulkollegen ist das leider nicht so.

Was würdest du einer Freundin oder einem Freund raten, wenn sie oder er diesen Beruf lernen möchte?

Michelle: Ich würde ihm/ihr raten, dass man flexibel sein sollte, gute Nerven, Mitgefühl und Freude an dem Kontakt mit Menschen haben sollte. Wenn man Abwechslung gerne mag, ist es genau das richtige.

Rebecca: Dass sie oder er sich zuerst gut über den Beruf und die Anforderungen informiert. Schnuppern, wenn möglich in verschiedenen Betrieben, ist von grossem Vorteil. So kann man sich darauf einstellen und weiss was auf einen zukommt.

Vielen Dank und alles Gute für eure weitere Zukunft!

Impressionen vom Tag der Hauswirtschaft 2019

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Am diesjährigen „Tag der Hauswirtschaft“ konnten interessierte Bewohnerinnen und Bewohner, Schülerinnen und Schüler sowie Mitarbeitende wiederum einen Einblick in die verschiedenen Bereiche der Hauswirtschaft nehmen.

An verschiedenen Posten im ganzen Haus konnten die Teilnehmenden Früchte kosten, Ballonfische fangen, malen, Rüebli schnetzeln und sich zum Thema „Stop Food Waste“ informieren.