Traktor fahren, den Affenberg entdecken und fein essen – was will man mehr?

Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen

Vor nicht allzu langer Zeit wäre eine Ferienwoche mit unseren Bewohnern nicht vorstellbar gewesen. Durch die Aufhebung des Shutdowns und trotz verschärfter Massnahmen konnten wir von der Aussenwohngruppe Rösslihof doch noch mit fünf Bewohnern in die verdienten Sommerferien ins Deggenhausertal zu fahren. Mit gepackten Koffern voll Vorfreude und dem beinahe vergessenen Reiseproviant  –  zum Glück hat unser neuer Kollege Manuel noch daran gedacht – machten wir uns auf den Weg ans andere Seeufer.

„Der Bodanrück zeigte sich als Brücke, welche uns sicher an unser Ziel führte.“

Der Ferienbauernhof auf der anderen Seite des Bodensees, zeigte sich als idealer Ort für Ruhe und Erholung jenseits des gewohnten Alltags. Zuerst ging es ans Auspacken und das Erkunden der idyllischen Umgebung. Bald schon war das Abendessen bereit und der Anreisetag klang in einem gemütlichen Rahmen aus.

Der Dienstag begann mit dem ersten von vielen pompösen Frühstücken. Frischbackbrötli, Joghurt, Aufschnitt, Käse, Müsli und Eier legten auch in den darauffolgenden Tagen den Grundstein für einen gelungenen Start in den Tag. Wie am Vorabend besprochen, machten wir uns nach dem morgendlichen Festmahl auf zum Affenberg in Salem.

„Mit Mundschutz ausgestattet, kraxelten wir den Berg hoch und wieder runter und wurden unter anderem Zeuge einer Fütterung dieser neugierigen Äffchen.“

Einige unserer Bewohner schauten interessiert dem Geschehen zu, während andere ungeduldig den Restaurantbesuch herbeisehnten. Zum Abschluss gab es noch die Gelegenheit, ein kleines Souvenir als Andenken mitzunehmen. Nach der anstrengenden Expedition gönnten wir uns eine Pause und assen anschliessend im Gemeinschaftsraum des Hofes zu Abend. Es gab sehr leckere Pizzen in vielen verschiedenen Variationen. Zum Abschluss des Tages gab es noch heissumkämpfte Kicker-Matches in der Spielscheune, welche sich auf dem Gelände befand.

Den Mittwoch gingen wir etwas gemächlicher an und starteten den Tag mit einem feinen Brunch. Zwei Mitarbeiter gingen einkaufen und die übrigen zwei bereiteten einen feinen Fruchtsalat für den bevorstehenden Zvieri vor.

„Das Highlight des Tages zeigte sich in Form einer Traktorfahrt mit dem Besitzer des Ferienbauernhofs, Herrn Scherer höchstpersönlich.“

Er kutschierte unsere ganze Truppe durch das schöne Deggenhausertal. Den Nachmittag verbrachten wir anschliessend in der Spielscheune oder beim Vorbereiten des Abendessens. Es gab feinen Kartoffelsalat mit feinen roten Würstli.

Am Donnerstag verschlug es uns in die Lochmühle. Jedoch war das Angebot, aufgrund der Coronasituation, etwas mager, weshalb das wirklich sehr leckere Mittagessen als Highlight dieses Aufenthalts galt – und natürlich die kleinen, süssen Babyschweinchen, welche frei auf dem Gelände herumspazierten. Am Nachmittag kamen wir wieder bei unserem Feriendomizil an und freuten uns aufs Grillieren mit Herrn Scherer. Den „Feierabend“ liess das vierköpfige Betreuerteam mit einem Kartenspiel ausklingen, wo interessante und anspruchsvolle Wortkombinationen entstanden.

Am Freitag gingen wir erstmals getrennte Wege. Die eine Gruppierung machte sich einen schönen Tag in Überlingen an der Seepromenade und die andere Gruppe besichtigte die Pfahlbauten in Unteruhldingen. Am Abend fügten wir uns wieder zusammen und gingen ins Restaurant „Grüner Baum“ fein essen.

Genuss und Lebensfreude im Mittelpunkt der Ferienwoche

Bis zum Samstag wurden wir mit schönem Wetter verwöhnt und konnten viel unternehmen. Deshalb kam uns ein Regentag mit wenig Programm und viel Entspannung sehr entgegen. Wir nutzten die Gelegenheit ins lokale Hallenbad hinein zu hüpfen oder uns in der Spielscheune auszutoben. Die wenigen Sonnenstrahlen an diesem Tag, ermöglichten uns einen Spaziergang durch den Wald. Zum Abendessen wurden wir wieder im „Restaurant Scherer“ verwöhnt. Es gab „Hacktätschli“ mit einem Gemüsebuffet und Kartoffelgratin.

Den letzten vollen Tag starteten wir ausnahmsweise mit einem kleinen Frühstück, denn wir brauchten noch Platz im Bauch für die weiteren Vorhaben des Tages. Wir hatten nämlich vor, am letzten Tag der Ferienwoche, zwei Mal auswärts essen zu gehen. Die erste Station befand sich auf dem Höchsten, einem Hügel in der Nähe mit schöner Aussicht bis auf den Bodensee. Unsere Gaumen liessen wir in einem nobel eingerichteten Restaurant verwöhnen. Die Bedienung zeigte sich sehr zuvorkommend, auch wenn wir eine Stunde vor der reservierten Zeit eingetroffen waren. Spätestens zu diesem Zeitpunkt machten sich die Strapazen des Lagers bemerkbar.

„Nach dem schönen Aufenthalt orientierten wir uns an südländischen Sitten und gönnten uns eine Siesta.“

 Um einen Teil der angesammelten Kalorien wieder loszuwerden, unternahmen wir anschliessend einen Verdauungsspaziergang. Die Zeit verflog wie im Flug und plötzlich fanden wir uns in einem nahegelegenen Restaurant wieder. Dieser Standort entpuppte sich als der krönende Abschluss der Woche und dafür wurde er nochmals in vollen Zügen genossen.

Die Abreise war weniger geprägt vom Ferienfeeling und verlief in routinierten Abläufen. Einpacken, Verladen, Frühstücken, Heimfahren, Zwischenstopp auf der Insel Reichenau – schliesslich kamen wir wieder im vertrauten Happerswil an. Sichtlich geschafft aber mit zufriedener Miene bündelten wir noch die letzten Kräfte, um das Gepäck zu versorgen. In einem erstaunlich schnellen Tempo war alles ausgepackt und aufgeräumt.

Jeder brachte noch ein Lächeln zustande, dies sinnbildlich für diese Ferienwoche, welche bis zum Schluss von guter Stimmung und toller Zusammenarbeit geprägt war.

Manuel Hallauer

Kommunikation als Chance

#insidevivala, Dabei sein

Was bedeutet es für einen Menschen mit Beeinträchtigung, während vieler Wochen den Kontakt mit der eigenen Familie nicht pflegen zu können? In den letzten Wochen waren in den verschiedensten Medien Berichte zu lesen, wie anspruchsvoll die aktuelle Situation für Menschen ist, die in Institutionen leben und vom Besuchsverbot betroffen sind.

Im Vivala leben 52 erwachsene Menschen mit einer schweren Beeinträchtigung. Viele von ihnen können sich mit Hilfe von unterstützter Kommunikation ihrem Umfeld mitteilen. In ihrer Familie werden sie aber oftmals auch ohne verbale Äusserung verstanden. In Zeiten, wo sie nicht mehr nach Hause können, wiegt dies schwer.

Seit über zwei Jahren läuft im Vivala ein Projekt, das Menschen mit mehrfachen Beeinträchtigungen und ohne verbale Sprache hilft, in Kontakt mit ihren Angehörigen zu bleiben. Susanne Meyer * ist 30 Jahre alt. Sie ging bereits hier in die Schule und lebt seit 12 Jahren im Bereich Wohnen Erwachsene. Frau Meyer hat eine sehr starke körperliche Beeinträchtigung und kann lediglich ihren linken Arm bewegen. Es ist ihr nicht möglich, einen Telefonhörer zu halten und so mit ihrer Familie zu telefonieren.

Mit Unterstützung ihrer Betreuerin kann sie nun den Kontakt mit ihren Eltern, die sie sehr vermissen, aufrecht erhalten. Die Betreuerin begleitet Frau Meyer während des Telefonats, da sie nicht sprechen kann. Frau Meyer hört sehr aufmerksam zu, wenn die Betreuerin ihren Eltern erzählt, was sie in den letzten Tagen erlebt hat.

Manchmal lacht Frau Meyer und man merkt, dass sie die Stimmen ihrer Eltern erkennt und sie ihnen zuhört. Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass Menschen den Kontakt zu ihren Familien halten können.

Auf die Frage, wie die Eltern den Einsatz vom Tablet für die Kommunikation mit Susanne Meyer erleben, antworten sie: „Dass wir die Möglichkeit haben, mit unserer Tochter Kontakt zu halten, macht uns sehr glücklich. Zu sehen, wie sie auf unsere Stimmen reagiert, in ihre Augen zu blicken, ihr Lächeln zu sehen und ihre Stimme zu hören.“ Die Qualität dieses Kontakts liegt für die Eltern auch darin, dass sie sich direkt informieren können, wie es ihr geht und wie sie aussieht. Manchmal gibt es natürlich auch schwierige Situationen, beispielsweise dann, wenn die Internet-Verbindung wackelt und es zu einem Verbindungsunterbruch kommt.

Andreas Illenberger, der pädagogische Leiter der Schule, berichtet, was die aktuelle Situation für die Lehrpersonen im Vivala bedeutet: „Der Unterricht findet seit vielen Wochen, wie bei allen Thurgauer Schulen, via Homeschooling statt. Aber es gibt natürlich auch Kinder, die das nicht können. Die Eltern sind erhöht belastet und es erfordert ein Abwägen. Vivala macht aber auch Betreuungsangebote an der Schule, allerdings dürfen nicht zu viele Menschen gleichzeitig anwesend sein.“

In den Tagen vor dem Lockdown haben er und sein Team nochmals alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Geräte mit Taster oder mit Augensteuerung für die betreuten Schüler, aber auch erwachsene Bewohnerinnen und Bewohner, fertig zu stellen. Diese Geräte unterstützen die Menschen mit Beeinträchtigung beim barrierefreien Bedienen von Tablets, beispielsweise wenn sie auf Youtube Musik oder einen Film schauen wollen.

Gibt es in der ganzen Situation, die wir so alle noch nie erlebt haben, auch positive Momente? Andreas Illenberger bejaht. „Die Corona-Krise hat die Digitalisierung, auch im Vivala, weiter vorwärts gebracht. Mit einem Mal werden Video-Konferenzen selbstverständlich. Dies ist kein Verlust, sondern ein Gewinn und es stellt sich die Frage, welche Punkte man ebenfalls digitalisieren könnte.“

Doch Andreas Illenberger sieht auch kritische Punkte: „Fortschritte und Förderung brauchen mehr Nähe. Es ist wichtig, die Kinder bei ihren Entwicklungs- und Lernfortschritten gut begleiten zu können.“

Er hält auch fest: „Krisen erhöhen die Resilienz. Sie machen, uns alle, widerstandsfähiger.“

*Name geändert

Winterkontrasttag auf Skiern

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Im Rahmen des Winterkontrasttages zog es unsere skibegeisterten Kinder und Jugendlichen aus dem Vivala ins teilweise verschneite Toggenburg. Auf den Pisten konnten sie ihre Fertigkeiten beim Skifahren gleich an zwei Tagen zeigen und erweitern.

Nach der Ankunft der Taxis am Mittwochmorgen wird ein Vivalabus und ein Auto mit all dem Gepäck beladen. Marianne ordnet im Bus geschickt Koffer, Skis, Stöcke, Helme, Handschuhe, Kuschelbären, Skibrillen, Essen, Kinder und Erwachsene. Alle haben ihren Platz und freuen sich auf dieses Abenteuer. Obwohl das Wetter sich nicht gerade von der besten Seite zeigt und auch die Prognose nicht top ist, herrscht super Stimmung. Als Ehrengast und erfahrene Skifahrerin dürfen wir Lilo Kälin begrüssen, die in ihrem Alltag als pensionierte Heilpädagogin Zeit gefunden hat, uns zu begleiten.

Unter der Leitung von Claudia Thöny steuern wir eine bereits von den letzten Jahren bekannte Piste in Wildhaus an. Unterwegs stellen wir fest, dass die Piste laut Internet noch immer geschlossen ist. Was ist dort los? Verweilt der Sturm Sabine noch auf diesem Berg? Unten an der Talstation informiert uns ein Mitarbeiter der Bergbahnen, dass wirklich Sabine Schuld ist: zwei grosse Tannen liegen auf dem Masten. Der Skilift muss erst repariert werden und steht uns nicht zur Verfügung. So unternehmen wir die ersten Fahrversuche am Ponylift neben der Talstation. Fürs Mittagessen gehen wir dann den weiten Weg zur Sesselbahn, die uns hoch ins Oberdorf bringt. Belohnt werden wir mit einer Familienplatte gefüllt mit Wienerli, Pommes und Chicken Nuggets. Trotz kalten Temperaturen und starkem Schneefall fahren wir immer wieder diesen Übungshang hinunter. Die Mutigen probieren sogar die Wippe / Schanze aus.

Gegen Abend machen wir es uns im Johanneum in Neu St. Johann gemütlich. Dort steht uns eine ganze Wohngruppe mit Spielsachen und allem, was wir brauchen zur Verfügung. Nach einer ruhigen Nacht mit viel Schlaf sitzen die Einen motiviert am Frühstückstisch und freuen sich auf den zweiten Skitag. Andere fragen sich eher: „Was? Schon wieder Skifahren?“

Den zweiten Tag fahren wir nach Unterwasser. Von der Talstation aus geht es mit der eindrücklichen Standseilbahn hoch aufs Iltios. Dort oben herrscht wunderbares Wetter. Das sind für uns schönste Bedingungen, um die Skifahr-Fertigkeiten weiter auszubauen. Vor- und Nachmittag sieht das Programm so aus: auf dem Übungsteppich hoch, Skispitzen zusammen, den Hügel hinunter fahren, dabei ein oder zwei Kurven um die Tore schwingen, auch einmal eine etwas schnellere Fahrt wagen und wieder unten am Lift anstehen. Für die Fortgeschrittenen geht es sogar mit dem Bügellift etwas weiter den Berg hinauf und dann etwas schneller wieder den Berg hinunter. Alle haben grossen Spass und machen in dieser kurzen Zeit super Fortschritte. Mit vielen neuen Erfahrungen und spannenden Begegnungen im Gepäck werden die zufriedenen Kinder und Jugendlichen nach Hause gefahren.

Sabrina Favazzo, Leitung Therapie

Lehrlingslager 2019 – aus der Sicht von unseren Lernenden im 1. Ausbildungsjahr

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Das Lehrlingslager der Stiftung Vivala ist ein fixer Bestandteil der 3jährigen Ausbildung zur Fachfrau / Fachmann Betreuung. Die neun Lernenden betreuten, gemeinsam mit drei weiteren Fachpersonen, während einer Woche Bewohnerinnen und Bewohner. Sie ermöglichten ihnen so eine Ferienwoche in der Stadt Winterthur. Jasmin und Sanja sind im ersten Ausbildungsjahr zur Fachfrau Betreuung und berichten hier von ihren Erlebnissen:

„Wir waren vom 8.10.19 bis zum  12.10.19 im Lehrlingslager in Winterthur. Übernachtet haben wir in einem etwas altmodischen aber sehr schönem Hostel namens Depot 195.

Tag 1: Am ersten Tag war unser Ankunftstag.  Um 11:00 Uhr konnten wir das Gepäck abgeben und es in einen Bus einräumen. Nach einer kurzen Besprechung mit Gipfeli und Kaffee ging es dann auch schon los. Etwa um 12:00 Uhr sind wir mit unserem Handgepäck zum Bahnhof gelaufen. Mit voller Motivation und Freude ging es dann mit dem Zug nach Winterthur. Dort angekommen, gingen wir in ein Restaurant etwas trinken und essen. Nachher erkundeten wir unser Hostel um alles einzuräumen. Den Rest vom Tag verbrachten wir im Hostel. Das Abendessen wurde von zwei Lehrlingen gekocht.

Tag 2: Am zweiten Tag machten wir einen Ausflug in den Bruderhaus Tierpark. Nach dem Frühstück packten wir unsere Rucksäcke und machten uns anschliessend auf den Weg. Nach einem etwa zweistündigen Spaziergang kamen wir im Tierpark an. Dort haben wir zum Mittagessen grilliert und den Mittag genossen. Am Nachmittag machten wir uns dann wieder auf den Weg Richtung Hostel. Dort angekommen waren alle sehr erschöpft. Wir freuten uns sehr auf das Abendessen und ausruhen zu können. Nach dem Abendessen gingen einige schon ins Bett und andere machten sich einen gemütlichen Abend und gingen noch gemeinsam etwas trinken.

Tag 3: Am dritten Tag gingen einige ins Thermalbad Zurzach und andere gingen shoppen. Nach dem Frühstück konnten sich einige noch ausruhen bevor es losging. Danach machten sich diejenigen, die ins Thermalbad gingen, auf den Weg an den Bahnhof und fuhren mit dem Zug nach Zurzach. Die anderen gingen in die Stadt um zu Shoppen. Am Abend trafen sich dann alle wieder im Hostel um gemeinsam Abend zu essen, das ebenfalls wieder von zwei Lehrlingen gekocht wurde. Wir machten uns noch einen gemütlichen Spieleabend.

Tag 4: Am vierten Tag durften wir den Tag mit den Bewohnerinnen und Bewohner selber gestalten, unter der Bedingung dass wir uns in Winterthur aufhalten mussten. Einige gingen shoppen, andere ins Kino, um den Film „König der Löwen“ schauen, oder machten sonst etwas. Wie üblich, nach dem Frühstücken gingen einige schon los und andere nicht. Am Abend trafen wir uns wieder zum Abendessen im Hostel. Weil es der letzte Abend war, bestellten wir uns Pizza oder Lasagne. Nach dem Essen gingen wir zum Abschluss des Lagers in eine Bar etwas trinken, genossen live Musik und spielten Tischtennis.

Tag 5: Am letzten Tag fuhren wir wieder zurück ins Vivala. Nach dem Frühstück haben wir gepackt, alles in den Bus geräumt und die Zimmer aufgeräumt. Etwa um 13:00 Uhr fuhr unser Zug von Winterthur Richtung Weinfelden. In Weinfelden angekommen, liefen wir vom Bahnhof zum Vivala zurück. Wir packten alles aus und anschliessend machten wir Lehrlinge noch eine Abschlussrunde.“

Jasmin und Sanja

Wanderferien am schönen Titisee

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Vom 2.9. bis 6.9. 2019 haben wir, konkret sechs Personen der Wohngruppen 9 und 11, unser Lager im schönen Schwarzwald aufgeschlagen. Als Ausgangspunkt für unsere Ausflüge legten wir uns auf Titisee fest.

Die Luft roch grossartig nach Nadelbäumen, was durch das tolle Wetter verstärkt wurde. Auf Schiffrundfahrten erkundeten wir den Titisee, welcher als grösster Natursee des Schwarzwalds gilt, sowie den höherliegenden Stausee namens Schluchsee.

Wir wanderten in der wunderschönen Natur, besuchten das Märklin-Eisenbahn-Museum oder genossen die Ruhe in den dort ansässigen Cafés.

Ein Höhepunkt bildete an einem Abend der Besuch der Stadt Freiburg. Dort gingen wir in eine bekannte Studentenbeiz zum Znacht und genossen im Anschluss mittels eines Nachtspaziergangs die Lichter und Atmosphäre der Stadt.

Berthold

Veloferien in der Region Weinfelden

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Vom 13. bis 15. September waren wir mit Velos und E-Bikes auf Tour rund um und in Weinfelden.

Am Freitag 13.09.2019 sind wir mit 8 Personen um zehn Uhr vormittags gestartet, gut vorbereitet mit Proviant aus der Küche. Wir wollten nach Bussnang zum Ganggelisteg fahren. Zuerst sind wir vom Vivala aus in den Wald von Weinfelden Richtung Badi unterwegs gewesen. Der Ganggelisteg war schon schnell erreicht, jedoch standen wir vor einem Platzproblem. Unser zwei Personen E-Bike war um einige Millimeter zu breit für die Brücke. Doch davon liessen wir uns nicht entmutigen: Wir haben voller Motivation eine „Ehrenrunde“ gedreht, um den Ganggelisteg via Thurbrücke Weinfelden von der anderen Seite zu erreichen. Dort angekommen haben wir erstmal die Tiere des „Mini Zoos“ angeschaut: Es gab Ponys, Schafe, Ziegen, Enten, Alpakas, exotische Vögel und zwei schwarze Schwäne zu sehen .
Weiter unten sind wir dann an eine Grillstelle gekommen, wo wir unser Picknick ausgebreitet haben und uns eine Verschnaufpause gönnten.

Während unseres Picknicks haben wir Gesellschaft von einer Männergruppe erhalten. Gegenseitige Sympathien waren sofort erkennbar. Doch wir mussten weiter, wir hatten schliesslich noch einige Kilometer vor uns…

Der zweite Tag steht an, 14.09.2019. Es ist Samstag. Kurz nach zehn Uhr fahren wir los. Heute sind nur noch zu sechst. Einige Teilnehmer mussten sich leider abmelden. Nichts desto trotz sind wir voller Elan gestartet. Der Weg entlang der Thur ist ein Genuss für alle Teilnehmer. Wir fahren nach Bürglen – Sulgen – Kradolf.

In Sulgen drehen wir ein paar extra Runden im Wald. Wir beobachten, wie die Sonnenstrahlen durch die Bäume scheinen, während es noch leicht neblig ist. Es kommt erste Herbststimmung auf. Wir fahren an einem Pferdestall vorbei, mit einem kurzen Abstecher ins Industriegebiet. Dort kann man wunderbar einige Baustellen begutachten. In Kradolf angekommen kehren wir ein im Restaurant Sonne, direkt an der Thur. Wir geniessen ein herrliches Schnitzel mit Pommes und lassen uns mit Glace zum Dessert verwöhnen. Zuerst müssen wir noch verdauen bevor wir weiter können.

Direkt beim Restaurant gehen wir mit den Velos über die Brücke. Diesmal passen alle Bikes durch. Wir sind nun in Buhwil und bewegen uns nach Istighofen. Dort folgen wir der Thur von der andern Uferseite aus. Feldwege, die sich manchmal mit Wiese vermischen und sich darin zu verlieren scheinen, bringen uns dazu kräftig in die Pedalen zu treten. Wir kommen dennoch zum Stehen. Nicht weil es uns zu streng wird, nein. Mitten im Weg versperren uns zwei Baumstämme den Weg. Das Abenteuer beginnt: Mit vereinten Kräften tragen wir die Velos und die schweren E-Bikes über die Baumstämme. Unsere Bewohner unterstützen und mit Tat und Rat, so weiss P. nämlich ganz genau, dass I. und M. uns mehr Platz machen müssen, wenn wir mit dem Zweiplätzer E-Bike kommen. So zieht er die beiden wohlwissend aus dem Weg, den zwei Betreuer für das E-Bike benötigen. Als alle Gefährte auf der anderen Seite sind, feiern wir dies mit Jubel. Zufrieden schlagen wir den Weg zurück ins Vivala ein.

Sonntag 15.09.2019, unsere Truppe trifft sich heute um zehn Uhr zum letzten Mal. Die Velos sind voll beladen mit allem, was man zum Grillen benötigt: vom Feuerzeug bis zum Brennholz, von Geschirr und Besteck bis zu Snacks und Grillgut. Wir machen uns auf in den Wald bei Sulgen. Wir fahren die Waldwege ab, P. muss einen kurzen Blick auf die Karte werfen, da sie den Standort des Grillplatzes nicht mehr genau im Kopf hat. Der Platz wurde um einen Waldweg verfehlt! Doch schnell findet sich die richtige Strecke. Ausschauhaltend bewegen wir uns fort und beenden die Fahrt mit einer spektakulären, wenn nicht filmreifen Vollbremsung. Um ein Haar, oder besser gesagt um drei Meter, sind wir am Trampelpfad zur Grillstelle vorbei gefahren. Es ist jedoch zu erwähnen, dass der Eingang sehr überwachsen und nur am Boden zu erkennen ist. Der geheime Pfad entwickelt sich zu einer wahren Schönheit der Natur. Mitten im Herz des Waldes führt er zu einer Lichtung, die nur von diesem Weg aus zugänglich ist. Die Ebene leuchtet golden in den herbstlichen Wald hinein.

unser geheimer, schöner Grillplatz, Quelle: Google Earth

Gleich daneben auf einer Anhöhe befinden sich Tisch, Bänke und eine Feuerstelle. Nun müssen wir Stöcke suchen für unser Schlangenbrot. Das Feuer wird angezündet und Würste werden vorbereitet. Das Schlangenbrot entwickelt sich zu einem Highlight. Wer wickelt den Teig gescheit um den Stock? Und wer schafft es dann das Brot nicht anbrennen zu lassen? An diesem schönen und geheimen Ort verbleiben wir für einige Stunden. Mit vollem Magen schwingen wir uns zurück auf die Velos. Wir fahren nach Opfershofen und geniessen den Ausblick auf die Landschaft. Wir halten kurz Richtung Berg, doch bevor der Stich kommt schwenken wir nach Bürglen um. Wir befinden uns am Schluss der Reise. Im Café Strassmann lassen wir bei Kaffee und Kuchen die vergangenen drei Tage ausklingen. Wir besprechen, was uns besonders gefallen hat und uns sicher in Erinnerung bleibt. Zufrieden machen wir uns auf den Weg zurück ins Vivala.

Text und Bilder: Patricia

Zwischen Dom, Main Tower und Palmengarten

Dabei sein, Glanzlichter

Teilnehmer aus drei Wohngruppen fanden sich zusammen, um vom 26. August bis 1. September 2019 Frankfurt zu erkunden. Alle waren erwiesene Grossstadtfans und genossen das Erkunden von Beizen, Stadtparks und Shopping Malls. 

Als Domizil wählten wir die Frankfurter Jugendherberge „Haus der Jugend“. Direkt am Main gelegen, war sie ein genialer Ausgangspunkt für unsere Exkursionen in die Frankfurter Innenstadt mit Römer, Dom, Paulskirche und etwas weiter dem Bankenviertel. Unsere Gastgeber waren flexibel und hilfsbereit und zeigten keine Mühe mit unseren speziellen Anliegen und zum Teil etwas lautem Auftreten.

Wenn Engel reisen … unser Aufenthalt in dieser deutschen Grossstadt fiel mit der wohl letzten richtigen Sommerwoche dieses Jahres zusammen und so konnten wir eine Seite von Frankfurt entdecken, die einem nicht als erstes in den Kopf kommt: Strassenfeste, Biergärten, improvisierte Beizen am Mainufer und das pulsierende Abendleben einer jung und international wirkenden Gemeinschaft – so gar nicht das Banker-Image, das wir erwartet hatten. Äppelwoi wurde degustiert und unterschiedlich begeistert aufgenommen

Als es am Sonntag nach einer viel zu schnell vergangenen Woche wieder im Zug zurück ging, schmiedeten wir Pläne für Frankfurt 2020 …

Alles ist Jazz und wir mittendrin!

Dabei sein, Glanzlichter

Am Freitagabend, 9. August besuchten 9 Bewohnerinnen und Bewohner sowie ihre Begleitpersonen die „Jazztage“ in Lichtensteig. Die Vorfreude auf die verschiedensten Konzerte in der Altstadt, insbesondere den Auftritt von Baschi, war riesig.

Die „Jazztage“ finden in der Altstadt Lichtensteigs statt. Da dieses Openair durchgängig barrierefrei ist, war die Freude aufs Feiern umso grösser. An den Foodständen fand jeder von uns sein Lieblingsessen. Es gab Feines: von Pommes, über Bratwurst bis hin zu Fischknusperli und Frühlingsrollen. So macht Ausgang Spass!

Aber auch die Stimmung während den Konzerten war grossartig. Viele Menschen sprachen uns an und freuten sich, dass wir den Weg ins Toggenburg gefunden hatten oder es konnten alte Bekanntschaften aufgefrischt werden.

Nachdem Baschi sein Konzert beendet hatte und die einen zurück ins Vivala fahren wollten, meinten die einen, es sei doch noch viel zu früh für die Rückkehr in den Thurgau! Schliesslich würde BAP noch aufspielen – und die darf man sich ja wirklich nicht entgehen lassen! So blieben wir halt noch länger, bis sich wirklich alle müde und glücklich auf den Heimweg machten.

Fest steht für uns: Wir kommen wieder!

Ferien im Allgäu

#insidevivala, Dabei sein, Glanzlichter

Sechs Betreute und ihre Begleitpersonen aus drei Wohngruppen der Stiftung Vivala konnten im Allgäu eine schöne, barrierefreie Ferienwoche geniessen. Nebst Erkundungstouren kam auch das Leibliche Wohl nicht zu kurz.

So fuhren wir mit dem Vivala-Bus ins schöne Allgäu nach Leutkirch, wo wir uns im Centerpark für eine Woche gemütlich einrichten würden. Im Centerpark konnten wir einige attraktive Angebote wie einen Besuch auf dem Bauern, Shopping, Badespass im Aqua Mundo und Rutschenspass im Wasser nutzen.

Wir genossen immer wieder gemeinsame Momente in der ganzen Gruppe auf der Shoppingtour durch München, ein gemeinsames Abendessen in Ravensburg oder hoch hinaus im Sky work-Baumwipfelweg in Scheidegg. Auch in kleinen Gruppen wurden viele individuelle Ausflüge gemacht um mehr zu sehen und zu erleben in diesen Ferien.

So konnten Kinoabende zu zweit oder ein Ausflug auf den Affenberg problemlos ermöglicht werden, ebenso wie Rodeln, Bergbahnen fahren oder einfach nochmals baden im Park. Natürlich kam in den Ferien kamen auch die Geniesser auf ihre Kosten: vom feinsten Flammkuchen oder doch lieber Maultaschen und ein kühles Bier – für jeden Geschmack war immer etwas dabei.

Das schöne Wetter kam zwar erst am Abreisetag , doch wir liessen uns davon unsere gute Laune nicht vermiesen! Trotz Regen und Kälte genossen alle diese Woche in vollen Zügen!

Katja