Zwei Fachfrauen Hauswirtschaft erzählen

#insidevivala, Ein Blick hinter die Kulissen, Glanzlichter, Lernen im Vivala

Michelle und Rebecca haben vor einigen Tagen ihre Ausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft EFZ erfolgreich abgeschlossen. In diesem Interview berichten Sie, was sie während ihrer Lehre im Vivala bewegt und begeistert hat:

Wie seid ihr auf diesen Beruf aufmerksam geworden?

Rebecca: Eine gute Freundin hat mir damals den Tipp gegeben, mich im Vivala (ehemals Friedheim) für eine Schnupperlehre zu bewerben.Das tat ich dann auch und bekam danach auch die Lehrstelle als Hauswirtschaftspraktikerin EBA. Anschliessend absolvierte ich die Ausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft EFZ.

Michelle: Ich bin bei meiner Cousine schnuppern gegangen. Sie arbeitete damals im Unispital Zürich, als Bereichsleiterin in der Hauswirtschaft. Dort konnte ich mir einen guten Einblick von der Hauswirtschaft machen.

Was gefällt euch besonders daran? Welche Arbeiten?

Rebecca: Das Abwechseln der Einsätze auf den verschiedenen Abteilungen in der Hauswirtschaft (Reinigung, Wäscherei und Küche). So wurde es nie langweilig und man lernte immer wieder etwas Neues dazu. Zwischendurch waren wir auch im Service eingeteilt, was ich cool finde. Die Begegnungen mit den Bewohnern, das gefällt mir wirklich sehr. Dass man hier im Betrieb auch mit ihnen zusammenarbeiten kann, macht besonders viel Spass und auch Freude.

Michelle: Am besten finde ich die Abwechslung in unserem Beruf. Es wird einem nie langweilig. Alles was man lernt, kann man im Alltag z. B. zu Hause gebrauchen. Mir persönlich gefallen deshalb alle Arbeiten.

Rebecca: Grundsätzlich gefallen mir alle Arbeiten die ich zu erledigen habe. Die einen halt mehr und die anderen ein bisschen weniger. Aber das ist sicher in jedem Beruf genauso.

Welche Highlights erlebt ihr in eurem Berufsalltag im Vivala?

Michelle: Ein Highlight ist für mich sicher die Zusammenarbeit mit den Bewohnern in den Abteilungen.

Rebecca: Es gab immer wieder Highlights hier im Betrieb. Zum Beispiel alle zwei Jahre das Open Air oder die Vivala Chilbi. Jährlich findet auch der Spiel- und Sporttag statt der jeweils besonders viel Spass macht. Auch das Jubiläumsjahr 2017 war etwas ganz Besonderes mit den vielen kleineren und grösseren Anlässen rund ums Vivala.

Welche Schattenseiten hat euer Beruf?

Rebecca: Dass mehr als die Hälfe der Tätigkeiten Reinigungsarbeiten sind, die wir erledigen müssen, was mehr oder weniger Spass macht. Oder auch, dass jeder Betrieb anders ist als die restlichen Betriebe, die man kennt, bzw. dass nicht alle genau gleich sind. Das ist aber wiederum auch gut.

Michelle: Meist ist es selbstverständlich in den Betrieben, dass es immer sauber ist, frische Wäsche da ist und alles funktioniert in der Hauswirtschaft. Was ich in unserem Betrieb schön finde, weil man bei uns sehr darauf achtet. Bei vielen Schulkolleginnen und Schulkollegen ist das leider nicht so.

Was würdest du einer Freundin oder einem Freund raten, wenn sie oder er diesen Beruf lernen möchte?

Michelle: Ich würde ihm/ihr raten, dass man flexibel sein sollte, gute Nerven, Mitgefühl und Freude an dem Kontakt mit Menschen haben sollte. Wenn man Abwechslung gerne mag, ist es genau das richtige.

Rebecca: Dass sie oder er sich zuerst gut über den Beruf und die Anforderungen informiert. Schnuppern, wenn möglich in verschiedenen Betrieben, ist von grossem Vorteil. So kann man sich darauf einstellen und weiss was auf einen zukommt.

Vielen Dank und alles Gute für eure weitere Zukunft!

Ferien im Allgäu

#insidevivala, Dabei sein, Glanzlichter

Sechs Betreute und ihre Begleitpersonen aus drei Wohngruppen der Stiftung Vivala konnten im Allgäu eine schöne, barrierefreie Ferienwoche geniessen. Nebst Erkundungstouren kam auch das Leibliche Wohl nicht zu kurz.

So fuhren wir mit dem Vivala-Bus ins schöne Allgäu nach Leutkirch, wo wir uns im Centerpark für eine Woche gemütlich einrichten würden. Im Centerpark konnten wir einige attraktive Angebote wie einen Besuch auf dem Bauern, Shopping, Badespass im Aqua Mundo und Rutschenspass im Wasser nutzen.

Wir genossen immer wieder gemeinsame Momente in der ganzen Gruppe auf der Shoppingtour durch München, ein gemeinsames Abendessen in Ravensburg oder hoch hinaus im Sky work-Baumwipfelweg in Scheidegg. Auch in kleinen Gruppen wurden viele individuelle Ausflüge gemacht um mehr zu sehen und zu erleben in diesen Ferien.

So konnten Kinoabende zu zweit oder ein Ausflug auf den Affenberg problemlos ermöglicht werden, ebenso wie Rodeln, Bergbahnen fahren oder einfach nochmals baden im Park. Natürlich kam in den Ferien kamen auch die Geniesser auf ihre Kosten: vom feinsten Flammkuchen oder doch lieber Maultaschen und ein kühles Bier – für jeden Geschmack war immer etwas dabei.

Das schöne Wetter kam zwar erst am Abreisetag , doch wir liessen uns davon unsere gute Laune nicht vermiesen! Trotz Regen und Kälte genossen alle diese Woche in vollen Zügen!

Katja

Barrierefreie Ferienwoche in der Schweiz!

#insidevivala, Dabei sein, Glanzlichter

Was braucht es für eine richtig schöne, genussreiche Ferienwoche für unsere Menschen mit einer Beeinträchtigung?

  • Eine barrierefreie, wohlwollende Umgebung
  • Schönes Wetter
  • Möglichkeiten, mal so richtig shoppen zu gehen
  • Feines Essen
  • Nette Bedienung
  • Ausflüge an Orte, an die man so nicht einfach kommt
  • Miteinander lachen und das Leben geniessen

Unsere Ferienwoche in Richterswil verlief genau so: Zuerst hat es geschüttet wie aus Kübeln! Wir nutzten den verregneten Dienstag für einen Besuch im Seedammcenter. Wer wollte, konnte die verschiedensten Geschäfte besuchen, sich schöne Kleider aussuchen, ein Mitbringsel für die Familie kaufen.

Am Mittwoch schliesslich machten wir unsere obligate Reise auf dem Zürichsee. Die Helvetia ist ein tolles Schiff und die Crew war sehr hilfsbereit. So machen Ferien Spass. Auch die Jugendherberge Richterswil ist barrierefrei gebaut. Das Team der Jugendherberge war supernett. Am Donnerstag war es strahlend schönes Wetter und wir genossen den Nachmittag auf der Halbinsel. Sogar ein Bad im kühlen See war möglich!

Was uns in dieser Woche begeisterte: wie unglaublich rücksichtsvoll und tolerant unsere Bewohnerinnen und Bewohner miteinander umgehen. Wenn es ein Hindernis zu bewältigen galt, halfen sie einander. Das war eine wirklich schöne Woche!

Impressionen vom Tag der Hauswirtschaft 2019

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen

Am diesjährigen „Tag der Hauswirtschaft“ konnten interessierte Bewohnerinnen und Bewohner, Schülerinnen und Schüler sowie Mitarbeitende wiederum einen Einblick in die verschiedenen Bereiche der Hauswirtschaft nehmen.

An verschiedenen Posten im ganzen Haus konnten die Teilnehmenden Früchte kosten, Ballonfische fangen, malen, Rüebli schnetzeln und sich zum Thema „Stop Food Waste“ informieren.

Internationaler Tag der Hauswirtschaft 2019: „Wirtschaft beginnt mit Hauswirtschaft“

#insidevivala, Dabei sein

Wie jedes Jahr am 21. März organisieren wir intern ein spezielles Programm für unsere Bewohnerinnen und Bewohner, Schüler und Mitarbeitenden.

Das diesjährige Motto lautet: „FOOD CARE – STOP FOOD WASTE!“

Wir stecken mitten in den Vorbereitungen und freuen uns jetzt schon auf die vielen Begegnungen und staunenden Augen:

„Fühlen – Sehen – Berühren – Riechen – Hören – Mitmachen“

Unsere Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit durch die verschiedenen Aktivitäten in den Bereichen Reinigung, Küche und Wäscherei einen Einblick in die Hauswirtschaft zu bekommen.

Natürlich bieten wir diverse Getränke und feine Snacks in der Cafeteria im Speisesaal an, sowie den beliebten Wettbewerb. Wir freuen uns auf euch!





„Wild Wild West“ im Thurgauer Dörfli

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Glanzlichter, Lernen im Vivala

Die Fasnacht ist seit vielen Jahren ein grosses und wichtiges Fest im Vivala. An diesem Tag – oder besser: an diesem Abend – darf wild getanzt, gefeiert und gesungen werden. Mit einem Blick hinter die Kulissen möchten wir euch zeigen, wieviel Arbeit und Engagement in so einem Anlass steckt, denn am 13. Februar 2019 ab 17 Uhr ist es wieder soweit!

Claude und Dave sind in diesem Jahr die Organisatoren der Vivala-Fasnacht. Die beiden jungen Fachmänner Betreuung, die auf der gleichen Wohngruppe im Vivala tätig sind, haben sich engagiert an diese Aufgabe gemacht. Dass sie seit einigen Jahren zusammenarbeiten und wissen, wie der andere jeweils „tickt“, ist ein grosser Vorteil bei der Planung eines solchen Anlasses.

So war die erste Herausforderung, eine Location zu finden, die sowohl Partyfeeling für all die Besucher verspricht, als auch barrierefrei ist. Sie stiessen über einen Freund auf das „Thurgauer Dörfli“, welches im Inline Drom gleich neben dem Stadion Güttingersreuti liegt. Das rustikale Innere der Räumlichkeiten inspirierte die beiden Organisatoren auch sogleich zum diesjährigen Motto „Wild Wild West“.

So hat Dave in den letzten Wochen auch die passende Playlist für diesen Abend zusammengestellt. Die Musik soll nämlich Spass machen, zum Motto „Wild Wild West“ passen und auch für fasnächtliche Stimmung sorgen. Dave ist sich sicher, dass er hier den richtigen Geschmack der Besucherinnen und Besucher treffen wird. Er wird am 13. Februar denn auch am Mischpult stehen.

Claude gibt einen weiteren Einblick in die Organisation: „Wie in jedem Jahr sind auch 2019 unsere Lernenden mit von der Partie. Sie stehen an der Bar, helfen beim Auf- und Abbau und werden für eine gute Stimmung sorgen. Wir freuen uns auf jede Menge Gäste.“ Schliesslich will der Wilde Westen im Herzen des Thurgaus gefeiert werden!

 

Ein Besuch im Atelier

#insidevivala, Dabei sein, Geschenkideen aus dem Blickfang

In unserem Blickfang-Laden könnt ihr seit einigen Wochen Töpferei-Artikel aus unserer eigenen Produktion kaufen. Gerne nehmen wir euch mit auf einen Entdeckungsrundgang in eines unserer Ateliers.

Die Mitarbeitenden bereiten die Arbeitsplätze vor. Sie richten das Werkzeug und das Material aus dem nun schöne Töpfereiprodukte entstehen werden.

Die Bewohnerinnen und Bewohner gehen nun ans Werk und formen Kugeln. So erhält jede der Tonkugeln ihre individuelle Form.

Gemeinsam gehts besser. Eine Bewohnerin wallt den Ton aus. Hier werden dekorative Tonsachen für den Garten entstehen.

Vor dem Brennvorgang werden die Kugeln bemalt.

Nach vielen Stunden Arbeit sind schliesslich wunderschöne Produkte entstanden, die als Mitbringsel Freude bereiten werden. Wir freuen uns auf euren Besuch bei uns im Blickfang-Laden!

Fünf junge Berufsleute im Gespräch

#insidevivala, Lernen im Vivala

Andrina, Claude, Milena, Selina und Pascal haben im Juli 2018 ihren Berufsabschluss zur Fachfrau / Fachmann Betreuung gemacht. In diesem Interview geben sie einen Einblick in die Berufsausbildung im Vivala.

Was gefällt euch an eurem Beruf?

Andrina: Am meisten gefällt mir die Zusammenarbeit mit den beeinträchtigten Personen. Es bereitet mir Freude, sie in ihrem Alltag zu unterstützen, zu fördern oder auch einfach nur ein offenes Ohr für sie zu haben. Ich erlebe täglich neue Herausforderungen und Highlights. Anders als in einem Spital betreuen wir im Vivala die Bewohner und Bewohnerinnen über eine lange Zeit und können so eine Beziehung zu ihnen aufbauen. Auch die Arbeit im Team ist für mich etwas Schönes. Wir unterstützen uns gegenseitig und profitieren voneinander.

Claude: Zusammen mit einem Menschen mit Beeinträchtigung etwas erarbeiten, das ihm hilft, sein Alltagsleben zu meistern. Man ist für die Organisation für die Betreuten zuständig was heisst: z.B. Coiffeur-Besuch, Ausflüge machen, Kuchen backen und den Betreuten das Alltagsleben zu koordinieren. Man bekommt sehr viel Vertrauen und kann viele Arbeiten selbständig erledigen.

Milena: Mir gefällt an diesem Beruf besonders, dass das Miteinander sehr wichtig ist. Mir macht es grossen Spass, die Klienten im Alltag zu begleiten und ihnen die nötige Unterstützung zu geben. Als Fachfrau Behindertenbetreuung ist kein Tag gleich wie der andere; jeder bringt neue Herausforderungen und schöne Momente. Die Klienten geben einem sehr viel zurück.

„Ich erlebe täglich neue Herausforderungen und Highlights“

Andrina

Pascal: Ich habe sehr gerne Menschen um mich und es ist sehr erfreulich, sie bei ihrer Entwicklung begleiten zu dürfen und ihre Lebensfreude zu beobachten.

Selina: Das Fördern, Begleiten und Unterstützen von Menschen mit einer Beeinträchtigung bereitet mir grosse Freude. Es ist auch immer sehr schön, die Fortschritte zu sehen, die ein Kind macht. Das Zusammenarbeiten mit den verschiedenen Bereichen ist sehr interessant. Man hört so viele unterschiedliche Ansichten und kann diese Perspektiven berücksichtigen.

Was sind die Schattenseiten des Berufs?

Selina: Wenn man diesen Beruf erlernen will muss einem klar sein, dass die Bewohner und Bewohnerinnen, egal ob es Kinder oder Erwachsene sind, zum Teil die ganze Woche inklusive Wochenende auf der Wohngruppe sein könnten. Das heisst für uns Mitarbeiter, dass wir auch am Wochenende arbeiten und unregelmässige Arbeitszeiten haben. Auch geteilte Dienste sind in diesem Bereich nichts Aussergewöhnliches.

Milena: Die unregelmässigen Arbeitszeiten sind sicherlich eine grosse Herausforderung der man sich stellen muss. Eine Aufgabe der Fachfrau Betreuung ist es auch für Ordnung und Sauberkeit auf der Gruppe zu sorgen, dies macht Mal mehr und Mal weniger Spass.

Pascal: Die Schattenseiten des Berufs sind Schichtdienste, Wochenenddienste und personelle Engpässe, welche sich negativ auf die Betreuung der Bewohner auswirken können. Dazu kommt noch eine gewisse körperliche Belastung.

Andrina: Wie gesagt bringt der Beruf auch Herausforderungen mit sich. Mit physischer oder psychischer Gewalt konfrontiert zu werden, ist belastend. Ebenfalls schwierig ist zu sehen, wenn es einem Bewohner oder einer Bewohnerin nicht gut geht. Für solche Situationen haben wir geregelte Abläufe und auch Ansprechpersonen, die einen in herausfordernden Situationen unterstützen. Es ist wichtig, dass man lernt, sich abzugrenzen und die Arbeit hinter sich zu lassen, wenn man Feierabend hat. Der Beruf Fachfrau Betreuung in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung hat in der Gesellschaft einen nicht so hohen Stellenwert. Das finde ich schade. Oft muss man sich rechtfertigen, weshalb gut ausgebildete Betreuungspersonen wichtig sind.

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Was muss eine Lernende mitbringen, damit sie diesen Beruf erlernen kann?

Milena: Eine Fachfrau Betreuung arbeitet im Team mit verschiedenen Berufen sowie mit den Klienten. Eine der wichtigsten Kompetenzen ist sicherlich, dass die Person Freude am Umgang mit Menschen hat. Auch ist eine gewisse Belastbarkeit von Vorteil, um mit schwierigen Situationen umgehen zu können. Aber das Wichtigste ist die Freude gemeinsam mit den Klienten den Alltag zu gestalten und sie in ihrem Tun zu unterstützen.

„Ich denke, es braucht viel Selbst- und Sozialkompetenz“

Pascal

Selina: Primär ist es mal wichtig, dass man Freude, Menschlichkeit, Motivation, Flexibilität, Spontanität und viel Energie mitbringt. Alles andere lernt man an der Berufsschule oder direkt im Betrieb und während der Arbeit mit den zu betreuenden Menschen.

Andrina: Teamfähigkeit, Empathie und Reflexionsbereitschaft sind wichtige Eigenschaften als Fachfrau Betreuung. Ebenfalls muss sich eine Lernende bewusst sein, dass in unserem Beruf hauswirtschaftliche Tätigkeiten dazu gehören. Die Wohngruppe muss regelmässig gereinigt werden und je nach Wohngruppe wird auch das Abendessen selber zubereitet.

Claude: Ganz viel Empathie, Flexibilität und Geduld, die man für die Bewohner und Team benötigt. Eine Portion Selbstsicherheit und den Mut haben die eigene Meinung zu vertreten zu können, die Bereitschaft auch an seiner eigenen Persönlichkeit zu arbeiten, in dem man seine eigenen Muster analysiert.

Was würdet ihr einer Freundin, einem Freund raten, der sich für diesen Beruf interessiert?

Pascal: Mach ein Praktikum, wenn dir der Beruf dann immer noch gefällt, kannst du dir sicher sein, dass es das Richtige ist für dich.

Claude: Mehrmals einen Schnuppertag oder eine Schnupperwoche absolvieren, um möglichst ein einheitliches Bild zu bekommen. Jeder Mensch ist anders, entsprechend sind auch die Wohngruppen unterschiedlich. Zudem würde ich die Heimphilosophie gut anschauen den es gibt ganz unterschiedliche Ansätze wie man die Menschen mit Behinderungen begleitet.

„Bei mir war es so, dass ich sofort gespürt habe, dass es das ist was ich machen möchte.“

Milena

Andrina: Mit dem Beruf Fachfrau/Fachmann Betreuung kann man mit unterschiedlichem Klientel zusammenarbeiten. Es gibt die Fachrichtung Kinderbetreuung und die Fachrichtung Behindertenbetreuung. Je nach Behinderungsart unterscheidet sich die Arbeit der FaBe stark. Das Schnuppern war für mich eine wichtige Erfahrung. Ich konnte mir anfangs nur schwer vorstellen, was man in diesem Beruf genau macht, ob ich mir diese Arbeit zutraue und ob sie mir gefällt.

Milena: Auf einer Wohngruppe bekommt man die Möglichkeit einen Einblick in die Arbeit als FaBe zu erhalten. In einer Institution ist eine ganz andere Atmosphäre, als wenn man die Menschen mit speziellen Bedürfnissen ausserhalb der Institution sieht. Bei mir war es so, dass ich sofort gespürt habe, dass es das ist was ich machen möchte.

Wie erlebtet ihr die Ausbildung im Vivala?

Andrina: Für mich waren es drei sehr lehrreiche und kurzweilige Jahre. Ich fühlte mich während der Ausbildung in der Regel gut begleitet. Während der Lehre durfte ich die Berufsmaturitätsschule besuchen, dies war oft sehr anstrengend, doch bin ich dankbar für diese Möglichkeit und die Unterstützung des Betriebes.

Claude: Ich empfand die Ausbildung als anspruchsvoll, weil Theorie und Praxis sich teilweise nur bedingt verknüpfen lassen, und dabei zu erahnen welche Handlungsansätze die richtigen sind. Dabei konnte ich jederzeit mich auf das Team verlassen und konnte entsprechend Rückfragen stellen oder erhielt auch die Unterstützung.

„Ich habe die drei Jahre mit den Kindern sehr genossen.“

Selina

Selina: Die Ausbildung hier in der Stiftung Vivala war eine sehr lehrreiche und schöne Zeit. Ich habe die drei Jahre mit den Kindern sehr genossen. Durch die Berufsbildnerin wurde ich gut begleitet und unterstützt und ich werde vieles auf meinen weiteren Lebensweg mitnehmen.

Milena: Im Vivala hat die Ausbildung einen sehr hohen Stellenwert. Es wird sich sehr viel Zeit für die Ausbildung von Lernenden genommen. Auch empfand ich es als sehr angenehm, dass es mehrere Lernende in der Stiftung hatte, mit welchen man sich austauschen konnte.

Was ist vielleicht der Unterschied zu anderen Ausbildungsinstitutionen?
Milena: Im Vivala wechselt man jedes Jahr die Wohngruppe; dies ermöglicht einem einen Einblick in verschiedene Gruppen. Dabei lernt man verschiedene Gruppendynamiken, Handlungsgrundsätze sowie verschiedene Arten von Beeinträchtigungen kennen. Ich empfand dies als sehr positiv. Zudem haben wir einen Lernendentreff, dieser findet halbjährlich statt: Dabei können sich die Lernenden austauschen und den gemeinsamen Kontakt pflegen. Zudem haben wir als einzige Institution im Thurgau ein Lehrlingslager. Dabei geht jede Lernende/r mit einem Klienten eine Woche gemeinsam ins Lager. Für mich war das immer ein Höhepunkt im Jahr. Man durfte dabei eine Woche wie eine „richtige“ FaBe arbeiten. Auch konnte man den Kontakt zu den anderen Lernenden intensiv pflegen.

„Hier erarbeitet man alles selber, mittels Modelllehrgang, dabei wird man durch einen Berufsbildner unterstützt.“

Claude

Claude: In meiner ersten Ausbildung hatte ich viel mehr interne Kurse, wo man fachspezifische Fächer nochmals angeschaut hat und auf die eigenen Betriebsregeln eingegangen ist. Hier erarbeitet man alles selber, mittels Modelllehrgang, dabei wird man durch einen Berufsbildner unterstützt.

Selina: Das Vivala ist im Vergleich zu anderen Institutionen ein eher grösserer Betrieb und bietet daher auch mehr Weiterbildungen an, wie zum Beispiel den Kinästhetik-Grundkurs.

Pascal: Ich denke, dass man auf Grund des Gruppenwechsels mit vielen verschiedenen Behinderungsformen in Kontakt kommt und diese kennen lernt. Ich habe den Eindruck, dass dies nicht in allen Institutionen der Fall ist.

Andrina: In der Stiftung Vivala wechseln die Lernenden jedes Jahr die Wohngruppe. Somit hatte ich die Gelegenheit in den drei Jahren Lehre drei verschiedene Teams und drei Wohngruppen mit unterschiedlichen Bewohnern/Bewohnerinnen kennenzulernen. Diese Wechsel empfand ich als sehr lehrreich.

 

Vielen Dank an Milena, Andrina, Pascal, Selina und Claude für dieses Interview!

Lehrabschluss Fachleute Betreuung 2018