Wir stechen in See!

Segeltörn

Hier im Blog findet ihr in den nächsten 10 Tagen Bilder und Berichte von unserer Segelreise in der Ostsee. Wir freuen uns auf eure Feedbacks und Fragen!

Wir schaffen die letzten Kisten Proviant an Bord und dann gehts los…

Workshops „Unterstützte Kommunikation“ im Vivala

Allgemein

Kommunikation ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Die Unterstützte Kommunikation ist ein wichtiges Hilfsmittel für unsere Bewohnerinnen und Bewohner im Vivala. Dabei können auf diverse Arten Kompetenzen erworben werden. Dies ist mit viel Arbeit, stetiger Überprüfung und Zeit verbunden.  

Gemeinsam kommen wir Schritt für Schritt weiter und können uns entwickeln.

Der UK-Workshop findet in regelmässigen Abständen statt. Dabei treffen sich die UK-Verantwortlichen der einzelnen Wohn- und Tagesstrukturgruppen des Bereichs Erwachsene. Diese bilden sich regelmässig im Bereich UK weiter, dies auch in Zusammenarbeit mit den Fachpersonen des Kinderbereichs.

Gemeinsam arbeiten wir an einer Struktur, die für die Mitarbeitenden als Grundgerüst oder Leitlinie dienen soll und die Bewohnerinnen und Bewohnern unterstützt, sich auszudrücken. Ein aktuelles Thema ist die einheitliche Beschriftung in den Räumen, Gebäuden wie auch auf Hilfsmitteln, wie iPads und Talkern. Dies dient der Orientierung und gibt Sicherheit. Die Workshops sind auch eine Plattform für Austausch, Inputs, Erfahrungen weitergeben und/oder sammeln, aktuelle Herausforderungen anschauen und nach Lösungen suchen.

Wir arbeiten gemeinsam daran, die Selbständigkeit unserer Bewohnerinnen und Bewohner zu erhöhen, Teilhabe zu ermöglichen und das soziale Miteinander durch Kommunikation zu stärken.  

Valeska Cerf

Spiel- und Sporttag 2022

Dabei sein, Glanzlichter

Nach mehrjähriger, pandemiebedingter Pause konnten wir am Freitag, 17. Juni 2022 einen unserer schönsten Anlässe für Schülerinnen und Schüler sowie die Bewohnerinnen und Bewohner durchführen.

Verschiedenste barrierefreie Aktivitäten wurden von den Mitarbeitenden aller Bereiche und freiwilligen Helfern angeboten, sei es Säulirennen, Feuerlöschen mit der Wasserpumpe, Böötlifahren im Hallenbad, Erinnerungsfotos mit der Polaroidkamera und vieles mehr. Das Team der Tagesstruktur verzauberte die Turnhalle in einen magischen Zirkus mit Luftballons, Seifenblasen und einer Schaukel, auf der auch die Personen mit Rollstuhl mitschaukeln konnten.

Das Team von Hauswirtschaft und Küche verwöhnte alle Teilnehmenden mit feinen Salaten, Würsten und Hotdogs. Am Nachmittag folgte schliesslich die traditionelle Wasserschlacht sowie Rutschen auf der Wasserrutschbahn. Ein Glanzlicht für alle, die an diesem Tag bei wunderschönstem Wetter teilnehmen konnten!

Tiergestützte Aktivitäten in der sozialpädagogischen Arbeit

#insidevivala, Glanzlichter

Simone hat im Rahmen ihres Studiums zur Sozialpädagogin HF für ihre Abschlussarbeit ein Projekt zum Thema „Tiergestützte Aktivitäten“ durchgeführt und dieses anschliessend schriftlich dokumentiert und ausgewertet.

„Die Idee zu diesem Projekt entwickelte sich aus meiner Überzeugung heraus, dass die Methode der Tiergestützten Aktivitäten eine spannende und abwechslungsreiche Interventionsmöglichkeit in der Alltagsgestaltung unserer Klienten sein kann. Tiere, ob Haus- oder Nutztiere spielen schon seit vielen Jahrhunderten eine wichtige Rolle für unsere Gesellschaft. Sie sind Teil unserer Kultur und unseres Alltags. Das Angebot wurde somit auch in die Alltagsgestaltung der Bewohner/ innen integriert. Durch die regelmäßigen und abwechslungsreichen Angebote wurde Bewegungsförderung ermöglicht, welche die Gesundheit und das Wohlbefinden der Teilnehmenden unterstützt und soziale Gruppenprozesse ebenfalls davon profitierten. „Tiere wirken ganzheitlich und stellen oft schon an und für sich eine Ressource dar. Ihr Einsatz lässt sich zudem mit weiteren Ressourcen verbinden. Für die gesundheitsfördernde Wirkung von Tieren gibt es zahlreiche Belege. Tiere bringen uns zum Lachen, können uns trösten und den Alltag beleben. Sie fördern – ganz im Sinne der WHO – körperliche, seelisch- geistige und soziale Gesundheit und sind damit ein wichtiger Faktor in Prävention, Rehabilitation und Salutogenese ganz allgemein. Tierkontakt wirkt unspezifisch und spezifisch. Er kann Menschen helfen, Krankheit zu überwinden oder gar nicht erst krank zu werden. Er kann Lebensqualität erhöhen und Leid lindern.“ (Germann- Tillman/ Merklin/ Stamm Näf 2019, S. 47)

Für mein Projekt zeigte sich, zu meiner großen Freude der Erlebnisbauernhof „Wannenwis“ in Waldkirch bereit mit dem Vivala zusammenzuarbeiten. In einem persönlichen Gespräch erfuhr ich, dass die Inhaber selbst schon seit einiger Zeit darüber nachgedacht hatten, ihre Angebote einem größeren Publikum zu ermöglichen. Das Projekt war somit also auch für sie eine gute Gelegenheit, erste Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Menschen mit einer Behinderung zu sammeln.

Die Projektnachmittage gestalteten sich immer sehr abwechslungsreich und die Teilnehmenden hatten sichtlich Freude in Kontakt mit verschiedensten Tierarten zu kommen. Die Tiergestützten Aktivitäten motivierten die Teilnehmenden auch auf ganz spielerische Art, sich an der frischen Luft zu bewegen. Gemeinsam wurde viel gelacht und zeitweise auch gestaunt, als wir mit ungewöhnlichen Tierarten in Kontakt kamen.

Nachfolgend noch ein paar Eindrücke unserer gemeinsamen Nachmittage.

20.10.2021

Heute hatten wir Projektstart und alle Bewohner/ innen der Wohngruppe nahmen daran teil. Die Teilnehmenden entschieden sich am Vortag für einen Spaziergang mit den Alpakas. Nach dem Mittagessen ging es gemeinsam los. Nach einer halben Stunde Fahrt kamen wir am Bauernhof an und wurden freundlich von den Mitarbeitenden begrüßt. Nachdem alle aus dem Fahrzeug ausgestiegen waren und uns erklärt wurde, welche Aktivitäten anstanden, ging es auch schon zum Alpakagehege. Dort warteten bereits vier Alpakas mit Halfter und Leine zum Spazieren gehen. Gemeinsam starteten wir dann zu einem einstündigen Spaziergang. Zurück auf dem Hof, hatten die Teilnehmenden anschließend noch Gelegenheit die Alpakas zu füttern. Auch die Begegnungen mit den Meerschweinchen sowie den Pferden und Schildkröten gefiel den Teilnehmenden gut. Nach dem zweistündigen Aufenthalt machten wir uns wieder auf den Rückweg ins Vivala, wo wir gegen 17.00 Uhr eintrafen. Zusammen ließen wir die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren. Ein Teilnehmer informierte mich auch sogleich, dass er beim nächsten Mal gerne wieder mit dabei sein möchte.

10.11.2021

Wir starteten wieder nach der Mittagspause und machten uns auf den Weg zum Bauernhof. Wir parkten unser Fahrzeug am vereinbarten Treffpunkt, wo auch schon vier Alpakas und zwei Mitarbeitende des Hofs auf uns warteten. Nachdem alle ausgestiegen waren und wir eine kurze Einführung in den heutigen Nachmittag erhielten, spazierten wir los. Alle Teilnehmenden hatten Gelegenheit ein Alpaka zu führen. Die Teilnehmenden wirkten schon vertraut mit der Situation und hielten die Leine ihres Tieres selbstsicher in der Hand und marschierten los. Anfangs kamen wir problemlos vorwärts, bis wir auf einem Feldweg abbogen. Trotz einiger Hindernisse für die Rollstuhlfahrenden war die Stimmung gut und es wurde viel gelacht. Nach ungefähr einer Stunde Spaziergang erreichten wir wieder den Parkplatz unseres Fahrzeugs. Ein Mitarbeiter half den Rollstuhlfahrenden einzusteigen. Die anderen Teilnehmenden, die Mitarbeitenden des Hofs und ich liefen gemeinsam mit den Alpakas zu Fuß zurück zum Bauernhof.

Wie am Vormittag noch von einer Teilnehmerin gewünscht, folgte ein weiterer Besuch bei den Meerschweinchen. Eine Tierpflegerin holte ein Meerschweinchen, damit sie es streicheln konnte. Anschliessend bekam eine weitere Klientin noch die Gelegenheit eine Katze zu sehen, als diese über den Hof in unsere Richtung gelaufen kam. Die Katze liess die Berührungen problemlos zu und sich von ihren Streicheleinheiten verwöhnen.

Anschliessend machten wir uns wieder auf den Rückweg ins Vivala.

24.11.2021

Am Nachmittag des Projekttages fuhr ich diesmal nur mit zwei Teilnehmenden zum Bauernhof. Am heutigen Tag begleitete uns ein Mitarbeiter des Hofs während der Aktivitäten. Wir starteten mit Begegnungen zu den Pferden. Ein Teilnehmer entschied sich bereits am Vortag für die Pferde und einen Alpaka-Spaziergang. Die andere Teilnehmerin wählte für sich nur die Alpakas und kommunizierte dies mit Hilfe ihres Tablets, in dem sie auf die entsprechenden Bilder zeigte. Ihr wurde vor Ort aber ebenso das Angebot gemacht, auch mit zu den Pferden zu kommen, worauf sie einwilligte. Während der Begegnung hielt sie jedoch großzügigen Abstand und traute sich nicht in die Nähe. Der andere Teilnehmer zeigte sich hoch motiviert und hatte wieder Gelegenheit, mit Anleitung des Tierpflegers, das Pferd zu striegeln. Abschließend durfte die beiden das Pferd noch füttern.

Als nächstes gingen wir zum Alpakagehege und mit Unterstützung des Tierpflegers halfen beide den Tieren das Halfter anzulegen. Danach machten wir einen kurzen Spaziergang. Das Wetter verschlechterte sich zusehends und es fing leicht an zu regnen, weshalb wir entschieden wieder den direkten Rückweg zum Hof zu nehmen. Da wir noch etwa eine Stunde für weitere Aktivitäten zur Verfügung hatten, wurde den Teilnehmenden angeboten dabei mitzuhelfen, die Hängebauchschweine in ihr Wintergehege zu begleiten und es mit Stroh auszulegen. Beide stimmten zu.

Zum Abschluss hatten alle noch die Möglichkeit die Lemuren kennenzulernen und mit Bananen zu füttern. Das Wesen dieser Tiere ist sehr aufweckt und sie sind sehr neugierig. Die Tiere kamen auch zeitweise sehr nah zu den Klienten, so dass sie die Tiere auch anfassen konnten. Abgesehen vom schlechten Wetter, erlebten beide noch einen gelungenen und lustigen Abschluss des Nachmittags.

01.12.2021

Heute wurde der letzte Projektnachmittag durchgeführt. Leider zeichnete der Wetterbericht in den Tagen zuvor bereits ein düsteres Bild. Der 1.12. sollte leider ein kalter und verregneter Tag werden. Unsere Planung den Tag gemütlich mit Chili con Carne, Punch und Weihnachtsplätzchen am Lagerfeuer ausklingen zu lassen, stand unter keinem guten Stern. Im Team haben wir aus diesem Grund überlegt, den Ablauf anzupassen und das Abendessen nicht wie geplant auf dem Bauernhof durchzuführen, sondern wie bisher auf der Wohngruppe. Unser Vorhaben ein Lagerfeuer zu ermöglichen, wollte ich jedoch noch nicht ganz verwerfen und hoffte darauf, dass sich der angemeldete Regen in Grenzen hielt. Mit den Verantwortlichen des Bauernhofs vereinbarte ich, dass wir situativ entscheiden und abwarten wollten, wie sich das Wetter im Laufe des Nachmittags entwickelte. Die Angebote, welche für den letzten Projekttag zur Auswahl standen, wurden ebenfalls dem Wetter entsprechend angepasst. Zu den gewünschten Aktivitäten zählte auch diesmal wieder ein Alpaka-Spaziergang.

Als wir am Nachmittag wie gewohnt um halb drei ankamen, wurde den Teilnehmenden das Angebot gemacht, zu Beginn den Spaziergang mit den Alpakas zu unternehmen. Das Wetter war zu dieser Zeit noch regenfrei und wir wollten die Gelegenheit nutzen, um das Angebot noch realisieren zu können. Wir liefen diesmal eine Strecke von etwa fünfzehn Minuten. Der Spaziergang verlief gut und alle Teilnehmenden zeigten mit ihrem Lachen, dass ihnen die Aktivität gefiel. Zurück auf dem Hof, halfen alle gemeinsam mit, die Alpakas wieder zurück in ihr Gehege zu bringen. Als nächstes folgte die Begegnung mit den Pferden. Die Teilnehmenden durften unter Anleitung ein Pferd striegeln. Diesmal traute sich sogar jene Teilnehmerin in die Nähe der Pferde und striegelte mit meiner Unterstützung für eine paar Minuten eines der Tiere, welche zuvor ihnen gegenüber unsicher und ängstlich war. Dieser Moment war sehr eindrücklich und schön, da die Klientin offensichtlich ihre Unsicherheit gegenüber den Tieren abbaute und sich das erste Mal traute einem Pferd näher zu kommen und es sogar anzufassen. Inzwischen fing es an zu regnen und der Wind nahm an Stärke zu.

Wir beendeten den Besuch bei den Pferden und machten uns auf den Weg in das Tropenhaus. Die Klienten durften eine weiße Schlange kennenlernen und sie auch berühren. Der Tierpfleger öffnete auch wieder für einen Moment das Lemuren-Gehege, so dass die Tiere herauskommen und die Teilnehmenden ihnen sehr nah sein konnten. Mit Hilfe von Futterschalen wurden Bananen gefüttert und zeitweise ließen sich die Tiere auch anfassen. Draußen regnete es inzwischen sehr stark und ich besprach mich mit dem Mitarbeiter des Hofs bezüglich Lagerfeuer. Unter diesen Bedingungen schien es uns unmöglich, dem Wunsch der Teilnehmenden nachzukommen. Der Mitarbeiter schlug eine Alternative vor, welche es uns trotzdem noch ermöglichen sollte, ein Feuer zu entfachen. Er organisierte ein Art Feuertonne mit Rohr. Gemeinsam machten wir uns mit den Teilnehmenden auf den Weg zu einer Terrasse, welche über ein Dach vom Regen geschützt war. Trotz dem inzwischen sehr stürmischen und kalten Wetters, war es uns doch noch möglich den Projektabschluss mit Punsch und Weihnachtsplätzchen, um ein warmes Feuer zu genießen. Den Teilnehmenden schien das Improvisieren wenig zu stören. Es wurde immer noch gelacht und die Stimmung war gut. Nachdem die Getränke leer und die Plätzchen gegessen waren, verabschiedeten wir uns wieder von den Mitarbeitenden des Hofs. Trotz den etwas ungünstigen Bedingungen, äußerten sich wieder alle Bewohner/ innen über den letzten Tag positiv. Anschließend machten wir uns auf den Rückweg ins Vivala.

Zurück in der Institution, wartete schon ein Teamkollege mit einem warmen Chili con Carne auf uns. Gemeinsam ließen wir so noch den letzten Projekttag gemütlich ausklingen.“

Impressionen der Einweihungsfeier vom 30.4.2022

#insidevivala, Glanzlichter

Am 30.4.2022 durften wir mit vielen Gästen die Einweihung unserer Wohnhäuser feiern. Das Interesse an unseren Neubauten war riesig. Bewohnerinnen und Bewohner, ihre Angehörigen und Freunde, interessierte Fachleute, Journalisten und ehemalige Mitarbeitende fanden ihren Weg ins Haus B. Unsere Vivala-Guides führten gemeinsam mit Reto Scherrer die Gäste durch die schönen, hellen Räume, zeigten ihnen die Nasszellen und Bewohnerzimmer. Das Vivala-Team und der Elternrat verwöhnten die zahlreichen Gäste mit feinem Essen und Kuchen! Ein echtes Highlight für alle TeilnehmerInnen

Wir segeln wieder!

#insidevivala, Dabei sein, Segeltörn

Seit 2008 ermöglichen wir im 3-Jahres-Rhythmus einem Teil unserer Bewohnerinnen und Bewohner – in Zusammenarbeit mit mindestens einer weiteren Institution – eine unvergessliche Segelreise auf der Ostsee. Alle Teilnehmenden sind immer sehr begeistert und erzählen noch lange von den wunderbaren Erlebnissen. Auch 2022 planen wir wieder einen 12-tägigen Segeltörn.

Gesamthaft freuen sich 32 Menschen mit einer Beeinträchtigung aus der Stiftung Vivala Weinfelden, Verein Besmerhuus Kreuzlingen und Stiftung Andante Steckborn bereits jetzt auf das grosse Abenteuer und auf die Meeresbrise in der Nase. Sie werden während der Reise von zwölf Mitarbeitenden aus den Institutionen rund um die Uhr fachlich und mit Herz begleitet.

Auf zwei beeindruckenden Traditionsseglern erkunden wir in Kiel startend die Meeresfläche zwischen Dänemark, Schweden und Deutschland. Wir machen jeden Abend in einem anderen Hafen fest. Landgänge ermöglichen uns spannende Ausflüge und das Kennenlernen von Land und Leuten. Alle Mitreisenden packen ihrem Können entsprechend auf dem Schiff mit an.

Die vergangenen Segelabenteuer haben gezeigt, dass das «Institutionsübergreifende» wichtig ist und neue Kontakte ermöglicht. Es haben sich über die bisherigen Reisen dauerhafte Freundschaften entwickelt, was uns zutiefst beeindruckt hat. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Segeltörn.

Wir halten euch auf unseren verschiedenen Kanälen wie Facebook, Instagram, dem Vivala-Blog und Twitter auf dem Laufenden.

Freude herrscht!

#insidevivala, Lernen im Vivala


Zusammen mit weiteren Absolvent*innen aus nah (Münchwilen) und fern (Bern, Schwäbisch Hall) erlangten heute unsere Mitarbeiterinnen Miriam, Marianne und Christine das Zertifikat «Kinaesthetics Peertutorin».

Die Geschäftsleitung freut sich ausserordentlich darüber, dass sich weitere Peertutor*innen aus eigenen Reihen befähigen konnten und gratulieren ganz herzlich zur erlangten Qualifikation.

Wir ermutigen die taufrischen sowie langjährigen Peertutor*innen im Alltag dranzubleiben, die eigene Kompetenz und Bewegungskompetenz von Menschen mit Beeinträchtigung weiterhin aktiv zu nutzen, zu entwickeln und Erkenntnisse möglichst im kollegialen Umfeld zu sichern.

Es ist kein Zufall, dass wir seit 25 Jahren Kinaesthetics schulen und vorantreiben. Ende November 2022 stellen wir das Vivala-Symposium „25 Jahre in Bewegung“ auf die Beine!

Lernen und Begegnung: Tag der Hauswirtschaft 2022

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Glanzlichter

Nach zwei Jahren Unterbruch konnten wir am vergangenen Montag 21. März 2022 den beliebten «Tag der Hauswirtschaft» gemeinsam begehen.

Begegnung, Lernen und Experimentieren, aber auch Genuss, standen an diesem Tag im Zentrum. Die interessierten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen konnten Einblick nehmen in die Lingerie, mit den Reinigungsfachpersonen Geräte austesten und Lebensmittel kosten in der Küche.

Danke an die Mitarbeitenden der Küche, Hausdienst und Wäscherei, die an diesem frühlingshaften Tag so ein schönes Fest der Begegnung gestaltet haben.

Mitgestalten und teilhaben: Unser Lehrlingslager

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Lernen im Vivala

Seit vielen Jahren findet jeweils im Oktober ein «Lehrlingslager» statt. In dieser Woche gestalten unsere Lernenden, angehende Fachpersonen Betreuung, gemeinsam mit ihren Bewohnerinnen und Bewohner ein Ferienangebot. Begleitet werden sie dabei von ausgebildeten Fachpersonen.

Alina und Sina, beide haben im August 2021 mit ihrer Ausbildung zur Fachfrau Betreuung begonnen, schildern hier ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen:

«Das Lehrlingslager fand in den Herbstferien 2021 statt. Wegen Corona konnte das Lager nur bedingt so gestaltet werden wie in den Vorjahren. Wir machten diverse Tagesausflüge vom Vivala aus und nutzten die Gelegenheit um die anderen BewohnerInnen wie auch Lernenden besser kennenzulernen.

Tag 1: Der erste Tag fand ohne BewohnerInnen statt. Wir trafen uns in der Oase gemeinsam mit Sandro und Melissa. Dort erhielten wir diverse Informationen zu der Woche, wie sie aussehen wird und was unsere Aufgabe ist. Kurz darauf erhielten wir den Auftrag einen Kinoabend für Donnerstag zu arrangieren. Es war eine gute Gelegenheit, um die anderen Lernenden kennenzulernen. Wir teilten unsere Aufgaben auf und fingen an zu organisieren.

Tag 2: Am zweiten Tag durften nun auch die BewohnerInnen am Programm teilnehmen. Wir machten eine Schnitzeljagd durch Weinfelden und wurden am Mittag mit Pizza belohnt. Den Nachmittag durften wir alle individuell mit den BewohnerInnen gestalten. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf und starteten in das Nachmittagsprogramm. Die eine Gruppe blieb im Vivala und machte einen gemütlichen Filmnachmittag, während die anderen nach Weinfelden gingen.

Tag 3: Den Mittwochmorgen durften wir noch einmal frei gestalten. Hauptsächlich nutzten wir ihn, um die Einkäufe für den Kinoabend zu erledigen. Die einen gingen einkaufen, während die anderen einen kleinen Spaziergang machten. Als die Einkaufsgruppe zurückkam, backten wir einen Bananenkuchen. Es war spannend zu sehen, wie viel die BewohnerInnen selber können und wie oft wir sie auch unterschätzen. Am Mittag stärkten wir uns noch einmal auf der WG, bevor wir am Nachmittag gemeinsam «öpflä» gingen. Wir halfen fleissig, alle Äpfel aufzusammeln und in die Container zu werfen. Selbst die RollstuhlfahrerInnen durften mithelfen und hatten einen riesigen Plausch. Am Schluss wurden wir mit frischgepresstem Apfelsaft belohnt.

Tag 4: Heute war Kinoabend angesagt. Wir assen auf der Wohngruppe Zmittag und haben uns dann wieder in der Oase getroffen. Dort wurden dann noch die letzten Vorbereitungen für den Abend erledigt. Es wurde eingekauft, umgestellt und Essen zubereitet. Am Abend trafen dann nach und nach alle BewohnerInnen ein und wir schauten gemeinsam Mr. Bean. Der Abend war definitiv ein Erfolg, alle BewohnerInnen und auch die BetreuerInnen schienen es zu geniessen.

Tag 5: Am fünften und auch letzten Tag sind wir gemütlich gestartet. Wir trafen uns um 10:00 in der Oase zum Brunch. Es war ein schöner Abschluss dieser aussergewöhnlichen Woche. Wir genossen alle den gemütlichen Start in den Tag und das letzte Zusammensein dieser Woche. Am Nachmittag gingen die BewohnerInnen wieder auf ihre Wohngruppen und wir Lernenden reflektierten gemeinsam mit Sandro und Melissa die vergangene Woche. »

Alina und Sina

Ferienwoche in Cannobio. Ein Rückblick

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Glanzlichter

Eine Ferienwoche für Menschen mit Beeinträchtigung will gut organisiert sein. Doch nicht nur Organisation ist wichtig, es braucht Freude am Tun, Neugier und Humor. Die beiden erfahrenen, langjährigen Betreuer Peter und Peter beschreiben hier ihre Erfahrungen.

Samstag, 11.09.21

Am Nachmittag Ankunft in Cannobio, Zimmer verteilen, Koffer auspacken, Betten richten und im Anschluss eine kurze Siesta nach der langen anstrengenden Fahrt. Am Abend gibt es ein feines Abendessen im Restaurant unten im Haus. Gegen 21:00 Uhr müde zu Bett gegangen. Auch unser tapferer Bus hat einen schönen und sicheren Platz in der Hofeinfahrt bekommen.

Sonntag, 12.09.21

Am Morgen Einkauf im nahegelegenen Einkaufsmarkt fürs Frühstück. J. geht mit, da er die grösste Freude dabei hat und vor allem Erfahrung von den Einkäufen zu Hause. Auch die nächsten Tage möchte J. immer wieder dabei sein. Am Vormittag Besuch des Marktes in Cannobio entlang des Lago Maggiore. Die Bewohner kaufen sich mit viel Begeisterung an den Ständen Dinge ein, die ihnen gefallen. Anschl. noch ein Stadtbummel durch die schöne Altstadt von Cannobio. Abends gehen wir wieder fein essen, überwiegend Pizza und Spaghetti.

Montag, 13.09.21

Nach einem ausgedehnten Brunch machen wir einen Spaziergang durch die Altstadt und die Promenade entlang. Nach einer Stunde zeigt F. Ermüdungserscheinungen, ein Weiterlaufen ist deswegen nicht mehr möglich. Mit letzter Kraft schaffen wir es ins Haus zurück. F. benötigt mehrere Stunden, um wieder richtig wach zu werden.

Dienstag, 14.09.21

Für heute haben wir uns vorgenommen, einen längeren Fussmarsch durchzuführen, um den ortsnahen Campingplatz Riviera zu besuchen. F. ist wieder so weit hergestellt, dass er gut mitlaufen kann. Dort angekommen, haben wir uns mit Cola und Kaffee gestärkt und sind die ganze Strecke am See entlang wieder zurückgelaufen. Je eine kleine Portion Spaghetti lässt uns wieder zu Kräften kommen. Am Abend Abschluss des Tages im hauseigenen Restaurant La Prace.

Mittwoch, 15.09.21

Wetterumschwung ist angesagt. Schon Tage zuvor wissen wir, was auf uns zukommt. 100 % Regenwahrscheinlichkeit. Bereits am Morgen ist der Himmel durchgängig grau in grau. Wir lassen uns jedoch davon nicht abschrecken und machen das Beste daraus. Gegen 10:00 Uhr setzt Starkregen ein. Erst ab dem frühen Nachmittag können wir einen Stadtbummel machen. M. kauft sich eine Jacke und wir können doch noch an der Strandpromenade etwas Trinken gehen. Am Abend geniessen wir das Essen in «unserem» Restaurant.

Donnerstag, 16.09.21

Auch für heute ist wieder Regen angesagt, der jedoch erst am Abend einsetzt, was uns natürlich sehr freut. Nach einem ausgedehnten Brunch geht es durch die Altstadt und zur Strandpromenade. An einen längeren Spaziergang, wie die Tage zuvor, ist nicht zu denken. M. klagt vorzu über Schmerzen in den Beinen. Deshalb schlendern wir gemütlich durch die Altstadtgassen nach Hause. Gegen Abend gehen wir das letzte Mal in unser Lieblingsrestaurant fein Essen und verabschieden uns vom sehr freundlichen Personal.

Freitag, 17.09.21

Die ersten Bewohner sind bereits früh am Morgen wach, denn sie wissen, dass es auf grosse Fahrt nach Hause geht. Nachdem alle Koffer gepackt und im Bus verstaut sind, fahren wir nach Übergabe des Hauses los. Wir lassen uns viel Zeit und geniessen die schöne Landschafft, die an uns vorüberzieht. Unterwegs geht’s noch in ein Restaurant fein essen, bis wir schliesslich gegen 16:30 Uhr wieder zu Hause sind.

Im Nachhinein war es ein rundum gelungenes Ferienlager. Es gab weder Spannungen noch schwierige Situationen unter den Bewohnern. Wir Betreuungspersonen sind stolz, dass wir den Bewohnern ein, in der kurzen Zeit unvergessliches Ferienlager ermöglichen konnten.