Die 12. Lernbörse der Stiftung Vivala: Mitarbeitende bilden Mitarbeitende

Lernen im Vivala

Am Donnerstag, 29. September 2022 fand die Lernbörse zum 12. Mal im Kath. Pfarreizentrum statt. Nach zwei Jahren Unterbruch konnte dieser interne Weiterbildungstag wieder durchgeführt werden.

Unter dem Motto «Mitarbeitende bilden Mitarbeitende» bereiteten sich die acht Referentinnen und Referenten auf diesen Tag vor. Sie führten das interessierte, kollegiale Publikum durch einen abwechslungsreichen Tag. Die Themenspanne reichte dabei von «Akzeptanz» über «Resilienz» und Literatur, bis hin zu «Trauma», einer praktischen Anleitung für Hennamalereien sowie den Dialog über brennende Themen.

Verpflegt wurden die anwesenden Besucherinnen und Besucher mit einem schmackhaften Nasi Goreng aus der Institutionsküche und einem feinen Dessert. Das Fazit nach diesem Tag fiel unter den Anwesenden sehr positiv aus. Die kollegiale Begegnung, das Weiterentwickeln von Vortragsskills und die erlebte Fachlichkeit wurde als sehr wertvoll erlebt.

Workshops „Unterstützte Kommunikation“ im Vivala

Allgemein

Kommunikation ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Die Unterstützte Kommunikation ist ein wichtiges Hilfsmittel für unsere Bewohnerinnen und Bewohner im Vivala. Dabei können auf diverse Arten Kompetenzen erworben werden. Dies ist mit viel Arbeit, stetiger Überprüfung und Zeit verbunden.  

Gemeinsam kommen wir Schritt für Schritt weiter und können uns entwickeln.

Der UK-Workshop findet in regelmässigen Abständen statt. Dabei treffen sich die UK-Verantwortlichen der einzelnen Wohn- und Tagesstrukturgruppen des Bereichs Erwachsene. Diese bilden sich regelmässig im Bereich UK weiter, dies auch in Zusammenarbeit mit den Fachpersonen des Kinderbereichs.

Gemeinsam arbeiten wir an einer Struktur, die für die Mitarbeitenden als Grundgerüst oder Leitlinie dienen soll und die Bewohnerinnen und Bewohnern unterstützt, sich auszudrücken. Ein aktuelles Thema ist die einheitliche Beschriftung in den Räumen, Gebäuden wie auch auf Hilfsmitteln, wie iPads und Talkern. Dies dient der Orientierung und gibt Sicherheit. Die Workshops sind auch eine Plattform für Austausch, Inputs, Erfahrungen weitergeben und/oder sammeln, aktuelle Herausforderungen anschauen und nach Lösungen suchen.

Wir arbeiten gemeinsam daran, die Selbständigkeit unserer Bewohnerinnen und Bewohner zu erhöhen, Teilhabe zu ermöglichen und das soziale Miteinander durch Kommunikation zu stärken.  

Valeska Cerf

Impressionen der Einweihungsfeier vom 30.4.2022

#insidevivala, Glanzlichter

Am 30.4.2022 durften wir mit vielen Gästen die Einweihung unserer Wohnhäuser feiern. Das Interesse an unseren Neubauten war riesig. Bewohnerinnen und Bewohner, ihre Angehörigen und Freunde, interessierte Fachleute, Journalisten und ehemalige Mitarbeitende fanden ihren Weg ins Haus B. Unsere Vivala-Guides führten gemeinsam mit Reto Scherrer die Gäste durch die schönen, hellen Räume, zeigten ihnen die Nasszellen und Bewohnerzimmer. Das Vivala-Team und der Elternrat verwöhnten die zahlreichen Gäste mit feinem Essen und Kuchen! Ein echtes Highlight für alle TeilnehmerInnen

Wir segeln wieder!

#insidevivala, Dabei sein, Segeltörn

Seit 2008 ermöglichen wir im 3-Jahres-Rhythmus einem Teil unserer Bewohnerinnen und Bewohner – in Zusammenarbeit mit mindestens einer weiteren Institution – eine unvergessliche Segelreise auf der Ostsee. Alle Teilnehmenden sind immer sehr begeistert und erzählen noch lange von den wunderbaren Erlebnissen. Auch 2022 planen wir wieder einen 12-tägigen Segeltörn.

Gesamthaft freuen sich 32 Menschen mit einer Beeinträchtigung aus der Stiftung Vivala Weinfelden, Verein Besmerhuus Kreuzlingen und Stiftung Andante Steckborn bereits jetzt auf das grosse Abenteuer und auf die Meeresbrise in der Nase. Sie werden während der Reise von zwölf Mitarbeitenden aus den Institutionen rund um die Uhr fachlich und mit Herz begleitet.

Auf zwei beeindruckenden Traditionsseglern erkunden wir in Kiel startend die Meeresfläche zwischen Dänemark, Schweden und Deutschland. Wir machen jeden Abend in einem anderen Hafen fest. Landgänge ermöglichen uns spannende Ausflüge und das Kennenlernen von Land und Leuten. Alle Mitreisenden packen ihrem Können entsprechend auf dem Schiff mit an.

Die vergangenen Segelabenteuer haben gezeigt, dass das «Institutionsübergreifende» wichtig ist und neue Kontakte ermöglicht. Es haben sich über die bisherigen Reisen dauerhafte Freundschaften entwickelt, was uns zutiefst beeindruckt hat. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Segeltörn.

Wir halten euch auf unseren verschiedenen Kanälen wie Facebook, Instagram, dem Vivala-Blog und Twitter auf dem Laufenden.

Lernen und Begegnung: Tag der Hauswirtschaft 2022

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Glanzlichter

Nach zwei Jahren Unterbruch konnten wir am vergangenen Montag 21. März 2022 den beliebten «Tag der Hauswirtschaft» gemeinsam begehen.

Begegnung, Lernen und Experimentieren, aber auch Genuss, standen an diesem Tag im Zentrum. Die interessierten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen konnten Einblick nehmen in die Lingerie, mit den Reinigungsfachpersonen Geräte austesten und Lebensmittel kosten in der Küche.

Danke an die Mitarbeitenden der Küche, Hausdienst und Wäscherei, die an diesem frühlingshaften Tag so ein schönes Fest der Begegnung gestaltet haben.

Ferienwoche in Cannobio. Ein Rückblick

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Glanzlichter

Eine Ferienwoche für Menschen mit Beeinträchtigung will gut organisiert sein. Doch nicht nur Organisation ist wichtig, es braucht Freude am Tun, Neugier und Humor. Die beiden erfahrenen, langjährigen Betreuer Peter und Peter beschreiben hier ihre Erfahrungen.

Samstag, 11.09.21

Am Nachmittag Ankunft in Cannobio, Zimmer verteilen, Koffer auspacken, Betten richten und im Anschluss eine kurze Siesta nach der langen anstrengenden Fahrt. Am Abend gibt es ein feines Abendessen im Restaurant unten im Haus. Gegen 21:00 Uhr müde zu Bett gegangen. Auch unser tapferer Bus hat einen schönen und sicheren Platz in der Hofeinfahrt bekommen.

Sonntag, 12.09.21

Am Morgen Einkauf im nahegelegenen Einkaufsmarkt fürs Frühstück. J. geht mit, da er die grösste Freude dabei hat und vor allem Erfahrung von den Einkäufen zu Hause. Auch die nächsten Tage möchte J. immer wieder dabei sein. Am Vormittag Besuch des Marktes in Cannobio entlang des Lago Maggiore. Die Bewohner kaufen sich mit viel Begeisterung an den Ständen Dinge ein, die ihnen gefallen. Anschl. noch ein Stadtbummel durch die schöne Altstadt von Cannobio. Abends gehen wir wieder fein essen, überwiegend Pizza und Spaghetti.

Montag, 13.09.21

Nach einem ausgedehnten Brunch machen wir einen Spaziergang durch die Altstadt und die Promenade entlang. Nach einer Stunde zeigt F. Ermüdungserscheinungen, ein Weiterlaufen ist deswegen nicht mehr möglich. Mit letzter Kraft schaffen wir es ins Haus zurück. F. benötigt mehrere Stunden, um wieder richtig wach zu werden.

Dienstag, 14.09.21

Für heute haben wir uns vorgenommen, einen längeren Fussmarsch durchzuführen, um den ortsnahen Campingplatz Riviera zu besuchen. F. ist wieder so weit hergestellt, dass er gut mitlaufen kann. Dort angekommen, haben wir uns mit Cola und Kaffee gestärkt und sind die ganze Strecke am See entlang wieder zurückgelaufen. Je eine kleine Portion Spaghetti lässt uns wieder zu Kräften kommen. Am Abend Abschluss des Tages im hauseigenen Restaurant La Prace.

Mittwoch, 15.09.21

Wetterumschwung ist angesagt. Schon Tage zuvor wissen wir, was auf uns zukommt. 100 % Regenwahrscheinlichkeit. Bereits am Morgen ist der Himmel durchgängig grau in grau. Wir lassen uns jedoch davon nicht abschrecken und machen das Beste daraus. Gegen 10:00 Uhr setzt Starkregen ein. Erst ab dem frühen Nachmittag können wir einen Stadtbummel machen. M. kauft sich eine Jacke und wir können doch noch an der Strandpromenade etwas Trinken gehen. Am Abend geniessen wir das Essen in «unserem» Restaurant.

Donnerstag, 16.09.21

Auch für heute ist wieder Regen angesagt, der jedoch erst am Abend einsetzt, was uns natürlich sehr freut. Nach einem ausgedehnten Brunch geht es durch die Altstadt und zur Strandpromenade. An einen längeren Spaziergang, wie die Tage zuvor, ist nicht zu denken. M. klagt vorzu über Schmerzen in den Beinen. Deshalb schlendern wir gemütlich durch die Altstadtgassen nach Hause. Gegen Abend gehen wir das letzte Mal in unser Lieblingsrestaurant fein Essen und verabschieden uns vom sehr freundlichen Personal.

Freitag, 17.09.21

Die ersten Bewohner sind bereits früh am Morgen wach, denn sie wissen, dass es auf grosse Fahrt nach Hause geht. Nachdem alle Koffer gepackt und im Bus verstaut sind, fahren wir nach Übergabe des Hauses los. Wir lassen uns viel Zeit und geniessen die schöne Landschafft, die an uns vorüberzieht. Unterwegs geht’s noch in ein Restaurant fein essen, bis wir schliesslich gegen 16:30 Uhr wieder zu Hause sind.

Im Nachhinein war es ein rundum gelungenes Ferienlager. Es gab weder Spannungen noch schwierige Situationen unter den Bewohnern. Wir Betreuungspersonen sind stolz, dass wir den Bewohnern ein, in der kurzen Zeit unvergessliches Ferienlager ermöglichen konnten.

Die Waldgruppe: Was machen die denn da?

#insidevivala, Dabei sein

Vor einigen Jahren entwickelte sich aus einer Idee von engagierten Vivala-Mitarbeitende die heutige Waldgruppe. In der Anfangsphase einmal wöchentlich, wurde sie schnell zu einem festen Bestandteil für die Bewohnerinnen und Bewohner und findet nun regelmässig an drei Nachmittagen statt.

Aus den «engen» Räumen raus! Herausfordernde Umgebung anbieten, um die Aufmerksamkeit von aussen nach innen zu lenken. Ganz nach dem Motto: «Wenn mir die Zweige ins Gesicht hängen, oder die Wurzeln meine Aufmerksamkeit fordert, muss ich auf mich schauen.»

die Weite des Thurtals geniessen

Wir fördern mit der Waldgruppe unterschiedliche Themen. Es geht zu einem darum, herunter fahren zu können, sich zu erden und «grün» zu werden.  Aber auch ein Stück Ablenkung vom Alltag, Abenteuer, Entdeckungen, aktiv sein an der frischen Luft und Herausforderungen zu meistern. Von daher begleiten uns auch Bewohnerinnen und Bewohner, die ansonsten auf den Wohngruppen eine engere Begleitung benötigen. Gerade diese profitieren sehr von diesem Angebot. Sie müssen sich fokussiert mit den Hindernissen und Unebenheiten auseinandersetzen, um diese zu bewältigen oder selbst nach einer Lösung suchen, wie es für sie machbar ist. In solchen Situationen beschäftigen sie sich mit dem «jetzt und hier» und das herausfordernde Verhalten rutscht oft in den Hintergrund.

schwierige Situationen überwinden

Die Aktivität auf unterschiedlichen Untergründen und Unebenheiten fördert das Gleichgewicht, die Gangart und die Anpassungsfähigkeit. Die Herausforderungen für die jeweiligen Bewohnerinnen und Bewohner werden dementsprechend situativ und intuitiv angepasst. Auch wir wissen nicht immer was uns erwartet 😊

Nach einem erfolgreichen Waldnachmittag sind unsere Bewohnerinnen und Bewohner – in der Regel – müde, aber zufrieden und wirken ausgeglichener.

Wasser und Wald

Der Wald bietet so viele ungeahnte Möglichkeiten, er fordert und fördert. Dies auf natürliche Weise in einem sich immer verändernden Umfeld, was es spannend und ein Stück weit immer wieder neu bleiben lässt. Nur die Atmosphäre im Wald macht schon etwas. Probiert es an auch selbst aus und geht in die Wälder. Wir wünschen euch viel Spass dabei, bleibt offen und mit den Füssen auf dem Boden 😊

Somit schliessen wir mit den Worten: Stärken entfalten – dabei sein

Autor: Hansjörg Müller in Zusammenarbeit mit der Waldgruppe, sagt Danke!

Ein rundum gelungenes Grillfest!

#insidevivala, Dabei sein, Glanzlichter

Bei herrlichem Sonnenschein und warmen Temperaturen waren wir zum 10ten Mal bei Familie Baldo zum Gartengrillfest eingeladen.

Die Vorfreude für alle Beteiligten auf das Fest bei Familie Baldo war sehr gross. Als wir ankamen, wurden wir herzlichst empfangen und begrüsst. Der Grill war schon warm und es gab Bratwurst, verschiedene Fleisch- und Gemüsespiesse. Wunderbar hergerichtet und schmackhaft waren auch die verschiedenen selbstgemachten Salate. Verdursten mussten wir auch nicht, jeder konnte frei wählen, was er trinken wollte. Es gab verschiedene alkoholfreie und -haltige Angebote.

Nach dem Grillen sassen wir noch einige Zeit draussen im Garten und genossen den lauen Sommerabend bei einem feinen Dessert und Kaffee.
Es war rundum ein gelungenes Grillfest und wir fuhren zufrieden, gut gelaunt und gesättigt zurück ins Vivala.

Einen grossen Dank an Familie Baldo, dass sie sich so viel Mühe geben, ein so schönes Fest jedes Jahr für uns zu gestalten. Es ist für uns alle immer ein Höhepunkt im Jahr, auf den sich alle freuen.

Wohngruppe 11

Kreatives Gestalten und Schaffen in der Tagesstruktur

#insidevivala, Dabei sein, Glanzlichter

Die Tagesstruktur sorgt mit ihrem breiten und ansprechenden Angebot für Entwicklungs­möglichkeiten und Abwechslung im Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner.

Eines der vielen Angebote unserer Tagesstruktur ist das Malatelier. Hier können die Bewohnerinnen und Bewohner unter Anleitung von Kunst- und Arbeitsagoginnen verschiedenste Techniken ausprobieren und üben.

Ganz gleich ob mit Pinsel oder Schwamm, mit Schablonen, Stempeln oder Spachtel – die Bewohnerinnen und Bewohner können ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Traktor fahren, den Affenberg entdecken und fein essen – was will man mehr?

Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen

Vor nicht allzu langer Zeit wäre eine Ferienwoche mit unseren Bewohnern nicht vorstellbar gewesen. Durch die Aufhebung des Shutdowns und trotz verschärfter Massnahmen konnten wir von der Aussenwohngruppe Rösslihof doch noch mit fünf Bewohnern in die verdienten Sommerferien ins Deggenhausertal zu fahren. Mit gepackten Koffern voll Vorfreude und dem beinahe vergessenen Reiseproviant  –  zum Glück hat unser neuer Kollege Manuel noch daran gedacht – machten wir uns auf den Weg ans andere Seeufer.

„Der Bodanrück zeigte sich als Brücke, welche uns sicher an unser Ziel führte.“

Der Ferienbauernhof auf der anderen Seite des Bodensees, zeigte sich als idealer Ort für Ruhe und Erholung jenseits des gewohnten Alltags. Zuerst ging es ans Auspacken und das Erkunden der idyllischen Umgebung. Bald schon war das Abendessen bereit und der Anreisetag klang in einem gemütlichen Rahmen aus.

Der Dienstag begann mit dem ersten von vielen pompösen Frühstücken. Frischbackbrötli, Joghurt, Aufschnitt, Käse, Müsli und Eier legten auch in den darauffolgenden Tagen den Grundstein für einen gelungenen Start in den Tag. Wie am Vorabend besprochen, machten wir uns nach dem morgendlichen Festmahl auf zum Affenberg in Salem.

„Mit Mundschutz ausgestattet, kraxelten wir den Berg hoch und wieder runter und wurden unter anderem Zeuge einer Fütterung dieser neugierigen Äffchen.“

Einige unserer Bewohner schauten interessiert dem Geschehen zu, während andere ungeduldig den Restaurantbesuch herbeisehnten. Zum Abschluss gab es noch die Gelegenheit, ein kleines Souvenir als Andenken mitzunehmen. Nach der anstrengenden Expedition gönnten wir uns eine Pause und assen anschliessend im Gemeinschaftsraum des Hofes zu Abend. Es gab sehr leckere Pizzen in vielen verschiedenen Variationen. Zum Abschluss des Tages gab es noch heissumkämpfte Kicker-Matches in der Spielscheune, welche sich auf dem Gelände befand.

Den Mittwoch gingen wir etwas gemächlicher an und starteten den Tag mit einem feinen Brunch. Zwei Mitarbeiter gingen einkaufen und die übrigen zwei bereiteten einen feinen Fruchtsalat für den bevorstehenden Zvieri vor.

„Das Highlight des Tages zeigte sich in Form einer Traktorfahrt mit dem Besitzer des Ferienbauernhofs, Herrn Scherer höchstpersönlich.“

Er kutschierte unsere ganze Truppe durch das schöne Deggenhausertal. Den Nachmittag verbrachten wir anschliessend in der Spielscheune oder beim Vorbereiten des Abendessens. Es gab feinen Kartoffelsalat mit feinen roten Würstli.

Am Donnerstag verschlug es uns in die Lochmühle. Jedoch war das Angebot, aufgrund der Coronasituation, etwas mager, weshalb das wirklich sehr leckere Mittagessen als Highlight dieses Aufenthalts galt – und natürlich die kleinen, süssen Babyschweinchen, welche frei auf dem Gelände herumspazierten. Am Nachmittag kamen wir wieder bei unserem Feriendomizil an und freuten uns aufs Grillieren mit Herrn Scherer. Den „Feierabend“ liess das vierköpfige Betreuerteam mit einem Kartenspiel ausklingen, wo interessante und anspruchsvolle Wortkombinationen entstanden.

Am Freitag gingen wir erstmals getrennte Wege. Die eine Gruppierung machte sich einen schönen Tag in Überlingen an der Seepromenade und die andere Gruppe besichtigte die Pfahlbauten in Unteruhldingen. Am Abend fügten wir uns wieder zusammen und gingen ins Restaurant „Grüner Baum“ fein essen.

Genuss und Lebensfreude im Mittelpunkt der Ferienwoche

Bis zum Samstag wurden wir mit schönem Wetter verwöhnt und konnten viel unternehmen. Deshalb kam uns ein Regentag mit wenig Programm und viel Entspannung sehr entgegen. Wir nutzten die Gelegenheit ins lokale Hallenbad hinein zu hüpfen oder uns in der Spielscheune auszutoben. Die wenigen Sonnenstrahlen an diesem Tag, ermöglichten uns einen Spaziergang durch den Wald. Zum Abendessen wurden wir wieder im „Restaurant Scherer“ verwöhnt. Es gab „Hacktätschli“ mit einem Gemüsebuffet und Kartoffelgratin.

Den letzten vollen Tag starteten wir ausnahmsweise mit einem kleinen Frühstück, denn wir brauchten noch Platz im Bauch für die weiteren Vorhaben des Tages. Wir hatten nämlich vor, am letzten Tag der Ferienwoche, zwei Mal auswärts essen zu gehen. Die erste Station befand sich auf dem Höchsten, einem Hügel in der Nähe mit schöner Aussicht bis auf den Bodensee. Unsere Gaumen liessen wir in einem nobel eingerichteten Restaurant verwöhnen. Die Bedienung zeigte sich sehr zuvorkommend, auch wenn wir eine Stunde vor der reservierten Zeit eingetroffen waren. Spätestens zu diesem Zeitpunkt machten sich die Strapazen des Lagers bemerkbar.

„Nach dem schönen Aufenthalt orientierten wir uns an südländischen Sitten und gönnten uns eine Siesta.“

 Um einen Teil der angesammelten Kalorien wieder loszuwerden, unternahmen wir anschliessend einen Verdauungsspaziergang. Die Zeit verflog wie im Flug und plötzlich fanden wir uns in einem nahegelegenen Restaurant wieder. Dieser Standort entpuppte sich als der krönende Abschluss der Woche und dafür wurde er nochmals in vollen Zügen genossen.

Die Abreise war weniger geprägt vom Ferienfeeling und verlief in routinierten Abläufen. Einpacken, Verladen, Frühstücken, Heimfahren, Zwischenstopp auf der Insel Reichenau – schliesslich kamen wir wieder im vertrauten Happerswil an. Sichtlich geschafft aber mit zufriedener Miene bündelten wir noch die letzten Kräfte, um das Gepäck zu versorgen. In einem erstaunlich schnellen Tempo war alles ausgepackt und aufgeräumt.

Jeder brachte noch ein Lächeln zustande, dies sinnbildlich für diese Ferienwoche, welche bis zum Schluss von guter Stimmung und toller Zusammenarbeit geprägt war.

Manuel Hallauer