Freude herrscht!

#insidevivala, Lernen im Vivala


Zusammen mit weiteren Absolvent*innen aus nah (Münchwilen) und fern (Bern, Schwäbisch Hall) erlangten heute unsere Mitarbeiterinnen Miriam, Marianne und Christine das Zertifikat «Kinaesthetics Peertutorin».

Die Geschäftsleitung freut sich ausserordentlich darüber, dass sich weitere Peertutor*innen aus eigenen Reihen befähigen konnten und gratulieren ganz herzlich zur erlangten Qualifikation.

Wir ermutigen die taufrischen sowie langjährigen Peertutor*innen im Alltag dranzubleiben, die eigene Kompetenz und Bewegungskompetenz von Menschen mit Beeinträchtigung weiterhin aktiv zu nutzen, zu entwickeln und Erkenntnisse möglichst im kollegialen Umfeld zu sichern.

Es ist kein Zufall, dass wir seit 25 Jahren Kinaesthetics schulen und vorantreiben. Ende November 2022 stellen wir das Vivala-Symposium „25 Jahre in Bewegung“ auf die Beine!

Die Waldgruppe: Was machen die denn da?

#insidevivala, Dabei sein

Vor einigen Jahren entwickelte sich aus einer Idee von engagierten Vivala-Mitarbeitende die heutige Waldgruppe. In der Anfangsphase einmal wöchentlich, wurde sie schnell zu einem festen Bestandteil für die Bewohnerinnen und Bewohner und findet nun regelmässig an drei Nachmittagen statt.

Aus den «engen» Räumen raus! Herausfordernde Umgebung anbieten, um die Aufmerksamkeit von aussen nach innen zu lenken. Ganz nach dem Motto: «Wenn mir die Zweige ins Gesicht hängen, oder die Wurzeln meine Aufmerksamkeit fordert, muss ich auf mich schauen.»

die Weite des Thurtals geniessen

Wir fördern mit der Waldgruppe unterschiedliche Themen. Es geht zu einem darum, herunter fahren zu können, sich zu erden und «grün» zu werden.  Aber auch ein Stück Ablenkung vom Alltag, Abenteuer, Entdeckungen, aktiv sein an der frischen Luft und Herausforderungen zu meistern. Von daher begleiten uns auch Bewohnerinnen und Bewohner, die ansonsten auf den Wohngruppen eine engere Begleitung benötigen. Gerade diese profitieren sehr von diesem Angebot. Sie müssen sich fokussiert mit den Hindernissen und Unebenheiten auseinandersetzen, um diese zu bewältigen oder selbst nach einer Lösung suchen, wie es für sie machbar ist. In solchen Situationen beschäftigen sie sich mit dem «jetzt und hier» und das herausfordernde Verhalten rutscht oft in den Hintergrund.

schwierige Situationen überwinden

Die Aktivität auf unterschiedlichen Untergründen und Unebenheiten fördert das Gleichgewicht, die Gangart und die Anpassungsfähigkeit. Die Herausforderungen für die jeweiligen Bewohnerinnen und Bewohner werden dementsprechend situativ und intuitiv angepasst. Auch wir wissen nicht immer was uns erwartet 😊

Nach einem erfolgreichen Waldnachmittag sind unsere Bewohnerinnen und Bewohner – in der Regel – müde, aber zufrieden und wirken ausgeglichener.

Wasser und Wald

Der Wald bietet so viele ungeahnte Möglichkeiten, er fordert und fördert. Dies auf natürliche Weise in einem sich immer verändernden Umfeld, was es spannend und ein Stück weit immer wieder neu bleiben lässt. Nur die Atmosphäre im Wald macht schon etwas. Probiert es an auch selbst aus und geht in die Wälder. Wir wünschen euch viel Spass dabei, bleibt offen und mit den Füssen auf dem Boden 😊

Somit schliessen wir mit den Worten: Stärken entfalten – dabei sein

Autor: Hansjörg Müller in Zusammenarbeit mit der Waldgruppe, sagt Danke!

Bewegung am, im und auf dem Wasser: Kinästhetik-Lager 2019

#insidevivala, Dabei sein, Glanzlichter, Lernen im Vivala

Das Kinästhetiklager fand vom 2 bis 6. September 2019 im Haus am Schönenbühl Speicher AR statt. Wir waren diesmal eine eher etwas kleinere Gruppe von 14 Personen.

Der Ablauf: Vormittags gemeinsam am Boden Bewegungskompetenz-Fragen nachgehen und am Nachmittag Ausflüge machen.

So machten wir eine Fahrt mit dem Motorboot von Rorschach aus und liessen die Rollstühle an Land. Dabei haben I. und M. das erste Mal in ihrem Leben ein Motorboot gesteuert, was sehr aufregend und mit grosser Freude verbunden war.

Dann waren wir am Rohrspitz im Bodensee schwimmen, wo S. alleine vom Rollstuhl an den Strand und von da ins Wasser gekrochen ist.

Für M. war das Einsteigen in die Führerkabine der Busse jedes Mal ein Highlight.

Auffällig war die eher „gechillte“ Stimmung, so nach dem Motto: zur Anspannung gehört auch die Entspannung. Das hat auch R. gelernt, der gerne aus Spass mit Mitarbeitern rauft, sich doch dann aufs Aufhören und Runterfahren einzulassen. So auch M., die das „sich auf dem Boden aufhalten“ nützte, um sich bei verschiedenen MitarbeiterInnen anzulehnen und sich so zu entspannen.

So sind wir gemeinsam auf Entdeckungsreise gegangen punkto „Was kannst du? Was kann ich?“.

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, da werden dann neu auch ein paar Kinder mit ihren BetreuerInnen teilnehmen.

Reinhard