Logbuch-Eintrag 1

#insidevivala, Glanzlichter, Segeltörn

Liebe Törn-Followers und Believers!

Nachdem wir gestern in Kiel die beiden Segelschiffe mit Menschen, Proviant und ordentlichen Mengen an Gepäck befrachtet haben, ging’s dann los.

Bedingungen schaffen…
Aber nicht mit Seglerei, sondern unter Berücksichtigung aktueller Verhältnisse vor Ort muss sich die Projektleitung die Personenzuteilungen neu überlegen. Da wir uns zum ersten Mal dafür entschieden haben, einen Rollstuhlfahrer mitzunehmen, gilt es nun optimale Bedingungen zu schaffen und dies im Endkonsequenz zu vollziehen ohne Wenn und Aber. Das zieht eine Rochade mit sich.

Das «Fishmonster» wurde besiegt
Unterdessen rechnet Dave endgültig ab mit «Wir haben Fisch nicht gern, Idefix» und schafft für alle Passagiere Pumpernickelhäppli mit Matjes und Zwiebel heran. Gar nicht erst möglich, damit auf die Schiffe zu kommen. Es wird ihm wortwörtlich aus der Hand gerissen und verschlungen. Die Meeresbrise zeigt bereits seine magische Wirkung! Die Fischbudenverkäuferin bekam glänzende Augen bei der Auftragserteilung: Fischhäppli für zwei Schiffe macht man eben gerne parat!

Wir sind zum Segeln da und legen ab
Zu den Windverhältnissen: Es herrscht zunächst Flaute, später wird es etwa anfrischen. Somit machen wir zunächst eine Hafenrundfahrt und besichtigen wasserseits das wunderschöne Schulschiff «Korch Fock».

Keine Weichspülkapitäne und Landratten
Weiter geht’s nach Laboe, einem Badeort in der Kieler Bucht. Unterdessen kommt richtig Wind auf. Um die Schiffe in den sehr kleinen Hafen zu bringen, gibt’s ein durchaus interessantes Manöver. Das Schiff positioniert sich quer zum Kopfsteg und lässt sich vom Wind mittig heran pressen. Unter Festmachung einer Leine kann nun mit vollem Motoreinsatz das Heck rückwärts in den Hafen bewegt werden. Die Leine ist so platziert, dass sich das Schiff an die Mole drückt. Mit einer Spring und weiteren Festmachern ist dann die Sache fix. Die Niederländer, bekannt für dieses Manöver mit sehr einfacher Motorisierung, zeigen diese Seemannsfertigkeiten mit Stolz und lachen laut über Modernisierungen wie Bugstrahlruder und Co… Das ist alles eher was für Weichspülkapitäne und Landratten.

Teamwork
Auf beiden Schiffen werden erste Erfahrungen gesammelt: Was können wir leisten? Wer befindet sich wo am besten und am sichersten an Bord? Welche Situationen brauchen besondere Aufmerksamkeit? Kochen, schauen, unterstützen, freuen und Spass haben, grosse und kleine Sorgen teilen – wir packen das gemeinsam an. Auch hier findet eine Art Sortierung statt. Wichtig: Wir lassen das Gewohnte zunächst mal an Land und arbeiten diese Reise übergreifend und dort, wo es einen gerade braucht.

Ein starker Spruch
Nach einem frühmorgendlichen Schwumm am Laboer Badestrand – auch Shaline macht mit und später gefolgt durch Aleksandar- laufe ich wieder Richtung Badetuch. Ich lese grossgeschrieben an der Betonkante «Probleme kann man nicht lösen mit der gleichen Denkart, wodurch diese entstanden sind». Ein Mottosatz, der passt wie die Faust aufs Auge.

Alle fit für das grosse Abenteuer
Dave und die beiden Skipper haben sich auf Route und Eigenschaften geeinigt, mit einen Koffer voller Optionen – weil es bekanntlich selten so kommt, wie man denkt. Aber ohne Ziele kommen wir nirgendwo hin. Nach einem guten Frühstück setzen wir um 10.00h Kurs nach Bagenkop, Dänemark und verlassen bald deutsche Gewässer. Alle sind gut drauf, etwas eingeschwungen und eingeschwabbelt, Leinen los…
Martin ist laut, sehr laut und schreit phasenweise pausenlos. Ich setze mich neben ihn, und wir schauen uns gemeinsam an, was so rund um uns passiert. Es ruhiget. Auch in mir. Danke, Martin. Jetzt bin ich parat. Let’s go.


28.6.22, Dave Siddiqui

Spiel- und Sporttag 2022

Dabei sein, Glanzlichter

Nach mehrjähriger, pandemiebedingter Pause konnten wir am Freitag, 17. Juni 2022 einen unserer schönsten Anlässe für Schülerinnen und Schüler sowie die Bewohnerinnen und Bewohner durchführen.

Verschiedenste barrierefreie Aktivitäten wurden von den Mitarbeitenden aller Bereiche und freiwilligen Helfern angeboten, sei es Säulirennen, Feuerlöschen mit der Wasserpumpe, Böötlifahren im Hallenbad, Erinnerungsfotos mit der Polaroidkamera und vieles mehr. Das Team der Tagesstruktur verzauberte die Turnhalle in einen magischen Zirkus mit Luftballons, Seifenblasen und einer Schaukel, auf der auch die Personen mit Rollstuhl mitschaukeln konnten.

Das Team von Hauswirtschaft und Küche verwöhnte alle Teilnehmenden mit feinen Salaten, Würsten und Hotdogs. Am Nachmittag folgte schliesslich die traditionelle Wasserschlacht sowie Rutschen auf der Wasserrutschbahn. Ein Glanzlicht für alle, die an diesem Tag bei wunderschönstem Wetter teilnehmen konnten!

Tiergestützte Aktivitäten in der sozialpädagogischen Arbeit

#insidevivala, Glanzlichter

Simone hat im Rahmen ihres Studiums zur Sozialpädagogin HF für ihre Abschlussarbeit ein Projekt zum Thema „Tiergestützte Aktivitäten“ durchgeführt und dieses anschliessend schriftlich dokumentiert und ausgewertet.

„Die Idee zu diesem Projekt entwickelte sich aus meiner Überzeugung heraus, dass die Methode der Tiergestützten Aktivitäten eine spannende und abwechslungsreiche Interventionsmöglichkeit in der Alltagsgestaltung unserer Klienten sein kann. Tiere, ob Haus- oder Nutztiere spielen schon seit vielen Jahrhunderten eine wichtige Rolle für unsere Gesellschaft. Sie sind Teil unserer Kultur und unseres Alltags. Das Angebot wurde somit auch in die Alltagsgestaltung der Bewohner/ innen integriert. Durch die regelmäßigen und abwechslungsreichen Angebote wurde Bewegungsförderung ermöglicht, welche die Gesundheit und das Wohlbefinden der Teilnehmenden unterstützt und soziale Gruppenprozesse ebenfalls davon profitierten. „Tiere wirken ganzheitlich und stellen oft schon an und für sich eine Ressource dar. Ihr Einsatz lässt sich zudem mit weiteren Ressourcen verbinden. Für die gesundheitsfördernde Wirkung von Tieren gibt es zahlreiche Belege. Tiere bringen uns zum Lachen, können uns trösten und den Alltag beleben. Sie fördern – ganz im Sinne der WHO – körperliche, seelisch- geistige und soziale Gesundheit und sind damit ein wichtiger Faktor in Prävention, Rehabilitation und Salutogenese ganz allgemein. Tierkontakt wirkt unspezifisch und spezifisch. Er kann Menschen helfen, Krankheit zu überwinden oder gar nicht erst krank zu werden. Er kann Lebensqualität erhöhen und Leid lindern.“ (Germann- Tillman/ Merklin/ Stamm Näf 2019, S. 47)

Für mein Projekt zeigte sich, zu meiner großen Freude der Erlebnisbauernhof „Wannenwis“ in Waldkirch bereit mit dem Vivala zusammenzuarbeiten. In einem persönlichen Gespräch erfuhr ich, dass die Inhaber selbst schon seit einiger Zeit darüber nachgedacht hatten, ihre Angebote einem größeren Publikum zu ermöglichen. Das Projekt war somit also auch für sie eine gute Gelegenheit, erste Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Menschen mit einer Behinderung zu sammeln.

Die Projektnachmittage gestalteten sich immer sehr abwechslungsreich und die Teilnehmenden hatten sichtlich Freude in Kontakt mit verschiedensten Tierarten zu kommen. Die Tiergestützten Aktivitäten motivierten die Teilnehmenden auch auf ganz spielerische Art, sich an der frischen Luft zu bewegen. Gemeinsam wurde viel gelacht und zeitweise auch gestaunt, als wir mit ungewöhnlichen Tierarten in Kontakt kamen.

Nachfolgend noch ein paar Eindrücke unserer gemeinsamen Nachmittage.

20.10.2021

Heute hatten wir Projektstart und alle Bewohner/ innen der Wohngruppe nahmen daran teil. Die Teilnehmenden entschieden sich am Vortag für einen Spaziergang mit den Alpakas. Nach dem Mittagessen ging es gemeinsam los. Nach einer halben Stunde Fahrt kamen wir am Bauernhof an und wurden freundlich von den Mitarbeitenden begrüßt. Nachdem alle aus dem Fahrzeug ausgestiegen waren und uns erklärt wurde, welche Aktivitäten anstanden, ging es auch schon zum Alpakagehege. Dort warteten bereits vier Alpakas mit Halfter und Leine zum Spazieren gehen. Gemeinsam starteten wir dann zu einem einstündigen Spaziergang. Zurück auf dem Hof, hatten die Teilnehmenden anschließend noch Gelegenheit die Alpakas zu füttern. Auch die Begegnungen mit den Meerschweinchen sowie den Pferden und Schildkröten gefiel den Teilnehmenden gut. Nach dem zweistündigen Aufenthalt machten wir uns wieder auf den Rückweg ins Vivala, wo wir gegen 17.00 Uhr eintrafen. Zusammen ließen wir die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren. Ein Teilnehmer informierte mich auch sogleich, dass er beim nächsten Mal gerne wieder mit dabei sein möchte.

10.11.2021

Wir starteten wieder nach der Mittagspause und machten uns auf den Weg zum Bauernhof. Wir parkten unser Fahrzeug am vereinbarten Treffpunkt, wo auch schon vier Alpakas und zwei Mitarbeitende des Hofs auf uns warteten. Nachdem alle ausgestiegen waren und wir eine kurze Einführung in den heutigen Nachmittag erhielten, spazierten wir los. Alle Teilnehmenden hatten Gelegenheit ein Alpaka zu führen. Die Teilnehmenden wirkten schon vertraut mit der Situation und hielten die Leine ihres Tieres selbstsicher in der Hand und marschierten los. Anfangs kamen wir problemlos vorwärts, bis wir auf einem Feldweg abbogen. Trotz einiger Hindernisse für die Rollstuhlfahrenden war die Stimmung gut und es wurde viel gelacht. Nach ungefähr einer Stunde Spaziergang erreichten wir wieder den Parkplatz unseres Fahrzeugs. Ein Mitarbeiter half den Rollstuhlfahrenden einzusteigen. Die anderen Teilnehmenden, die Mitarbeitenden des Hofs und ich liefen gemeinsam mit den Alpakas zu Fuß zurück zum Bauernhof.

Wie am Vormittag noch von einer Teilnehmerin gewünscht, folgte ein weiterer Besuch bei den Meerschweinchen. Eine Tierpflegerin holte ein Meerschweinchen, damit sie es streicheln konnte. Anschliessend bekam eine weitere Klientin noch die Gelegenheit eine Katze zu sehen, als diese über den Hof in unsere Richtung gelaufen kam. Die Katze liess die Berührungen problemlos zu und sich von ihren Streicheleinheiten verwöhnen.

Anschliessend machten wir uns wieder auf den Rückweg ins Vivala.

24.11.2021

Am Nachmittag des Projekttages fuhr ich diesmal nur mit zwei Teilnehmenden zum Bauernhof. Am heutigen Tag begleitete uns ein Mitarbeiter des Hofs während der Aktivitäten. Wir starteten mit Begegnungen zu den Pferden. Ein Teilnehmer entschied sich bereits am Vortag für die Pferde und einen Alpaka-Spaziergang. Die andere Teilnehmerin wählte für sich nur die Alpakas und kommunizierte dies mit Hilfe ihres Tablets, in dem sie auf die entsprechenden Bilder zeigte. Ihr wurde vor Ort aber ebenso das Angebot gemacht, auch mit zu den Pferden zu kommen, worauf sie einwilligte. Während der Begegnung hielt sie jedoch großzügigen Abstand und traute sich nicht in die Nähe. Der andere Teilnehmer zeigte sich hoch motiviert und hatte wieder Gelegenheit, mit Anleitung des Tierpflegers, das Pferd zu striegeln. Abschließend durfte die beiden das Pferd noch füttern.

Als nächstes gingen wir zum Alpakagehege und mit Unterstützung des Tierpflegers halfen beide den Tieren das Halfter anzulegen. Danach machten wir einen kurzen Spaziergang. Das Wetter verschlechterte sich zusehends und es fing leicht an zu regnen, weshalb wir entschieden wieder den direkten Rückweg zum Hof zu nehmen. Da wir noch etwa eine Stunde für weitere Aktivitäten zur Verfügung hatten, wurde den Teilnehmenden angeboten dabei mitzuhelfen, die Hängebauchschweine in ihr Wintergehege zu begleiten und es mit Stroh auszulegen. Beide stimmten zu.

Zum Abschluss hatten alle noch die Möglichkeit die Lemuren kennenzulernen und mit Bananen zu füttern. Das Wesen dieser Tiere ist sehr aufweckt und sie sind sehr neugierig. Die Tiere kamen auch zeitweise sehr nah zu den Klienten, so dass sie die Tiere auch anfassen konnten. Abgesehen vom schlechten Wetter, erlebten beide noch einen gelungenen und lustigen Abschluss des Nachmittags.

01.12.2021

Heute wurde der letzte Projektnachmittag durchgeführt. Leider zeichnete der Wetterbericht in den Tagen zuvor bereits ein düsteres Bild. Der 1.12. sollte leider ein kalter und verregneter Tag werden. Unsere Planung den Tag gemütlich mit Chili con Carne, Punch und Weihnachtsplätzchen am Lagerfeuer ausklingen zu lassen, stand unter keinem guten Stern. Im Team haben wir aus diesem Grund überlegt, den Ablauf anzupassen und das Abendessen nicht wie geplant auf dem Bauernhof durchzuführen, sondern wie bisher auf der Wohngruppe. Unser Vorhaben ein Lagerfeuer zu ermöglichen, wollte ich jedoch noch nicht ganz verwerfen und hoffte darauf, dass sich der angemeldete Regen in Grenzen hielt. Mit den Verantwortlichen des Bauernhofs vereinbarte ich, dass wir situativ entscheiden und abwarten wollten, wie sich das Wetter im Laufe des Nachmittags entwickelte. Die Angebote, welche für den letzten Projekttag zur Auswahl standen, wurden ebenfalls dem Wetter entsprechend angepasst. Zu den gewünschten Aktivitäten zählte auch diesmal wieder ein Alpaka-Spaziergang.

Als wir am Nachmittag wie gewohnt um halb drei ankamen, wurde den Teilnehmenden das Angebot gemacht, zu Beginn den Spaziergang mit den Alpakas zu unternehmen. Das Wetter war zu dieser Zeit noch regenfrei und wir wollten die Gelegenheit nutzen, um das Angebot noch realisieren zu können. Wir liefen diesmal eine Strecke von etwa fünfzehn Minuten. Der Spaziergang verlief gut und alle Teilnehmenden zeigten mit ihrem Lachen, dass ihnen die Aktivität gefiel. Zurück auf dem Hof, halfen alle gemeinsam mit, die Alpakas wieder zurück in ihr Gehege zu bringen. Als nächstes folgte die Begegnung mit den Pferden. Die Teilnehmenden durften unter Anleitung ein Pferd striegeln. Diesmal traute sich sogar jene Teilnehmerin in die Nähe der Pferde und striegelte mit meiner Unterstützung für eine paar Minuten eines der Tiere, welche zuvor ihnen gegenüber unsicher und ängstlich war. Dieser Moment war sehr eindrücklich und schön, da die Klientin offensichtlich ihre Unsicherheit gegenüber den Tieren abbaute und sich das erste Mal traute einem Pferd näher zu kommen und es sogar anzufassen. Inzwischen fing es an zu regnen und der Wind nahm an Stärke zu.

Wir beendeten den Besuch bei den Pferden und machten uns auf den Weg in das Tropenhaus. Die Klienten durften eine weiße Schlange kennenlernen und sie auch berühren. Der Tierpfleger öffnete auch wieder für einen Moment das Lemuren-Gehege, so dass die Tiere herauskommen und die Teilnehmenden ihnen sehr nah sein konnten. Mit Hilfe von Futterschalen wurden Bananen gefüttert und zeitweise ließen sich die Tiere auch anfassen. Draußen regnete es inzwischen sehr stark und ich besprach mich mit dem Mitarbeiter des Hofs bezüglich Lagerfeuer. Unter diesen Bedingungen schien es uns unmöglich, dem Wunsch der Teilnehmenden nachzukommen. Der Mitarbeiter schlug eine Alternative vor, welche es uns trotzdem noch ermöglichen sollte, ein Feuer zu entfachen. Er organisierte ein Art Feuertonne mit Rohr. Gemeinsam machten wir uns mit den Teilnehmenden auf den Weg zu einer Terrasse, welche über ein Dach vom Regen geschützt war. Trotz dem inzwischen sehr stürmischen und kalten Wetters, war es uns doch noch möglich den Projektabschluss mit Punsch und Weihnachtsplätzchen, um ein warmes Feuer zu genießen. Den Teilnehmenden schien das Improvisieren wenig zu stören. Es wurde immer noch gelacht und die Stimmung war gut. Nachdem die Getränke leer und die Plätzchen gegessen waren, verabschiedeten wir uns wieder von den Mitarbeitenden des Hofs. Trotz den etwas ungünstigen Bedingungen, äußerten sich wieder alle Bewohner/ innen über den letzten Tag positiv. Anschließend machten wir uns auf den Rückweg ins Vivala.

Zurück in der Institution, wartete schon ein Teamkollege mit einem warmen Chili con Carne auf uns. Gemeinsam ließen wir so noch den letzten Projekttag gemütlich ausklingen.“

Impressionen der Einweihungsfeier vom 30.4.2022

#insidevivala, Glanzlichter

Am 30.4.2022 durften wir mit vielen Gästen die Einweihung unserer Wohnhäuser feiern. Das Interesse an unseren Neubauten war riesig. Bewohnerinnen und Bewohner, ihre Angehörigen und Freunde, interessierte Fachleute, Journalisten und ehemalige Mitarbeitende fanden ihren Weg ins Haus B. Unsere Vivala-Guides führten gemeinsam mit Reto Scherrer die Gäste durch die schönen, hellen Räume, zeigten ihnen die Nasszellen und Bewohnerzimmer. Das Vivala-Team und der Elternrat verwöhnten die zahlreichen Gäste mit feinem Essen und Kuchen! Ein echtes Highlight für alle TeilnehmerInnen

Lernen und Begegnung: Tag der Hauswirtschaft 2022

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Glanzlichter

Nach zwei Jahren Unterbruch konnten wir am vergangenen Montag 21. März 2022 den beliebten «Tag der Hauswirtschaft» gemeinsam begehen.

Begegnung, Lernen und Experimentieren, aber auch Genuss, standen an diesem Tag im Zentrum. Die interessierten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen konnten Einblick nehmen in die Lingerie, mit den Reinigungsfachpersonen Geräte austesten und Lebensmittel kosten in der Küche.

Danke an die Mitarbeitenden der Küche, Hausdienst und Wäscherei, die an diesem frühlingshaften Tag so ein schönes Fest der Begegnung gestaltet haben.

Ferienwoche in Cannobio. Ein Rückblick

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Glanzlichter

Eine Ferienwoche für Menschen mit Beeinträchtigung will gut organisiert sein. Doch nicht nur Organisation ist wichtig, es braucht Freude am Tun, Neugier und Humor. Die beiden erfahrenen, langjährigen Betreuer Peter und Peter beschreiben hier ihre Erfahrungen.

Samstag, 11.09.21

Am Nachmittag Ankunft in Cannobio, Zimmer verteilen, Koffer auspacken, Betten richten und im Anschluss eine kurze Siesta nach der langen anstrengenden Fahrt. Am Abend gibt es ein feines Abendessen im Restaurant unten im Haus. Gegen 21:00 Uhr müde zu Bett gegangen. Auch unser tapferer Bus hat einen schönen und sicheren Platz in der Hofeinfahrt bekommen.

Sonntag, 12.09.21

Am Morgen Einkauf im nahegelegenen Einkaufsmarkt fürs Frühstück. J. geht mit, da er die grösste Freude dabei hat und vor allem Erfahrung von den Einkäufen zu Hause. Auch die nächsten Tage möchte J. immer wieder dabei sein. Am Vormittag Besuch des Marktes in Cannobio entlang des Lago Maggiore. Die Bewohner kaufen sich mit viel Begeisterung an den Ständen Dinge ein, die ihnen gefallen. Anschl. noch ein Stadtbummel durch die schöne Altstadt von Cannobio. Abends gehen wir wieder fein essen, überwiegend Pizza und Spaghetti.

Montag, 13.09.21

Nach einem ausgedehnten Brunch machen wir einen Spaziergang durch die Altstadt und die Promenade entlang. Nach einer Stunde zeigt F. Ermüdungserscheinungen, ein Weiterlaufen ist deswegen nicht mehr möglich. Mit letzter Kraft schaffen wir es ins Haus zurück. F. benötigt mehrere Stunden, um wieder richtig wach zu werden.

Dienstag, 14.09.21

Für heute haben wir uns vorgenommen, einen längeren Fussmarsch durchzuführen, um den ortsnahen Campingplatz Riviera zu besuchen. F. ist wieder so weit hergestellt, dass er gut mitlaufen kann. Dort angekommen, haben wir uns mit Cola und Kaffee gestärkt und sind die ganze Strecke am See entlang wieder zurückgelaufen. Je eine kleine Portion Spaghetti lässt uns wieder zu Kräften kommen. Am Abend Abschluss des Tages im hauseigenen Restaurant La Prace.

Mittwoch, 15.09.21

Wetterumschwung ist angesagt. Schon Tage zuvor wissen wir, was auf uns zukommt. 100 % Regenwahrscheinlichkeit. Bereits am Morgen ist der Himmel durchgängig grau in grau. Wir lassen uns jedoch davon nicht abschrecken und machen das Beste daraus. Gegen 10:00 Uhr setzt Starkregen ein. Erst ab dem frühen Nachmittag können wir einen Stadtbummel machen. M. kauft sich eine Jacke und wir können doch noch an der Strandpromenade etwas Trinken gehen. Am Abend geniessen wir das Essen in «unserem» Restaurant.

Donnerstag, 16.09.21

Auch für heute ist wieder Regen angesagt, der jedoch erst am Abend einsetzt, was uns natürlich sehr freut. Nach einem ausgedehnten Brunch geht es durch die Altstadt und zur Strandpromenade. An einen längeren Spaziergang, wie die Tage zuvor, ist nicht zu denken. M. klagt vorzu über Schmerzen in den Beinen. Deshalb schlendern wir gemütlich durch die Altstadtgassen nach Hause. Gegen Abend gehen wir das letzte Mal in unser Lieblingsrestaurant fein Essen und verabschieden uns vom sehr freundlichen Personal.

Freitag, 17.09.21

Die ersten Bewohner sind bereits früh am Morgen wach, denn sie wissen, dass es auf grosse Fahrt nach Hause geht. Nachdem alle Koffer gepackt und im Bus verstaut sind, fahren wir nach Übergabe des Hauses los. Wir lassen uns viel Zeit und geniessen die schöne Landschafft, die an uns vorüberzieht. Unterwegs geht’s noch in ein Restaurant fein essen, bis wir schliesslich gegen 16:30 Uhr wieder zu Hause sind.

Im Nachhinein war es ein rundum gelungenes Ferienlager. Es gab weder Spannungen noch schwierige Situationen unter den Bewohnern. Wir Betreuungspersonen sind stolz, dass wir den Bewohnern ein, in der kurzen Zeit unvergessliches Ferienlager ermöglichen konnten.

Ein rundum gelungenes Grillfest!

#insidevivala, Dabei sein, Glanzlichter

Bei herrlichem Sonnenschein und warmen Temperaturen waren wir zum 10ten Mal bei Familie Baldo zum Gartengrillfest eingeladen.

Die Vorfreude für alle Beteiligten auf das Fest bei Familie Baldo war sehr gross. Als wir ankamen, wurden wir herzlichst empfangen und begrüsst. Der Grill war schon warm und es gab Bratwurst, verschiedene Fleisch- und Gemüsespiesse. Wunderbar hergerichtet und schmackhaft waren auch die verschiedenen selbstgemachten Salate. Verdursten mussten wir auch nicht, jeder konnte frei wählen, was er trinken wollte. Es gab verschiedene alkoholfreie und -haltige Angebote.

Nach dem Grillen sassen wir noch einige Zeit draussen im Garten und genossen den lauen Sommerabend bei einem feinen Dessert und Kaffee.
Es war rundum ein gelungenes Grillfest und wir fuhren zufrieden, gut gelaunt und gesättigt zurück ins Vivala.

Einen grossen Dank an Familie Baldo, dass sie sich so viel Mühe geben, ein so schönes Fest jedes Jahr für uns zu gestalten. Es ist für uns alle immer ein Höhepunkt im Jahr, auf den sich alle freuen.

Wohngruppe 11

Kreatives Gestalten und Schaffen in der Tagesstruktur

#insidevivala, Dabei sein, Glanzlichter

Die Tagesstruktur sorgt mit ihrem breiten und ansprechenden Angebot für Entwicklungs­möglichkeiten und Abwechslung im Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner.

Eines der vielen Angebote unserer Tagesstruktur ist das Malatelier. Hier können die Bewohnerinnen und Bewohner unter Anleitung von Kunst- und Arbeitsagoginnen verschiedenste Techniken ausprobieren und üben.

Ganz gleich ob mit Pinsel oder Schwamm, mit Schablonen, Stempeln oder Spachtel – die Bewohnerinnen und Bewohner können ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Winterkontrasttag auf Skiern

#insidevivala, Dabei sein, Glanzlichter

Im Rahmen des Winterkontrasttages zog es unsere skibegeisterten Kinder und Jugendlichen aus dem Vivala ins teilweise verschneite Toggenburg. Auf den Pisten konnten sie ihre Fertigkeiten beim Skifahren gleich an zwei Tagen zeigen und erweitern.

Nach der Ankunft der Taxis am Mittwochmorgen wird ein Vivalabus und ein Auto mit all dem Gepäck beladen. Marianne ordnet im Bus geschickt Koffer, Skis, Stöcke, Helme, Handschuhe, Kuschelbären, Skibrillen, Essen, Kinder und Erwachsene. Alle haben ihren Platz und freuen sich auf dieses Abenteuer. Obwohl das Wetter sich nicht gerade von der besten Seite zeigt und auch die Prognose nicht top ist, herrscht super Stimmung. Als Ehrengast und erfahrene Skifahrerin dürfen wir Lilo Kälin begrüssen, die in ihrem Alltag als pensionierte Heilpädagogin Zeit gefunden hat, uns zu begleiten.

Unter der Leitung von Claudia Thöny steuern wir eine bereits von den letzten Jahren bekannte Piste in Wildhaus an. Unterwegs stellen wir fest, dass die Piste laut Internet noch immer geschlossen ist. Was ist dort los? Verweilt der Sturm Sabine noch auf diesem Berg? Unten an der Talstation informiert uns ein Mitarbeiter der Bergbahnen, dass wirklich Sabine Schuld ist: zwei grosse Tannen liegen auf dem Masten. Der Skilift muss erst repariert werden und steht uns nicht zur Verfügung. So unternehmen wir die ersten Fahrversuche am Ponylift neben der Talstation. Fürs Mittagessen gehen wir dann den weiten Weg zur Sesselbahn, die uns hoch ins Oberdorf bringt. Belohnt werden wir mit einer Familienplatte gefüllt mit Wienerli, Pommes und Chicken Nuggets. Trotz kalten Temperaturen und starkem Schneefall fahren wir immer wieder diesen Übungshang hinunter. Die Mutigen probieren sogar die Wippe / Schanze aus.

Gegen Abend machen wir es uns im Johanneum in Neu St. Johann gemütlich. Dort steht uns eine ganze Wohngruppe mit Spielsachen und allem, was wir brauchen zur Verfügung. Nach einer ruhigen Nacht mit viel Schlaf sitzen die Einen motiviert am Frühstückstisch und freuen sich auf den zweiten Skitag. Andere fragen sich eher: „Was? Schon wieder Skifahren?“

Den zweiten Tag fahren wir nach Unterwasser. Von der Talstation aus geht es mit der eindrücklichen Standseilbahn hoch aufs Iltios. Dort oben herrscht wunderbares Wetter. Das sind für uns schönste Bedingungen, um die Skifahr-Fertigkeiten weiter auszubauen. Vor- und Nachmittag sieht das Programm so aus: auf dem Übungsteppich hoch, Skispitzen zusammen, den Hügel hinunter fahren, dabei ein oder zwei Kurven um die Tore schwingen, auch einmal eine etwas schnellere Fahrt wagen und wieder unten am Lift anstehen. Für die Fortgeschrittenen geht es sogar mit dem Bügellift etwas weiter den Berg hinauf und dann etwas schneller wieder den Berg hinunter. Alle haben grossen Spass und machen in dieser kurzen Zeit super Fortschritte. Mit vielen neuen Erfahrungen und spannenden Begegnungen im Gepäck werden die zufriedenen Kinder und Jugendlichen nach Hause gefahren.

Sabrina Favazzo, Leitung Therapie