Impressionen vom Lehrlingslager 2018

Dabei sein, Glanzlichter, Lernen im Vivala

Gute Stimmung. Bombenwetter. Tolle Teamleistung.

Mit diesen Worten, um nur ein paar wenige zu nennen, würde ich das Lehrlingslager 2018 beschreiben.Wie im Vorjahr bot das Hostel Depot 195 in Winterthur, den Ausgangspunkt der diesjährigen Lagertruppe.Eine Küche, um die Kochfertigkeiten der Lehrlinge zu testen.
Die Terrasse, welche Platz für einen Pizzaabend bot oder für gemütliches Verweilen unter dem Sternenhimmel. Hostelgäste, die mit der nötigen Prise Offenheit und Interesse unseren Bewohnern gegenübertraten.
Vieles und noch mehr hat das Hostel uns gegeben.

Vollsten Einsatz wurde seitens der Lagergruppe gefordert, um gewisse Hindernisse zu überwinden. Ein scheinbar unüberwindbarer Abgrund wurde mit erstaunlicher Souveränität gemeistert, um schliesslich in der Nähe eines Wasserfalls, die verdiente Bratwurst zu geniessen.

Solche Höhenflüge vollbrachten wir am Flughafen nicht, jedoch konnten wir uns auf der Aussichtsplattform an ihnen erfreuen. Bei glasklarem, strahlendem Himmel, wohlgemerkt. Eine Beschreibung des Wetters, welche für die ganze Woche treffend ist. Nicht nur der Himmel erstrahlte in tiefem Blau, sondern auch das Quellwasser vom Bad Zurzach.
Gegen Ende der Lagerwoche kam uns etwas Erholung sicherlich gelegen.

Gerade genug Erholung, um am Abend der benachbarten Bar, „Kraftfeld“, gerecht zu werden. Sichtlich geschafft und bereit für weit weniger turbulente Tage, kamen wir im vertrauten Vivala wieder an. Ein grosser Dank an Alle, die so einen bewundernswerten Einsatz gezeigt haben und es ermöglichten, das Lehrlingslager 2018 als sehr erfolgreiches und harmonisches Lager zu kennzeichnen.

(Manuel H., 2. Lehrjahr in der Ausbildung zum Fachmann Betreuung)

 

Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft gehören dazu!

Lernen im Vivala

Monika Götti absolviert noch bis zum Sommer die Ausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft EFZ. In diesem Gespräch gibt sie Einblick in ihren Arbeitsalltag und was sie während der Ausbildung im Vivala bewegte.

Was gefällt dir gut am Beruf?
Ich mag die Abwechslung, die wir haben. Ich mache nicht jeden Tag das Gleiche, sondern habe grosse Abwechslung. Das finde ich sehr toll. Es wird mir nie langweilig. Im Vivala lernt man verschiedene Abteilungen wie Küche, Reinigung und Wäscherei kennen. So kann man sich auf eine Ausbildung freuen, die sehr viele Facetten hat. Ich mag es auch, dass ich kreativ sein kann; sei es in der Küche beim Anrichten der Speisen oder beim Dekorieren der Tische bei Anlässen. Man kann der Phantasie freien Lauf geben. In der Lehre lernt man viele der betreuten Menschen kennen und auch, wie man mit ihnen umgeht. Wichtig scheint mir auch, dass man ihnen ein tolles Gefühl für ihren Alltag gibt. Als Fachfrau Hauswirtschaft arbeite ich viel im Team mit anderen zusammen. So lernt man während der Ausbildung auch, aufeinander Rücksicht zu nehmen.

Was sind die Schattenseiten des Berufs?
Schwierig finde ich die fehlende Anerkennung. Viele meinen, die Tätigkeiten unseres Berufes seien „normal“ oder dass man gar keine Ausbildung machen muss, um das zu können, was wir in unserer Arbeit machen. Ich finde, das ist so nicht richtig. Wir schauen beispielweise sehr auf die Hygiene bei unserer Arbeit. Das tut mir manchmal schon weh, wenn ich solche Aussagen von Menschen höre, die nicht genau wissen, worum es in unserem Beruf wirklich geht. Wenn es uns Mitarbeitende der Hauswirtschaft nicht gäbe, hätten die Bewohnerinnen und Bewohner keine saubere Wäsche oder gesundes Essen. Auch die vielen Reinigungsarbeiten in allen Gebäuden würden dann nicht gemacht werden.
Aber sonst finde ich nicht, dass mein Beruf Schattenseiten hat. Ich mache es gerne und weiss, dass ich das nicht nur für mich, sondern auch für die Menschen um mich herum tue.

Was muss eine Lernende mitbringen, damit sie diesen Beruf erlernen kann?
Eine Lernende sollte Freude an der Abwechslung haben und natürlich gerne Tätigkeiten wie Reinigung, Kleidungspflege, Küche und Gästebetreuung machen. Das Interesse sollte für alle Fachbereiche etwa gleich sein. Natürlich sollte man auch offen für die Mitarbeitenden der Betreuung und die Bewohnerinnen und Bewohner sein. Dazu gehört Freundlichkeit, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft. Auch körperlich fit sollte eine Lernende sein: Man ist jeden Tag auf den Beinen, läuft viel im Betrieb herum und kann sich deshalb nicht alle fünf Minuten wieder hinsetzen. Was auch dazu gehört, ist, dass man nicht immer die gleichen Arbeitszeiten hat und auch einmal am Wochenende arbeiten muss. Dies ist beispielweise dann der Fall, wenn im Betrieb ein Anlass oder ein Fest stattfindet.

Was würdest du einer Freundin raten, die sich ebenfalls für den Beruf interessiert?
Ich würde ihr meine Eindrücke schildern, die ich während der Ausbildung gesammelt habe. Sie sollte sich bewusst sein, dass Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit zu ihren Stärken gehören sollten. Natürlich würde ich ihr auch raten, genau zu überlegen, mit welchen Klientengruppen sie zusammenarbeiten möchte. Sie müsste sich entscheiden, ob sie lieber mit älteren Menschen, Menschen in einer Reha oder im Spital, oder Menschen mit einer Beeinträchtigung arbeiten will. Für jede der Gruppe braucht es unterschiedliche Herangehensweisen. Das ist dann auch nicht ganz ohne.

Wie erlebtest du die Ausbildung im Vivala?
Ich begann zuerst eine 2jährige Lehre als Hauswirtschaftspraktikerin EBA. Es war schon am Anfang klar, dass ich nach der EBA-Ausbildung die EFZ-Ausbildung anhängen werde. Ich hatte den Abschluss mit einem Diplom und der Note von 5,3 abgeschlossen und war die Beste des Kantons Thurgau. Nun mache ich den Abschluss als Fachfrau Hauswirtschaft EFZ. In dieser Zeit wurde ich selbständiger; die Arbeit bereitete mir viel Spass. Meine Ausbildung war sehr lehrreich. Ich bekam viel Unterstützung, mir wurde aber auch gleichzeitig viel zugetraut. Das fand ich sehr toll. Die Zusammenarbeit in den Teams war immer sehr wertschätzend auch in hektischen Zeiten. Man wird mit offenen Armen aufgenommen. Für mich war das Vivala wie eine zweite Familie. Ich fühlte mich wohl hier. Auch schulisch war es eine spannende Zeit. Ich lernte viel, was ich auch jetzt sehr gut anwenden kann. Die Arbeit mit den Bewohnern war super. Es war schön, neues auszuprobieren, auch die Menschen mit einer Beeinträchtigung kennenzulernen, wie sie leben und ihren Alltag bewältigen. Es gab natürlich auch Tage, an denen ich Missverständnisse mit Arbeitskollegen erlebte. Aber auch diese bekommt man mit Reden und gemeinsamer Auseinandersetzung wieder zusammen in den Griff.

Was ist vielleicht der Unterschied zu anderen Ausbildungsstätten?
Bei uns im Vivala kann man in der Ausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft alle Fachbereiche kennenlernen. Es gibt Lehrplätze in anderen Institutionen, in denen man extern Praktika absolvieren muss, um beispielsweise in einer Wäscherei das Sortieren der Bewohnerwäsche und Hemden bügeln zu erlernen. Oder es kann sein, dass ein Betrieb keine grossen Maschinen hat. Diese Tätigkeiten lernt man dann halt nur in den überbetrieblichen Kurs. Im Vivala machen wir das jeden Tag. Es gibt verschiedene Heime mit unterschiedlichsten Bewohnern, zB. Alters- und Pflegeheime oder Spitäler.
Ich konnte viel lernen und die verschiedenen Abteilungen wie Küche, Reinigung und Wäscherei waren für mich da. Sie halfen immer und standen hilfreich zur Seite. Wenn ich mal nicht weiterwusste, konnte ich immer fragen oder suchte die Lösung selber. Ich hatte eine tolle Zeit im Vivala und werde es auch sehr vermissen. Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge und werde immer an diese tolle Ausbildungszeit hier denken. Danke!

Tag der Hauswirtschaft 2018

Dabei sein, Glanzlichter, Lernen im Vivala

Seit 2012 organisieren die Leiterin Hauswirtschaft Daniela Bosshard und ihr Team den „Tag der Hauswirtschaft“. An diesem Tag bringen sie und ihre Lernenden den Bewohnerinnen und Bewohnern und den Mitarbeitenden aus dem Betreuungsbereich ihre vielfältige Arbeit näher.
Die Räumlichkeiten der Küche, der Lingerie stehen für alle offen.

Es darf geschaut, geschmeckt, gschnuppert, gespürt, gestaunt werden.
Die Mitarbeitenden der Hauswirtschaft können an diesem Tag ihre Arbeit auf andere Weise präsentieren.

Besonders wichtig ist es Daniela Bosshard, dass der „Tag der Hauswirtschaft“ allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Spass macht und die Entdeckungsangebote kindgerecht – für die Schülerinnen und Schüler – und interessant für die erwachsenen Bewohner sind.

Am „Tag der Hauswirtschaft“ steht aber auch die Kontaktpflege mit den Mitarbeitenden aus den anderen Bereichen im Zentrum.
Als persönliches Highlight beschreibt Daniela Bosshard die lachenden, strahlenden Gesichter der Schülerinnen und Schüler und der Bewohnerinnen sowie die entspannten Begegnungen mit den Mitarbeitenden von Vivala.

Die Lernbörse: Ein Lernfeld für alle

Glanzlichter, Lernen im Vivala

Am 24. November 2017 fand die neunte Vivala-Lernbörse statt. Mitarbeitende sowie Lernende präsentierten den interessierten Kolleginnen und Kollegen Themen aus dem beruflichen und persönlichen Umfeld.

Wie schon in den vergangenen Jahren fand die Lernbörse im katholischen Pfarreizentrum St. Johannes in Weinfelden statt. Die Mitarbeitenden der Stiftung Vivala konnten einen Tag lang sechs Bildungsangebote besuchen.

Die Referentinnen und Referenten hatten sich in den vergangenen Wochen sorgfältig auf ihre Rolle vorbereitet. Dabei wurden sie von Kollegen und Vorgesetzten unterstützt. Die Idee der Lernbörse besteht darin, eigenes Wissen zu vermitteln und dem Publikum neue Sicht- und Denkweisen zu ermöglichen. Die Referenten sollen aber auch selbst profitieren: Sie können Vortragssituationen üben und „ihr“ Thema vor den interessierten und kritischen Kollegen vertreten.

Die Themen der Vorträge der Lernbörse 2017 waren breit gestreut: Humor, Meditation, Unterstützte Kommunikation in der Praxis und Demenz sowie eine Diskussion über den Jubiläumsfilm von Jann Kessler.

Am 23. November 2018 findet die Lernbörse zum zehnten Mal statt und man darf schon jetzt gespannt sein, welche Referate die Mitarbeitenden vorbereiten werden.