Logbuch-Eintrag 1

#insidevivala, Glanzlichter, Segeltörn

Liebe Törn-Followers und Believers!

Nachdem wir gestern in Kiel die beiden Segelschiffe mit Menschen, Proviant und ordentlichen Mengen an Gepäck befrachtet haben, ging’s dann los.

Bedingungen schaffen…
Aber nicht mit Seglerei, sondern unter Berücksichtigung aktueller Verhältnisse vor Ort muss sich die Projektleitung die Personenzuteilungen neu überlegen. Da wir uns zum ersten Mal dafür entschieden haben, einen Rollstuhlfahrer mitzunehmen, gilt es nun optimale Bedingungen zu schaffen und dies im Endkonsequenz zu vollziehen ohne Wenn und Aber. Das zieht eine Rochade mit sich.

Das «Fishmonster» wurde besiegt
Unterdessen rechnet Dave endgültig ab mit «Wir haben Fisch nicht gern, Idefix» und schafft für alle Passagiere Pumpernickelhäppli mit Matjes und Zwiebel heran. Gar nicht erst möglich, damit auf die Schiffe zu kommen. Es wird ihm wortwörtlich aus der Hand gerissen und verschlungen. Die Meeresbrise zeigt bereits seine magische Wirkung! Die Fischbudenverkäuferin bekam glänzende Augen bei der Auftragserteilung: Fischhäppli für zwei Schiffe macht man eben gerne parat!

Wir sind zum Segeln da und legen ab
Zu den Windverhältnissen: Es herrscht zunächst Flaute, später wird es etwa anfrischen. Somit machen wir zunächst eine Hafenrundfahrt und besichtigen wasserseits das wunderschöne Schulschiff «Korch Fock».

Keine Weichspülkapitäne und Landratten
Weiter geht’s nach Laboe, einem Badeort in der Kieler Bucht. Unterdessen kommt richtig Wind auf. Um die Schiffe in den sehr kleinen Hafen zu bringen, gibt’s ein durchaus interessantes Manöver. Das Schiff positioniert sich quer zum Kopfsteg und lässt sich vom Wind mittig heran pressen. Unter Festmachung einer Leine kann nun mit vollem Motoreinsatz das Heck rückwärts in den Hafen bewegt werden. Die Leine ist so platziert, dass sich das Schiff an die Mole drückt. Mit einer Spring und weiteren Festmachern ist dann die Sache fix. Die Niederländer, bekannt für dieses Manöver mit sehr einfacher Motorisierung, zeigen diese Seemannsfertigkeiten mit Stolz und lachen laut über Modernisierungen wie Bugstrahlruder und Co… Das ist alles eher was für Weichspülkapitäne und Landratten.

Teamwork
Auf beiden Schiffen werden erste Erfahrungen gesammelt: Was können wir leisten? Wer befindet sich wo am besten und am sichersten an Bord? Welche Situationen brauchen besondere Aufmerksamkeit? Kochen, schauen, unterstützen, freuen und Spass haben, grosse und kleine Sorgen teilen – wir packen das gemeinsam an. Auch hier findet eine Art Sortierung statt. Wichtig: Wir lassen das Gewohnte zunächst mal an Land und arbeiten diese Reise übergreifend und dort, wo es einen gerade braucht.

Ein starker Spruch
Nach einem frühmorgendlichen Schwumm am Laboer Badestrand – auch Shaline macht mit und später gefolgt durch Aleksandar- laufe ich wieder Richtung Badetuch. Ich lese grossgeschrieben an der Betonkante «Probleme kann man nicht lösen mit der gleichen Denkart, wodurch diese entstanden sind». Ein Mottosatz, der passt wie die Faust aufs Auge.

Alle fit für das grosse Abenteuer
Dave und die beiden Skipper haben sich auf Route und Eigenschaften geeinigt, mit einen Koffer voller Optionen – weil es bekanntlich selten so kommt, wie man denkt. Aber ohne Ziele kommen wir nirgendwo hin. Nach einem guten Frühstück setzen wir um 10.00h Kurs nach Bagenkop, Dänemark und verlassen bald deutsche Gewässer. Alle sind gut drauf, etwas eingeschwungen und eingeschwabbelt, Leinen los…
Martin ist laut, sehr laut und schreit phasenweise pausenlos. Ich setze mich neben ihn, und wir schauen uns gemeinsam an, was so rund um uns passiert. Es ruhiget. Auch in mir. Danke, Martin. Jetzt bin ich parat. Let’s go.


28.6.22, Dave Siddiqui

Workshops „Unterstützte Kommunikation“ im Vivala

Allgemein

Kommunikation ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Die Unterstützte Kommunikation ist ein wichtiges Hilfsmittel für unsere Bewohnerinnen und Bewohner im Vivala. Dabei können auf diverse Arten Kompetenzen erworben werden. Dies ist mit viel Arbeit, stetiger Überprüfung und Zeit verbunden.  

Gemeinsam kommen wir Schritt für Schritt weiter und können uns entwickeln.

Der UK-Workshop findet in regelmässigen Abständen statt. Dabei treffen sich die UK-Verantwortlichen der einzelnen Wohn- und Tagesstrukturgruppen des Bereichs Erwachsene. Diese bilden sich regelmässig im Bereich UK weiter, dies auch in Zusammenarbeit mit den Fachpersonen des Kinderbereichs.

Gemeinsam arbeiten wir an einer Struktur, die für die Mitarbeitenden als Grundgerüst oder Leitlinie dienen soll und die Bewohnerinnen und Bewohnern unterstützt, sich auszudrücken. Ein aktuelles Thema ist die einheitliche Beschriftung in den Räumen, Gebäuden wie auch auf Hilfsmitteln, wie iPads und Talkern. Dies dient der Orientierung und gibt Sicherheit. Die Workshops sind auch eine Plattform für Austausch, Inputs, Erfahrungen weitergeben und/oder sammeln, aktuelle Herausforderungen anschauen und nach Lösungen suchen.

Wir arbeiten gemeinsam daran, die Selbständigkeit unserer Bewohnerinnen und Bewohner zu erhöhen, Teilhabe zu ermöglichen und das soziale Miteinander durch Kommunikation zu stärken.  

Valeska Cerf

Lernen und Begegnung: Tag der Hauswirtschaft 2022

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Glanzlichter

Nach zwei Jahren Unterbruch konnten wir am vergangenen Montag 21. März 2022 den beliebten «Tag der Hauswirtschaft» gemeinsam begehen.

Begegnung, Lernen und Experimentieren, aber auch Genuss, standen an diesem Tag im Zentrum. Die interessierten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen konnten Einblick nehmen in die Lingerie, mit den Reinigungsfachpersonen Geräte austesten und Lebensmittel kosten in der Küche.

Danke an die Mitarbeitenden der Küche, Hausdienst und Wäscherei, die an diesem frühlingshaften Tag so ein schönes Fest der Begegnung gestaltet haben.

Die Waldgruppe: Was machen die denn da?

#insidevivala, Dabei sein

Vor einigen Jahren entwickelte sich aus einer Idee von engagierten Vivala-Mitarbeitende die heutige Waldgruppe. In der Anfangsphase einmal wöchentlich, wurde sie schnell zu einem festen Bestandteil für die Bewohnerinnen und Bewohner und findet nun regelmässig an drei Nachmittagen statt.

Aus den «engen» Räumen raus! Herausfordernde Umgebung anbieten, um die Aufmerksamkeit von aussen nach innen zu lenken. Ganz nach dem Motto: «Wenn mir die Zweige ins Gesicht hängen, oder die Wurzeln meine Aufmerksamkeit fordert, muss ich auf mich schauen.»

die Weite des Thurtals geniessen

Wir fördern mit der Waldgruppe unterschiedliche Themen. Es geht zu einem darum, herunter fahren zu können, sich zu erden und «grün» zu werden.  Aber auch ein Stück Ablenkung vom Alltag, Abenteuer, Entdeckungen, aktiv sein an der frischen Luft und Herausforderungen zu meistern. Von daher begleiten uns auch Bewohnerinnen und Bewohner, die ansonsten auf den Wohngruppen eine engere Begleitung benötigen. Gerade diese profitieren sehr von diesem Angebot. Sie müssen sich fokussiert mit den Hindernissen und Unebenheiten auseinandersetzen, um diese zu bewältigen oder selbst nach einer Lösung suchen, wie es für sie machbar ist. In solchen Situationen beschäftigen sie sich mit dem «jetzt und hier» und das herausfordernde Verhalten rutscht oft in den Hintergrund.

schwierige Situationen überwinden

Die Aktivität auf unterschiedlichen Untergründen und Unebenheiten fördert das Gleichgewicht, die Gangart und die Anpassungsfähigkeit. Die Herausforderungen für die jeweiligen Bewohnerinnen und Bewohner werden dementsprechend situativ und intuitiv angepasst. Auch wir wissen nicht immer was uns erwartet 😊

Nach einem erfolgreichen Waldnachmittag sind unsere Bewohnerinnen und Bewohner – in der Regel – müde, aber zufrieden und wirken ausgeglichener.

Wasser und Wald

Der Wald bietet so viele ungeahnte Möglichkeiten, er fordert und fördert. Dies auf natürliche Weise in einem sich immer verändernden Umfeld, was es spannend und ein Stück weit immer wieder neu bleiben lässt. Nur die Atmosphäre im Wald macht schon etwas. Probiert es an auch selbst aus und geht in die Wälder. Wir wünschen euch viel Spass dabei, bleibt offen und mit den Füssen auf dem Boden 😊

Somit schliessen wir mit den Worten: Stärken entfalten – dabei sein

Autor: Hansjörg Müller in Zusammenarbeit mit der Waldgruppe, sagt Danke!

Zwei Fachfrauen Hauswirtschaft erzählen

#insidevivala, Ein Blick hinter die Kulissen, Glanzlichter, Lernen im Vivala

Michelle und Rebecca haben vor einigen Tagen ihre Ausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft EFZ erfolgreich abgeschlossen. In diesem Interview berichten Sie, was sie während ihrer Lehre im Vivala bewegt und begeistert hat:

Wie seid ihr auf diesen Beruf aufmerksam geworden?

Rebecca: Eine gute Freundin hat mir damals den Tipp gegeben, mich im Vivala (ehemals Friedheim) für eine Schnupperlehre zu bewerben.Das tat ich dann auch und bekam danach auch die Lehrstelle als Hauswirtschaftspraktikerin EBA. Anschliessend absolvierte ich die Ausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft EFZ.

Michelle: Ich bin bei meiner Cousine schnuppern gegangen. Sie arbeitete damals im Unispital Zürich, als Bereichsleiterin in der Hauswirtschaft. Dort konnte ich mir einen guten Einblick von der Hauswirtschaft machen.

Was gefällt euch besonders daran? Welche Arbeiten?

Rebecca: Das Abwechseln der Einsätze auf den verschiedenen Abteilungen in der Hauswirtschaft (Reinigung, Wäscherei und Küche). So wurde es nie langweilig und man lernte immer wieder etwas Neues dazu. Zwischendurch waren wir auch im Service eingeteilt, was ich cool finde. Die Begegnungen mit den Bewohnern, das gefällt mir wirklich sehr. Dass man hier im Betrieb auch mit ihnen zusammenarbeiten kann, macht besonders viel Spass und auch Freude.

Michelle: Am besten finde ich die Abwechslung in unserem Beruf. Es wird einem nie langweilig. Alles was man lernt, kann man im Alltag z. B. zu Hause gebrauchen. Mir persönlich gefallen deshalb alle Arbeiten.

Rebecca: Grundsätzlich gefallen mir alle Arbeiten die ich zu erledigen habe. Die einen halt mehr und die anderen ein bisschen weniger. Aber das ist sicher in jedem Beruf genauso.

Welche Highlights erlebt ihr in eurem Berufsalltag im Vivala?

Michelle: Ein Highlight ist für mich sicher die Zusammenarbeit mit den Bewohnern in den Abteilungen.

Rebecca: Es gab immer wieder Highlights hier im Betrieb. Zum Beispiel alle zwei Jahre das Open Air oder die Vivala Chilbi. Jährlich findet auch der Spiel- und Sporttag statt der jeweils besonders viel Spass macht. Auch das Jubiläumsjahr 2017 war etwas ganz Besonderes mit den vielen kleineren und grösseren Anlässen rund ums Vivala.

Welche Schattenseiten hat euer Beruf?

Rebecca: Dass mehr als die Hälfe der Tätigkeiten Reinigungsarbeiten sind, die wir erledigen müssen, was mehr oder weniger Spass macht. Oder auch, dass jeder Betrieb anders ist als die restlichen Betriebe, die man kennt, bzw. dass nicht alle genau gleich sind. Das ist aber wiederum auch gut.

Michelle: Meist ist es selbstverständlich in den Betrieben, dass es immer sauber ist, frische Wäsche da ist und alles funktioniert in der Hauswirtschaft. Was ich in unserem Betrieb schön finde, weil man bei uns sehr darauf achtet. Bei vielen Schulkolleginnen und Schulkollegen ist das leider nicht so.

Was würdest du einer Freundin oder einem Freund raten, wenn sie oder er diesen Beruf lernen möchte?

Michelle: Ich würde ihm/ihr raten, dass man flexibel sein sollte, gute Nerven, Mitgefühl und Freude an dem Kontakt mit Menschen haben sollte. Wenn man Abwechslung gerne mag, ist es genau das richtige.

Rebecca: Dass sie oder er sich zuerst gut über den Beruf und die Anforderungen informiert. Schnuppern, wenn möglich in verschiedenen Betrieben, ist von grossem Vorteil. So kann man sich darauf einstellen und weiss was auf einen zukommt.

Vielen Dank und alles Gute für eure weitere Zukunft!

Barrierefreie Ferienwoche in der Schweiz!

#insidevivala, Dabei sein, Glanzlichter

Was braucht es für eine richtig schöne, genussreiche Ferienwoche für unsere Menschen mit einer Beeinträchtigung?

  • Eine barrierefreie, wohlwollende Umgebung
  • Schönes Wetter
  • Möglichkeiten, mal so richtig shoppen zu gehen
  • Feines Essen
  • Nette Bedienung
  • Ausflüge an Orte, an die man so nicht einfach kommt
  • Miteinander lachen und das Leben geniessen

Unsere Ferienwoche in Richterswil verlief genau so: Zuerst hat es geschüttet wie aus Kübeln! Wir nutzten den verregneten Dienstag für einen Besuch im Seedammcenter. Wer wollte, konnte die verschiedensten Geschäfte besuchen, sich schöne Kleider aussuchen, ein Mitbringsel für die Familie kaufen.

Am Mittwoch schliesslich machten wir unsere obligate Reise auf dem Zürichsee. Die Helvetia ist ein tolles Schiff und die Crew war sehr hilfsbereit. So machen Ferien Spass. Auch die Jugendherberge Richterswil ist barrierefrei gebaut. Das Team der Jugendherberge war supernett. Am Donnerstag war es strahlend schönes Wetter und wir genossen den Nachmittag auf der Halbinsel. Sogar ein Bad im kühlen See war möglich!

Was uns in dieser Woche begeisterte: wie unglaublich rücksichtsvoll und tolerant unsere Bewohnerinnen und Bewohner miteinander umgehen. Wenn es ein Hindernis zu bewältigen galt, halfen sie einander. Das war eine wirklich schöne Woche!

Dank an alle!

Dabei sein, Glanzlichter, Segeltörn

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Vivala und Besmerhuus
Liebe Schiffscrew Jantje und Jan Huygen
Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Liebe Spenderinnen, Spender, Sponsorinnen und Sponsoren

Das sehr gelungene 14-tägige Segel-Abenteuer ist schon wieder vorbei – aber die Erinnerungen bleiben! Wir waren vom 21. Juli bis 05. August 2018 mit zwei Schiffen auf der Ostsee unterwegs und haben von dort aus eine wunderbare Reise zu verschiedenen Häfen gemacht: Stralsund, Rügen, Dänemark bis nach Kopenhagen, Malmö in Schweden und wieder zurück. Dabei haben wir etwa 250 Seemeilen zurückgelegt.

Die Reise war aus seemännischer Sicht betrachtet eher von Flaute geprägt. Europa unter Hochdrucklage liess grüssen. Aus Perspektive des Segelreise-Projekt-Gedankens war es ein erlebnisreiches und gelungenes Miteinander.

„Wir erkunden neue Horizonte, leben Gemeinsamkeit ohne Gleichheitsbestreben und gehen gemeinsam an Grenzen.“

Denn genau das passiert auf so einer Reise. Feine Begegnung von Gedanken, Unsicherheiten und Aktionen. Neues wagen, um sich dadurch auch wieder am Vertrauten erneut zu erfreuen. Sich einlassen, kleine und grosse Erlebnisse ermöglichen für Betreute und Betreuende. Von all dem gab es auf dieser Reise unzählig viele schöne und eindrückliche Beispiele!

Guter Groove, kollegiale Offenheit, gemeinsame Freude
So ein Segeltörn braucht, nebst reiselustigen Teilnehmer/innen, eben engagierte Begleitpersonen, die bereit sind, auch in anspruchsvollen Situationen und in ungewohnter Umgebung all das zu tun, was es braucht, damit es den betreuten Personen gut gehen kann. Auch das „selbst dabei sein“ darf dabei nicht vergessen gehen. So entsteht auf ganzer Linie ein „guter Groove“ und genau das hat sehr gut funktioniert auf unserem gemeinsamen Abenteuer.

Besonders hervorheben möchte die gelebte kollegiale Offenheit, gegenseitiges Interesse an fachlichem Austausch und Freude daran zu entdecken, wie es eben auch mal anders als üblicherweise gehen kann. Beispielsweise indem man gegenseitig schaut, welche Lösungswege in der neuen Umgebung gefunden werden können für praktische, aber auch agogische Angelegenheiten. Das Vivala-Team hat seine Erfahrung und Hilfsbereitschaft etabliert und es so auch den Newcomern ermöglicht, voll und ganz dabei zu sein.

Auch Herausforderungen gemeinsam meistern
Dass eine unserer Teilnehmerinnen beim an Land gehen gestürzt ist, ist sehr bedauerlich und wir sind alle sehr erleichtert, dass Rosi Glück im Unglück hatte und nur oberflächliche Verletzungen davon getragen hat. Sie ist unterdessen auch wieder zuhause. Wie gut, dass wir unseren Schiffsarzt Fredy dabei hatten. Er hat sich fachmännisch und mit Herz um Rosi gekümmert, aber auch um kleine Wehwehchen von Betreuten und Mitarbeitenden.

Die Schiffscrew ist ebenfalls entscheidend für alles, was auf so einer Reise entstehen kann. Es war uns eine besondere Freude zu sehen, wie sich die Crew rundum rücksichtsvoll um unsere doch ziemlich bunt gemischte Gruppe gekümmert und sich auf sie eingestellt hat. Da war auch viel Spontanität und Herz zu spüren. Dass wir diese Reise schon öfters mit der Reederei van Linschoten machen konnten, erweist sich immer wieder als sehr positiv. Die grosse Offenheit der beiden Crews ist keine Selbstverständlichkeit und wir alle konnten von den gemeinsamen Erfahrungen profitieren.

Smutje Shaline, unsere Schiffsköchin, hat ihre Aufgabe auf hoher See gut verstanden und sportlich gemeistert, davon haben wir alle profitiert – auch wenn der Wurst-Käse-Salat den Holländern eher spanisch vorkam.

Ich persönlich habe mich sehr gefreut über herzhafte Begegnungen mit und zwischen Bewohner und Bewohnerinnen aus dem Vivala und dem Besmerhuus. Sie pflegten auch untereinander einen sehr rücksichtsvollen und hilfsbereiten Umgang. Sie genossen sichtlich die besondere Atmosphäre auf den beiden wunderschönen Segelschiffen. Es würde mich besonders freuen, künftig nochmals in dieser oder einer ähnlichen Konstellation eine Segelreise initiieren zu dürfen.

So bleibt mir zum Schluss allen Beteiligten zu danken für das Mitwirken vor und während dieser unvergesslichen Reise. Auch der Stiftung „Denk an mich“ gebührt grossen Dank, ebenso wie all denjenigen, die mit kleinen und grossen Spenden dazu beigetragen haben, dass wir diese Reise überhaupt erst machen konnten.

Dave Siddiqui
Geschäftsleiter Vivala Weinfelden