Mitgestalten und teilhaben: Unser Lehrlingslager

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Lernen im Vivala

Seit vielen Jahren findet jeweils im Oktober ein «Lehrlingslager» statt. In dieser Woche gestalten unsere Lernenden, angehende Fachpersonen Betreuung, gemeinsam mit ihren Bewohnerinnen und Bewohner ein Ferienangebot. Begleitet werden sie dabei von ausgebildeten Fachpersonen.

Alina und Sina, beide haben im August 2021 mit ihrer Ausbildung zur Fachfrau Betreuung begonnen, schildern hier ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen:

«Das Lehrlingslager fand in den Herbstferien 2021 statt. Wegen Corona konnte das Lager nur bedingt so gestaltet werden wie in den Vorjahren. Wir machten diverse Tagesausflüge vom Vivala aus und nutzten die Gelegenheit um die anderen BewohnerInnen wie auch Lernenden besser kennenzulernen.

Tag 1: Der erste Tag fand ohne BewohnerInnen statt. Wir trafen uns in der Oase gemeinsam mit Sandro und Melissa. Dort erhielten wir diverse Informationen zu der Woche, wie sie aussehen wird und was unsere Aufgabe ist. Kurz darauf erhielten wir den Auftrag einen Kinoabend für Donnerstag zu arrangieren. Es war eine gute Gelegenheit, um die anderen Lernenden kennenzulernen. Wir teilten unsere Aufgaben auf und fingen an zu organisieren.

Tag 2: Am zweiten Tag durften nun auch die BewohnerInnen am Programm teilnehmen. Wir machten eine Schnitzeljagd durch Weinfelden und wurden am Mittag mit Pizza belohnt. Den Nachmittag durften wir alle individuell mit den BewohnerInnen gestalten. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf und starteten in das Nachmittagsprogramm. Die eine Gruppe blieb im Vivala und machte einen gemütlichen Filmnachmittag, während die anderen nach Weinfelden gingen.

Tag 3: Den Mittwochmorgen durften wir noch einmal frei gestalten. Hauptsächlich nutzten wir ihn, um die Einkäufe für den Kinoabend zu erledigen. Die einen gingen einkaufen, während die anderen einen kleinen Spaziergang machten. Als die Einkaufsgruppe zurückkam, backten wir einen Bananenkuchen. Es war spannend zu sehen, wie viel die BewohnerInnen selber können und wie oft wir sie auch unterschätzen. Am Mittag stärkten wir uns noch einmal auf der WG, bevor wir am Nachmittag gemeinsam «öpflä» gingen. Wir halfen fleissig, alle Äpfel aufzusammeln und in die Container zu werfen. Selbst die RollstuhlfahrerInnen durften mithelfen und hatten einen riesigen Plausch. Am Schluss wurden wir mit frischgepresstem Apfelsaft belohnt.

Tag 4: Heute war Kinoabend angesagt. Wir assen auf der Wohngruppe Zmittag und haben uns dann wieder in der Oase getroffen. Dort wurden dann noch die letzten Vorbereitungen für den Abend erledigt. Es wurde eingekauft, umgestellt und Essen zubereitet. Am Abend trafen dann nach und nach alle BewohnerInnen ein und wir schauten gemeinsam Mr. Bean. Der Abend war definitiv ein Erfolg, alle BewohnerInnen und auch die BetreuerInnen schienen es zu geniessen.

Tag 5: Am fünften und auch letzten Tag sind wir gemütlich gestartet. Wir trafen uns um 10:00 in der Oase zum Brunch. Es war ein schöner Abschluss dieser aussergewöhnlichen Woche. Wir genossen alle den gemütlichen Start in den Tag und das letzte Zusammensein dieser Woche. Am Nachmittag gingen die BewohnerInnen wieder auf ihre Wohngruppen und wir Lernenden reflektierten gemeinsam mit Sandro und Melissa die vergangene Woche. »

Alina und Sina

Zwei Fachfrauen Hauswirtschaft erzählen

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Michelle und Rebecca haben vor einigen Tagen ihre Ausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft EFZ erfolgreich abgeschlossen. In diesem Interview berichten Sie, was sie während ihrer Lehre im Vivala bewegt und begeistert hat:

Wie seid ihr auf diesen Beruf aufmerksam geworden?

Rebecca: Eine gute Freundin hat mir damals den Tipp gegeben, mich im Vivala (ehemals Friedheim) für eine Schnupperlehre zu bewerben.Das tat ich dann auch und bekam danach auch die Lehrstelle als Hauswirtschaftspraktikerin EBA. Anschliessend absolvierte ich die Ausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft EFZ.

Michelle: Ich bin bei meiner Cousine schnuppern gegangen. Sie arbeitete damals im Unispital Zürich, als Bereichsleiterin in der Hauswirtschaft. Dort konnte ich mir einen guten Einblick von der Hauswirtschaft machen.

Was gefällt euch besonders daran? Welche Arbeiten?

Rebecca: Das Abwechseln der Einsätze auf den verschiedenen Abteilungen in der Hauswirtschaft (Reinigung, Wäscherei und Küche). So wurde es nie langweilig und man lernte immer wieder etwas Neues dazu. Zwischendurch waren wir auch im Service eingeteilt, was ich cool finde. Die Begegnungen mit den Bewohnern, das gefällt mir wirklich sehr. Dass man hier im Betrieb auch mit ihnen zusammenarbeiten kann, macht besonders viel Spass und auch Freude.

Michelle: Am besten finde ich die Abwechslung in unserem Beruf. Es wird einem nie langweilig. Alles was man lernt, kann man im Alltag z. B. zu Hause gebrauchen. Mir persönlich gefallen deshalb alle Arbeiten.

Rebecca: Grundsätzlich gefallen mir alle Arbeiten die ich zu erledigen habe. Die einen halt mehr und die anderen ein bisschen weniger. Aber das ist sicher in jedem Beruf genauso.

Welche Highlights erlebt ihr in eurem Berufsalltag im Vivala?

Michelle: Ein Highlight ist für mich sicher die Zusammenarbeit mit den Bewohnern in den Abteilungen.

Rebecca: Es gab immer wieder Highlights hier im Betrieb. Zum Beispiel alle zwei Jahre das Open Air oder die Vivala Chilbi. Jährlich findet auch der Spiel- und Sporttag statt der jeweils besonders viel Spass macht. Auch das Jubiläumsjahr 2017 war etwas ganz Besonderes mit den vielen kleineren und grösseren Anlässen rund ums Vivala.

Welche Schattenseiten hat euer Beruf?

Rebecca: Dass mehr als die Hälfe der Tätigkeiten Reinigungsarbeiten sind, die wir erledigen müssen, was mehr oder weniger Spass macht. Oder auch, dass jeder Betrieb anders ist als die restlichen Betriebe, die man kennt, bzw. dass nicht alle genau gleich sind. Das ist aber wiederum auch gut.

Michelle: Meist ist es selbstverständlich in den Betrieben, dass es immer sauber ist, frische Wäsche da ist und alles funktioniert in der Hauswirtschaft. Was ich in unserem Betrieb schön finde, weil man bei uns sehr darauf achtet. Bei vielen Schulkolleginnen und Schulkollegen ist das leider nicht so.

Was würdest du einer Freundin oder einem Freund raten, wenn sie oder er diesen Beruf lernen möchte?

Michelle: Ich würde ihm/ihr raten, dass man flexibel sein sollte, gute Nerven, Mitgefühl und Freude an dem Kontakt mit Menschen haben sollte. Wenn man Abwechslung gerne mag, ist es genau das richtige.

Rebecca: Dass sie oder er sich zuerst gut über den Beruf und die Anforderungen informiert. Schnuppern, wenn möglich in verschiedenen Betrieben, ist von grossem Vorteil. So kann man sich darauf einstellen und weiss was auf einen zukommt.

Vielen Dank und alles Gute für eure weitere Zukunft!

Impressionen vom Lehrlingslager 2018

Dabei sein, Glanzlichter, Lernen im Vivala

Gute Stimmung. Bombenwetter. Tolle Teamleistung.

Mit diesen Worten, um nur ein paar wenige zu nennen, würde ich das Lehrlingslager 2018 beschreiben.Wie im Vorjahr bot das Hostel Depot 195 in Winterthur, den Ausgangspunkt der diesjährigen Lagertruppe.Eine Küche, um die Kochfertigkeiten der Lehrlinge zu testen.
Die Terrasse, welche Platz für einen Pizzaabend bot oder für gemütliches Verweilen unter dem Sternenhimmel. Hostelgäste, die mit der nötigen Prise Offenheit und Interesse unseren Bewohnern gegenübertraten.
Vieles und noch mehr hat das Hostel uns gegeben.

Vollsten Einsatz wurde seitens der Lagergruppe gefordert, um gewisse Hindernisse zu überwinden. Ein scheinbar unüberwindbarer Abgrund wurde mit erstaunlicher Souveränität gemeistert, um schliesslich in der Nähe eines Wasserfalls, die verdiente Bratwurst zu geniessen.

Solche Höhenflüge vollbrachten wir am Flughafen nicht, jedoch konnten wir uns auf der Aussichtsplattform an ihnen erfreuen. Bei glasklarem, strahlendem Himmel, wohlgemerkt. Eine Beschreibung des Wetters, welche für die ganze Woche treffend ist. Nicht nur der Himmel erstrahlte in tiefem Blau, sondern auch das Quellwasser vom Bad Zurzach.
Gegen Ende der Lagerwoche kam uns etwas Erholung sicherlich gelegen.

Gerade genug Erholung, um am Abend der benachbarten Bar, „Kraftfeld“, gerecht zu werden. Sichtlich geschafft und bereit für weit weniger turbulente Tage, kamen wir im vertrauten Vivala wieder an. Ein grosser Dank an Alle, die so einen bewundernswerten Einsatz gezeigt haben und es ermöglichten, das Lehrlingslager 2018 als sehr erfolgreiches und harmonisches Lager zu kennzeichnen.

(Manuel H., 2. Lehrjahr in der Ausbildung zum Fachmann Betreuung)

 

Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft gehören dazu!

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Monika Götti absolviert noch bis zum Sommer die Ausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft EFZ. In diesem Gespräch gibt sie Einblick in ihren Arbeitsalltag und was sie während der Ausbildung im Vivala bewegte.

Was gefällt dir gut am Beruf?
Ich mag die Abwechslung, die wir haben. Ich mache nicht jeden Tag das Gleiche, sondern habe grosse Abwechslung. Das finde ich sehr toll. Es wird mir nie langweilig. Im Vivala lernt man verschiedene Abteilungen wie Küche, Reinigung und Wäscherei kennen. So kann man sich auf eine Ausbildung freuen, die sehr viele Facetten hat. Ich mag es auch, dass ich kreativ sein kann; sei es in der Küche beim Anrichten der Speisen oder beim Dekorieren der Tische bei Anlässen. Man kann der Phantasie freien Lauf geben. In der Lehre lernt man viele der betreuten Menschen kennen und auch, wie man mit ihnen umgeht. Wichtig scheint mir auch, dass man ihnen ein tolles Gefühl für ihren Alltag gibt. Als Fachfrau Hauswirtschaft arbeite ich viel im Team mit anderen zusammen. So lernt man während der Ausbildung auch, aufeinander Rücksicht zu nehmen.

Was sind die Schattenseiten des Berufs?
Schwierig finde ich die fehlende Anerkennung. Viele meinen, die Tätigkeiten unseres Berufes seien „normal“ oder dass man gar keine Ausbildung machen muss, um das zu können, was wir in unserer Arbeit machen. Ich finde, das ist so nicht richtig. Wir schauen beispielweise sehr auf die Hygiene bei unserer Arbeit. Das tut mir manchmal schon weh, wenn ich solche Aussagen von Menschen höre, die nicht genau wissen, worum es in unserem Beruf wirklich geht. Wenn es uns Mitarbeitende der Hauswirtschaft nicht gäbe, hätten die Bewohnerinnen und Bewohner keine saubere Wäsche oder gesundes Essen. Auch die vielen Reinigungsarbeiten in allen Gebäuden würden dann nicht gemacht werden.
Aber sonst finde ich nicht, dass mein Beruf Schattenseiten hat. Ich mache es gerne und weiss, dass ich das nicht nur für mich, sondern auch für die Menschen um mich herum tue.

Was muss eine Lernende mitbringen, damit sie diesen Beruf erlernen kann?
Eine Lernende sollte Freude an der Abwechslung haben und natürlich gerne Tätigkeiten wie Reinigung, Kleidungspflege, Küche und Gästebetreuung machen. Das Interesse sollte für alle Fachbereiche etwa gleich sein. Natürlich sollte man auch offen für die Mitarbeitenden der Betreuung und die Bewohnerinnen und Bewohner sein. Dazu gehört Freundlichkeit, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft. Auch körperlich fit sollte eine Lernende sein: Man ist jeden Tag auf den Beinen, läuft viel im Betrieb herum und kann sich deshalb nicht alle fünf Minuten wieder hinsetzen. Was auch dazu gehört, ist, dass man nicht immer die gleichen Arbeitszeiten hat und auch einmal am Wochenende arbeiten muss. Dies ist beispielweise dann der Fall, wenn im Betrieb ein Anlass oder ein Fest stattfindet.

Was würdest du einer Freundin raten, die sich ebenfalls für den Beruf interessiert?
Ich würde ihr meine Eindrücke schildern, die ich während der Ausbildung gesammelt habe. Sie sollte sich bewusst sein, dass Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit zu ihren Stärken gehören sollten. Natürlich würde ich ihr auch raten, genau zu überlegen, mit welchen Klientengruppen sie zusammenarbeiten möchte. Sie müsste sich entscheiden, ob sie lieber mit älteren Menschen, Menschen in einer Reha oder im Spital, oder Menschen mit einer Beeinträchtigung arbeiten will. Für jede der Gruppe braucht es unterschiedliche Herangehensweisen. Das ist dann auch nicht ganz ohne.

Wie erlebtest du die Ausbildung im Vivala?
Ich begann zuerst eine 2jährige Lehre als Hauswirtschaftspraktikerin EBA. Es war schon am Anfang klar, dass ich nach der EBA-Ausbildung die EFZ-Ausbildung anhängen werde. Ich hatte den Abschluss mit einem Diplom und der Note von 5,3 abgeschlossen und war die Beste des Kantons Thurgau. Nun mache ich den Abschluss als Fachfrau Hauswirtschaft EFZ. In dieser Zeit wurde ich selbständiger; die Arbeit bereitete mir viel Spass. Meine Ausbildung war sehr lehrreich. Ich bekam viel Unterstützung, mir wurde aber auch gleichzeitig viel zugetraut. Das fand ich sehr toll. Die Zusammenarbeit in den Teams war immer sehr wertschätzend auch in hektischen Zeiten. Man wird mit offenen Armen aufgenommen. Für mich war das Vivala wie eine zweite Familie. Ich fühlte mich wohl hier. Auch schulisch war es eine spannende Zeit. Ich lernte viel, was ich auch jetzt sehr gut anwenden kann. Die Arbeit mit den Bewohnern war super. Es war schön, neues auszuprobieren, auch die Menschen mit einer Beeinträchtigung kennenzulernen, wie sie leben und ihren Alltag bewältigen. Es gab natürlich auch Tage, an denen ich Missverständnisse mit Arbeitskollegen erlebte. Aber auch diese bekommt man mit Reden und gemeinsamer Auseinandersetzung wieder zusammen in den Griff.

Was ist vielleicht der Unterschied zu anderen Ausbildungsstätten?
Bei uns im Vivala kann man in der Ausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft alle Fachbereiche kennenlernen. Es gibt Lehrplätze in anderen Institutionen, in denen man extern Praktika absolvieren muss, um beispielsweise in einer Wäscherei das Sortieren der Bewohnerwäsche und Hemden bügeln zu erlernen. Oder es kann sein, dass ein Betrieb keine grossen Maschinen hat. Diese Tätigkeiten lernt man dann halt nur in den überbetrieblichen Kurs. Im Vivala machen wir das jeden Tag. Es gibt verschiedene Heime mit unterschiedlichsten Bewohnern, zB. Alters- und Pflegeheime oder Spitäler.
Ich konnte viel lernen und die verschiedenen Abteilungen wie Küche, Reinigung und Wäscherei waren für mich da. Sie halfen immer und standen hilfreich zur Seite. Wenn ich mal nicht weiterwusste, konnte ich immer fragen oder suchte die Lösung selber. Ich hatte eine tolle Zeit im Vivala und werde es auch sehr vermissen. Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge und werde immer an diese tolle Ausbildungszeit hier denken. Danke!

Wir gratulieren!

Lernen im Vivala

Wir gratulieren Nina, Sarah und Sandro zum erfolgreichen Studienabschluss zur Sozialpädagogin, Sozialpädagogen HF:

Sarah_Nina

Wir gratulieren Angelika, Laura und Dielza zum erfolgreichen Lehrabschluss als Fachfrau Betreuung:

Angelika_Laura_Dielza

Und wir gratulieren Salomé zum erfolgreichen Lehrabschluss mit Auszeichnung zur Fachfrau Betreuung mit Berufsmatura:

Abschluss Salomé

Wir sind mega stolz auf euch!