Logbuch-Eintrag 5: Heute lassen wir Bilder sprechen…

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Segeltörn

Liebe Followers und Freund*innen

Wir posten heute einige Bilder und viele kurze Filme, um euch einen Eindruck von unseren Abenteuern und Erlebnissen an Bord zu vermitteln.

Es schaukelt…
Auf dem Weg zum nächsten Geldautomaten…
Timing ist alles…

Logbuch-Eintrag 1

#insidevivala, Glanzlichter, Segeltörn

Liebe Törn-Followers und Believers!

Nachdem wir gestern in Kiel die beiden Segelschiffe mit Menschen, Proviant und ordentlichen Mengen an Gepäck befrachtet haben, ging’s dann los.

Bedingungen schaffen…
Aber nicht mit Seglerei, sondern unter Berücksichtigung aktueller Verhältnisse vor Ort muss sich die Projektleitung die Personenzuteilungen neu überlegen. Da wir uns zum ersten Mal dafür entschieden haben, einen Rollstuhlfahrer mitzunehmen, gilt es nun optimale Bedingungen zu schaffen und dies im Endkonsequenz zu vollziehen ohne Wenn und Aber. Das zieht eine Rochade mit sich.

Das «Fishmonster» wurde besiegt
Unterdessen rechnet Dave endgültig ab mit «Wir haben Fisch nicht gern, Idefix» und schafft für alle Passagiere Pumpernickelhäppli mit Matjes und Zwiebel heran. Gar nicht erst möglich, damit auf die Schiffe zu kommen. Es wird ihm wortwörtlich aus der Hand gerissen und verschlungen. Die Meeresbrise zeigt bereits seine magische Wirkung! Die Fischbudenverkäuferin bekam glänzende Augen bei der Auftragserteilung: Fischhäppli für zwei Schiffe macht man eben gerne parat!

Wir sind zum Segeln da und legen ab
Zu den Windverhältnissen: Es herrscht zunächst Flaute, später wird es etwa anfrischen. Somit machen wir zunächst eine Hafenrundfahrt und besichtigen wasserseits das wunderschöne Schulschiff «Korch Fock».

Keine Weichspülkapitäne und Landratten
Weiter geht’s nach Laboe, einem Badeort in der Kieler Bucht. Unterdessen kommt richtig Wind auf. Um die Schiffe in den sehr kleinen Hafen zu bringen, gibt’s ein durchaus interessantes Manöver. Das Schiff positioniert sich quer zum Kopfsteg und lässt sich vom Wind mittig heran pressen. Unter Festmachung einer Leine kann nun mit vollem Motoreinsatz das Heck rückwärts in den Hafen bewegt werden. Die Leine ist so platziert, dass sich das Schiff an die Mole drückt. Mit einer Spring und weiteren Festmachern ist dann die Sache fix. Die Niederländer, bekannt für dieses Manöver mit sehr einfacher Motorisierung, zeigen diese Seemannsfertigkeiten mit Stolz und lachen laut über Modernisierungen wie Bugstrahlruder und Co… Das ist alles eher was für Weichspülkapitäne und Landratten.

Teamwork
Auf beiden Schiffen werden erste Erfahrungen gesammelt: Was können wir leisten? Wer befindet sich wo am besten und am sichersten an Bord? Welche Situationen brauchen besondere Aufmerksamkeit? Kochen, schauen, unterstützen, freuen und Spass haben, grosse und kleine Sorgen teilen – wir packen das gemeinsam an. Auch hier findet eine Art Sortierung statt. Wichtig: Wir lassen das Gewohnte zunächst mal an Land und arbeiten diese Reise übergreifend und dort, wo es einen gerade braucht.

Ein starker Spruch
Nach einem frühmorgendlichen Schwumm am Laboer Badestrand – auch Shaline macht mit und später gefolgt durch Aleksandar- laufe ich wieder Richtung Badetuch. Ich lese grossgeschrieben an der Betonkante «Probleme kann man nicht lösen mit der gleichen Denkart, wodurch diese entstanden sind». Ein Mottosatz, der passt wie die Faust aufs Auge.

Alle fit für das grosse Abenteuer
Dave und die beiden Skipper haben sich auf Route und Eigenschaften geeinigt, mit einen Koffer voller Optionen – weil es bekanntlich selten so kommt, wie man denkt. Aber ohne Ziele kommen wir nirgendwo hin. Nach einem guten Frühstück setzen wir um 10.00h Kurs nach Bagenkop, Dänemark und verlassen bald deutsche Gewässer. Alle sind gut drauf, etwas eingeschwungen und eingeschwabbelt, Leinen los…
Martin ist laut, sehr laut und schreit phasenweise pausenlos. Ich setze mich neben ihn, und wir schauen uns gemeinsam an, was so rund um uns passiert. Es ruhiget. Auch in mir. Danke, Martin. Jetzt bin ich parat. Let’s go.


28.6.22, Dave Siddiqui

Tiergestützte Aktivitäten in der sozialpädagogischen Arbeit

#insidevivala, Glanzlichter

Simone hat im Rahmen ihres Studiums zur Sozialpädagogin HF für ihre Abschlussarbeit ein Projekt zum Thema „Tiergestützte Aktivitäten“ durchgeführt und dieses anschliessend schriftlich dokumentiert und ausgewertet.

„Die Idee zu diesem Projekt entwickelte sich aus meiner Überzeugung heraus, dass die Methode der Tiergestützten Aktivitäten eine spannende und abwechslungsreiche Interventionsmöglichkeit in der Alltagsgestaltung unserer Klienten sein kann. Tiere, ob Haus- oder Nutztiere spielen schon seit vielen Jahrhunderten eine wichtige Rolle für unsere Gesellschaft. Sie sind Teil unserer Kultur und unseres Alltags. Das Angebot wurde somit auch in die Alltagsgestaltung der Bewohner/ innen integriert. Durch die regelmäßigen und abwechslungsreichen Angebote wurde Bewegungsförderung ermöglicht, welche die Gesundheit und das Wohlbefinden der Teilnehmenden unterstützt und soziale Gruppenprozesse ebenfalls davon profitierten. „Tiere wirken ganzheitlich und stellen oft schon an und für sich eine Ressource dar. Ihr Einsatz lässt sich zudem mit weiteren Ressourcen verbinden. Für die gesundheitsfördernde Wirkung von Tieren gibt es zahlreiche Belege. Tiere bringen uns zum Lachen, können uns trösten und den Alltag beleben. Sie fördern – ganz im Sinne der WHO – körperliche, seelisch- geistige und soziale Gesundheit und sind damit ein wichtiger Faktor in Prävention, Rehabilitation und Salutogenese ganz allgemein. Tierkontakt wirkt unspezifisch und spezifisch. Er kann Menschen helfen, Krankheit zu überwinden oder gar nicht erst krank zu werden. Er kann Lebensqualität erhöhen und Leid lindern.“ (Germann- Tillman/ Merklin/ Stamm Näf 2019, S. 47)

Für mein Projekt zeigte sich, zu meiner großen Freude der Erlebnisbauernhof „Wannenwis“ in Waldkirch bereit mit dem Vivala zusammenzuarbeiten. In einem persönlichen Gespräch erfuhr ich, dass die Inhaber selbst schon seit einiger Zeit darüber nachgedacht hatten, ihre Angebote einem größeren Publikum zu ermöglichen. Das Projekt war somit also auch für sie eine gute Gelegenheit, erste Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Menschen mit einer Behinderung zu sammeln.

Die Projektnachmittage gestalteten sich immer sehr abwechslungsreich und die Teilnehmenden hatten sichtlich Freude in Kontakt mit verschiedensten Tierarten zu kommen. Die Tiergestützten Aktivitäten motivierten die Teilnehmenden auch auf ganz spielerische Art, sich an der frischen Luft zu bewegen. Gemeinsam wurde viel gelacht und zeitweise auch gestaunt, als wir mit ungewöhnlichen Tierarten in Kontakt kamen.

Nachfolgend noch ein paar Eindrücke unserer gemeinsamen Nachmittage.

20.10.2021

Heute hatten wir Projektstart und alle Bewohner/ innen der Wohngruppe nahmen daran teil. Die Teilnehmenden entschieden sich am Vortag für einen Spaziergang mit den Alpakas. Nach dem Mittagessen ging es gemeinsam los. Nach einer halben Stunde Fahrt kamen wir am Bauernhof an und wurden freundlich von den Mitarbeitenden begrüßt. Nachdem alle aus dem Fahrzeug ausgestiegen waren und uns erklärt wurde, welche Aktivitäten anstanden, ging es auch schon zum Alpakagehege. Dort warteten bereits vier Alpakas mit Halfter und Leine zum Spazieren gehen. Gemeinsam starteten wir dann zu einem einstündigen Spaziergang. Zurück auf dem Hof, hatten die Teilnehmenden anschließend noch Gelegenheit die Alpakas zu füttern. Auch die Begegnungen mit den Meerschweinchen sowie den Pferden und Schildkröten gefiel den Teilnehmenden gut. Nach dem zweistündigen Aufenthalt machten wir uns wieder auf den Rückweg ins Vivala, wo wir gegen 17.00 Uhr eintrafen. Zusammen ließen wir die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren. Ein Teilnehmer informierte mich auch sogleich, dass er beim nächsten Mal gerne wieder mit dabei sein möchte.

10.11.2021

Wir starteten wieder nach der Mittagspause und machten uns auf den Weg zum Bauernhof. Wir parkten unser Fahrzeug am vereinbarten Treffpunkt, wo auch schon vier Alpakas und zwei Mitarbeitende des Hofs auf uns warteten. Nachdem alle ausgestiegen waren und wir eine kurze Einführung in den heutigen Nachmittag erhielten, spazierten wir los. Alle Teilnehmenden hatten Gelegenheit ein Alpaka zu führen. Die Teilnehmenden wirkten schon vertraut mit der Situation und hielten die Leine ihres Tieres selbstsicher in der Hand und marschierten los. Anfangs kamen wir problemlos vorwärts, bis wir auf einem Feldweg abbogen. Trotz einiger Hindernisse für die Rollstuhlfahrenden war die Stimmung gut und es wurde viel gelacht. Nach ungefähr einer Stunde Spaziergang erreichten wir wieder den Parkplatz unseres Fahrzeugs. Ein Mitarbeiter half den Rollstuhlfahrenden einzusteigen. Die anderen Teilnehmenden, die Mitarbeitenden des Hofs und ich liefen gemeinsam mit den Alpakas zu Fuß zurück zum Bauernhof.

Wie am Vormittag noch von einer Teilnehmerin gewünscht, folgte ein weiterer Besuch bei den Meerschweinchen. Eine Tierpflegerin holte ein Meerschweinchen, damit sie es streicheln konnte. Anschliessend bekam eine weitere Klientin noch die Gelegenheit eine Katze zu sehen, als diese über den Hof in unsere Richtung gelaufen kam. Die Katze liess die Berührungen problemlos zu und sich von ihren Streicheleinheiten verwöhnen.

Anschliessend machten wir uns wieder auf den Rückweg ins Vivala.

24.11.2021

Am Nachmittag des Projekttages fuhr ich diesmal nur mit zwei Teilnehmenden zum Bauernhof. Am heutigen Tag begleitete uns ein Mitarbeiter des Hofs während der Aktivitäten. Wir starteten mit Begegnungen zu den Pferden. Ein Teilnehmer entschied sich bereits am Vortag für die Pferde und einen Alpaka-Spaziergang. Die andere Teilnehmerin wählte für sich nur die Alpakas und kommunizierte dies mit Hilfe ihres Tablets, in dem sie auf die entsprechenden Bilder zeigte. Ihr wurde vor Ort aber ebenso das Angebot gemacht, auch mit zu den Pferden zu kommen, worauf sie einwilligte. Während der Begegnung hielt sie jedoch großzügigen Abstand und traute sich nicht in die Nähe. Der andere Teilnehmer zeigte sich hoch motiviert und hatte wieder Gelegenheit, mit Anleitung des Tierpflegers, das Pferd zu striegeln. Abschließend durfte die beiden das Pferd noch füttern.

Als nächstes gingen wir zum Alpakagehege und mit Unterstützung des Tierpflegers halfen beide den Tieren das Halfter anzulegen. Danach machten wir einen kurzen Spaziergang. Das Wetter verschlechterte sich zusehends und es fing leicht an zu regnen, weshalb wir entschieden wieder den direkten Rückweg zum Hof zu nehmen. Da wir noch etwa eine Stunde für weitere Aktivitäten zur Verfügung hatten, wurde den Teilnehmenden angeboten dabei mitzuhelfen, die Hängebauchschweine in ihr Wintergehege zu begleiten und es mit Stroh auszulegen. Beide stimmten zu.

Zum Abschluss hatten alle noch die Möglichkeit die Lemuren kennenzulernen und mit Bananen zu füttern. Das Wesen dieser Tiere ist sehr aufweckt und sie sind sehr neugierig. Die Tiere kamen auch zeitweise sehr nah zu den Klienten, so dass sie die Tiere auch anfassen konnten. Abgesehen vom schlechten Wetter, erlebten beide noch einen gelungenen und lustigen Abschluss des Nachmittags.

01.12.2021

Heute wurde der letzte Projektnachmittag durchgeführt. Leider zeichnete der Wetterbericht in den Tagen zuvor bereits ein düsteres Bild. Der 1.12. sollte leider ein kalter und verregneter Tag werden. Unsere Planung den Tag gemütlich mit Chili con Carne, Punch und Weihnachtsplätzchen am Lagerfeuer ausklingen zu lassen, stand unter keinem guten Stern. Im Team haben wir aus diesem Grund überlegt, den Ablauf anzupassen und das Abendessen nicht wie geplant auf dem Bauernhof durchzuführen, sondern wie bisher auf der Wohngruppe. Unser Vorhaben ein Lagerfeuer zu ermöglichen, wollte ich jedoch noch nicht ganz verwerfen und hoffte darauf, dass sich der angemeldete Regen in Grenzen hielt. Mit den Verantwortlichen des Bauernhofs vereinbarte ich, dass wir situativ entscheiden und abwarten wollten, wie sich das Wetter im Laufe des Nachmittags entwickelte. Die Angebote, welche für den letzten Projekttag zur Auswahl standen, wurden ebenfalls dem Wetter entsprechend angepasst. Zu den gewünschten Aktivitäten zählte auch diesmal wieder ein Alpaka-Spaziergang.

Als wir am Nachmittag wie gewohnt um halb drei ankamen, wurde den Teilnehmenden das Angebot gemacht, zu Beginn den Spaziergang mit den Alpakas zu unternehmen. Das Wetter war zu dieser Zeit noch regenfrei und wir wollten die Gelegenheit nutzen, um das Angebot noch realisieren zu können. Wir liefen diesmal eine Strecke von etwa fünfzehn Minuten. Der Spaziergang verlief gut und alle Teilnehmenden zeigten mit ihrem Lachen, dass ihnen die Aktivität gefiel. Zurück auf dem Hof, halfen alle gemeinsam mit, die Alpakas wieder zurück in ihr Gehege zu bringen. Als nächstes folgte die Begegnung mit den Pferden. Die Teilnehmenden durften unter Anleitung ein Pferd striegeln. Diesmal traute sich sogar jene Teilnehmerin in die Nähe der Pferde und striegelte mit meiner Unterstützung für eine paar Minuten eines der Tiere, welche zuvor ihnen gegenüber unsicher und ängstlich war. Dieser Moment war sehr eindrücklich und schön, da die Klientin offensichtlich ihre Unsicherheit gegenüber den Tieren abbaute und sich das erste Mal traute einem Pferd näher zu kommen und es sogar anzufassen. Inzwischen fing es an zu regnen und der Wind nahm an Stärke zu.

Wir beendeten den Besuch bei den Pferden und machten uns auf den Weg in das Tropenhaus. Die Klienten durften eine weiße Schlange kennenlernen und sie auch berühren. Der Tierpfleger öffnete auch wieder für einen Moment das Lemuren-Gehege, so dass die Tiere herauskommen und die Teilnehmenden ihnen sehr nah sein konnten. Mit Hilfe von Futterschalen wurden Bananen gefüttert und zeitweise ließen sich die Tiere auch anfassen. Draußen regnete es inzwischen sehr stark und ich besprach mich mit dem Mitarbeiter des Hofs bezüglich Lagerfeuer. Unter diesen Bedingungen schien es uns unmöglich, dem Wunsch der Teilnehmenden nachzukommen. Der Mitarbeiter schlug eine Alternative vor, welche es uns trotzdem noch ermöglichen sollte, ein Feuer zu entfachen. Er organisierte ein Art Feuertonne mit Rohr. Gemeinsam machten wir uns mit den Teilnehmenden auf den Weg zu einer Terrasse, welche über ein Dach vom Regen geschützt war. Trotz dem inzwischen sehr stürmischen und kalten Wetters, war es uns doch noch möglich den Projektabschluss mit Punsch und Weihnachtsplätzchen, um ein warmes Feuer zu genießen. Den Teilnehmenden schien das Improvisieren wenig zu stören. Es wurde immer noch gelacht und die Stimmung war gut. Nachdem die Getränke leer und die Plätzchen gegessen waren, verabschiedeten wir uns wieder von den Mitarbeitenden des Hofs. Trotz den etwas ungünstigen Bedingungen, äußerten sich wieder alle Bewohner/ innen über den letzten Tag positiv. Anschließend machten wir uns auf den Rückweg ins Vivala.

Zurück in der Institution, wartete schon ein Teamkollege mit einem warmen Chili con Carne auf uns. Gemeinsam ließen wir so noch den letzten Projekttag gemütlich ausklingen.“

Ferienwoche in Cannobio. Ein Rückblick

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Eine Ferienwoche für Menschen mit Beeinträchtigung will gut organisiert sein. Doch nicht nur Organisation ist wichtig, es braucht Freude am Tun, Neugier und Humor. Die beiden erfahrenen, langjährigen Betreuer Peter und Peter beschreiben hier ihre Erfahrungen.

Samstag, 11.09.21

Am Nachmittag Ankunft in Cannobio, Zimmer verteilen, Koffer auspacken, Betten richten und im Anschluss eine kurze Siesta nach der langen anstrengenden Fahrt. Am Abend gibt es ein feines Abendessen im Restaurant unten im Haus. Gegen 21:00 Uhr müde zu Bett gegangen. Auch unser tapferer Bus hat einen schönen und sicheren Platz in der Hofeinfahrt bekommen.

Sonntag, 12.09.21

Am Morgen Einkauf im nahegelegenen Einkaufsmarkt fürs Frühstück. J. geht mit, da er die grösste Freude dabei hat und vor allem Erfahrung von den Einkäufen zu Hause. Auch die nächsten Tage möchte J. immer wieder dabei sein. Am Vormittag Besuch des Marktes in Cannobio entlang des Lago Maggiore. Die Bewohner kaufen sich mit viel Begeisterung an den Ständen Dinge ein, die ihnen gefallen. Anschl. noch ein Stadtbummel durch die schöne Altstadt von Cannobio. Abends gehen wir wieder fein essen, überwiegend Pizza und Spaghetti.

Montag, 13.09.21

Nach einem ausgedehnten Brunch machen wir einen Spaziergang durch die Altstadt und die Promenade entlang. Nach einer Stunde zeigt F. Ermüdungserscheinungen, ein Weiterlaufen ist deswegen nicht mehr möglich. Mit letzter Kraft schaffen wir es ins Haus zurück. F. benötigt mehrere Stunden, um wieder richtig wach zu werden.

Dienstag, 14.09.21

Für heute haben wir uns vorgenommen, einen längeren Fussmarsch durchzuführen, um den ortsnahen Campingplatz Riviera zu besuchen. F. ist wieder so weit hergestellt, dass er gut mitlaufen kann. Dort angekommen, haben wir uns mit Cola und Kaffee gestärkt und sind die ganze Strecke am See entlang wieder zurückgelaufen. Je eine kleine Portion Spaghetti lässt uns wieder zu Kräften kommen. Am Abend Abschluss des Tages im hauseigenen Restaurant La Prace.

Mittwoch, 15.09.21

Wetterumschwung ist angesagt. Schon Tage zuvor wissen wir, was auf uns zukommt. 100 % Regenwahrscheinlichkeit. Bereits am Morgen ist der Himmel durchgängig grau in grau. Wir lassen uns jedoch davon nicht abschrecken und machen das Beste daraus. Gegen 10:00 Uhr setzt Starkregen ein. Erst ab dem frühen Nachmittag können wir einen Stadtbummel machen. M. kauft sich eine Jacke und wir können doch noch an der Strandpromenade etwas Trinken gehen. Am Abend geniessen wir das Essen in «unserem» Restaurant.

Donnerstag, 16.09.21

Auch für heute ist wieder Regen angesagt, der jedoch erst am Abend einsetzt, was uns natürlich sehr freut. Nach einem ausgedehnten Brunch geht es durch die Altstadt und zur Strandpromenade. An einen längeren Spaziergang, wie die Tage zuvor, ist nicht zu denken. M. klagt vorzu über Schmerzen in den Beinen. Deshalb schlendern wir gemütlich durch die Altstadtgassen nach Hause. Gegen Abend gehen wir das letzte Mal in unser Lieblingsrestaurant fein Essen und verabschieden uns vom sehr freundlichen Personal.

Freitag, 17.09.21

Die ersten Bewohner sind bereits früh am Morgen wach, denn sie wissen, dass es auf grosse Fahrt nach Hause geht. Nachdem alle Koffer gepackt und im Bus verstaut sind, fahren wir nach Übergabe des Hauses los. Wir lassen uns viel Zeit und geniessen die schöne Landschafft, die an uns vorüberzieht. Unterwegs geht’s noch in ein Restaurant fein essen, bis wir schliesslich gegen 16:30 Uhr wieder zu Hause sind.

Im Nachhinein war es ein rundum gelungenes Ferienlager. Es gab weder Spannungen noch schwierige Situationen unter den Bewohnern. Wir Betreuungspersonen sind stolz, dass wir den Bewohnern ein, in der kurzen Zeit unvergessliches Ferienlager ermöglichen konnten.

Zwischen Dom, Main Tower und Palmengarten

Dabei sein, Glanzlichter

Teilnehmer aus drei Wohngruppen fanden sich zusammen, um vom 26. August bis 1. September 2019 Frankfurt zu erkunden. Alle waren erwiesene Grossstadtfans und genossen das Erkunden von Beizen, Stadtparks und Shopping Malls. 

Als Domizil wählten wir die Frankfurter Jugendherberge „Haus der Jugend“. Direkt am Main gelegen, war sie ein genialer Ausgangspunkt für unsere Exkursionen in die Frankfurter Innenstadt mit Römer, Dom, Paulskirche und etwas weiter dem Bankenviertel. Unsere Gastgeber waren flexibel und hilfsbereit und zeigten keine Mühe mit unseren speziellen Anliegen und zum Teil etwas lautem Auftreten.

Wenn Engel reisen … unser Aufenthalt in dieser deutschen Grossstadt fiel mit der wohl letzten richtigen Sommerwoche dieses Jahres zusammen und so konnten wir eine Seite von Frankfurt entdecken, die einem nicht als erstes in den Kopf kommt: Strassenfeste, Biergärten, improvisierte Beizen am Mainufer und das pulsierende Abendleben einer jung und international wirkenden Gemeinschaft – so gar nicht das Banker-Image, das wir erwartet hatten. Äppelwoi wurde degustiert und unterschiedlich begeistert aufgenommen

Als es am Sonntag nach einer viel zu schnell vergangenen Woche wieder im Zug zurück ging, schmiedeten wir Pläne für Frankfurt 2020 …

Eine schneereiche Woche im Toggenburg

Dabei sein, Glanzlichter

In den Sportferien verbrachten fünf Kinder und vier Erwachsene einige Tage in Sellamatt im winterlich verschneiten Toggenburg. Bei wunderbaren Pistenverhältnissen lernten einige der Kinder Ski fahren. Ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten!

Ermöglicht wurden diese Ferientage dank der grosszügigen Spende der Kiwanis Weinfelden. Tatkräftig unterstützten die Mitglieder Mitarbeitende und Kinder auch auf der Reise ins Toggenburg: sie transportierten sehr hilfsbereit unser Gepäck auf die Alp Sellamatt. Herzlichen Dank!

„Wild Wild West“ im Thurgauer Dörfli

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Die Fasnacht ist seit vielen Jahren ein grosses und wichtiges Fest im Vivala. An diesem Tag – oder besser: an diesem Abend – darf wild getanzt, gefeiert und gesungen werden. Mit einem Blick hinter die Kulissen möchten wir euch zeigen, wieviel Arbeit und Engagement in so einem Anlass steckt, denn am 13. Februar 2019 ab 17 Uhr ist es wieder soweit!

Claude und Dave sind in diesem Jahr die Organisatoren der Vivala-Fasnacht. Die beiden jungen Fachmänner Betreuung, die auf der gleichen Wohngruppe im Vivala tätig sind, haben sich engagiert an diese Aufgabe gemacht. Dass sie seit einigen Jahren zusammenarbeiten und wissen, wie der andere jeweils „tickt“, ist ein grosser Vorteil bei der Planung eines solchen Anlasses.

So war die erste Herausforderung, eine Location zu finden, die sowohl Partyfeeling für all die Besucher verspricht, als auch barrierefrei ist. Sie stiessen über einen Freund auf das „Thurgauer Dörfli“, welches im Inline Drom gleich neben dem Stadion Güttingersreuti liegt. Das rustikale Innere der Räumlichkeiten inspirierte die beiden Organisatoren auch sogleich zum diesjährigen Motto „Wild Wild West“.

So hat Dave in den letzten Wochen auch die passende Playlist für diesen Abend zusammengestellt. Die Musik soll nämlich Spass machen, zum Motto „Wild Wild West“ passen und auch für fasnächtliche Stimmung sorgen. Dave ist sich sicher, dass er hier den richtigen Geschmack der Besucherinnen und Besucher treffen wird. Er wird am 13. Februar denn auch am Mischpult stehen.

Claude gibt einen weiteren Einblick in die Organisation: „Wie in jedem Jahr sind auch 2019 unsere Lernenden mit von der Partie. Sie stehen an der Bar, helfen beim Auf- und Abbau und werden für eine gute Stimmung sorgen. Wir freuen uns auf jede Menge Gäste.“ Schliesslich will der Wilde Westen im Herzen des Thurgaus gefeiert werden!

 

Eine ganz besondere Kochstunde

Dabei sein, Glanzlichter

Am 23. August fand im Vivala eine besondere Kochstunde statt: Die drei Spitzenköche Reto Lüchinger vom Gasthof Eisenbahn und Jürg Langer vom Gasthaus zum Trauben in Weinfelden, und Gerhard Kininger vom Restaurant Zum Grünen Glas in Zürich. Gemeinsam mit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern kochten sie ein feines Mittagsmenü.

 

 

Interview mit Dessertbuchautorin Andrina

Dabei sein, Glanzlichter, Lernen im Vivala

Unsere ehemalige Lernende Andrina gewann im Juli 2018 einen Preis für ihre Maturaarbeit „Dessertbuch in Leichter Sprache“. In diesem Interview berichtet sie, wie sie dieses Buch geschrieben hat.

Wie kamst du darauf, ein Dessert-Buch in Leichter Sprache zu erstellen?

An einer Lernbörse im Vivala hielt jemand einen Vortrag über Leichte Sprache. Dieses Thema faszinierte mich und ich wollte es weiter vertiefen. Dass ein Kochbuch mit vielen Bildern und vielleicht sogar mit Cups/Bechern anstatt mit Masseinheiten sinnvoll wäre, diskutierten wir bei einem Weihnachtsessen mit Freunden und Verwandten. Beiläufig wurde mir gesagt, dass ich so ein Buch ja im Rahmen meiner Abschlussarbeit für die Schule erstellen könnte. Die Idee liess mich nicht mehr los und als es dann in der Schule um die Themenauswahl ging, suchte ich frühzeitig Mentoren, die mich in dieser Arbeit unterstützen würden. Dass es ein Dessertbuch und kein Koch- oder Backbuch wurde, hängt damit zusammen, dass ich wollte, dass das Buch für möglichst viele Personen hilfreich ist. Ich wollte nicht diejenigen Personen ausschliessen, die aus Sicherheitsgründen keinen Backofen oder Herd bedienen dürfen oder das nötige Wissen dafür nicht haben. In dem Dessertbuch hat es nun neun Rezepte und nur für zwei Rezepte wird ein Backofen benötigt.

Vor welchen Herausforderungen standest du bei dieser Arbeit?

Herausfordernd war das Verfassen der Rezepte. Leichte Sprache hat Richtlinien, an die man sich halten muss. Es gibt auch einen Duden Leichte Sprache, der mir geholfen hat. Trotzdem gab es immer wieder Momente, in denen ich stundenlang nach einem einfacheren Wort gesucht habe oder die Sätze immer wieder neu umformuliert habe, bis sie trotz Leichter Sprache inhaltlich und grammatikalisch korrekt waren.
Viele Schwierigkeiten stellte ich erst fest, als ich die Rezepte mit einem Bewohner ausprobierte. Ich merkte, dass er Abkürzungen von Masseinheiten nicht verstehen und Esslöffel von Kaffeelöffeln nicht voneinander unterscheiden kann. In der definitiven Version schrieb ich die Masseinheiten dann aus und unterschied zwischen „grosser Löffel“ und „kleiner Löffel“.
Das Fremdwort Muffin konnte er trotz Hilfe nicht lesen und verstehen. Ich nannte die Muffins dann Schokoladenküchlein.

„Trotzdem gab es immer wieder Momente, in denen ich stundenlang nach einem einfacheren Wort gesucht habe oder die Sätze immer wieder neu umformuliert habe, bis sie trotz Leichter Sprache inhaltlich und grammatikalisch korrekt waren.“

Was hat dir Spass gemacht, was weniger?

Kochen und Backen zähle ich zu meinen Hobbies, deshalb hat mir der Arbeitsschritt des Zubereitens der Desserts besonders gut gefallen. Das grösste Highlight war dann aber die Durchführung gemeinsam mit einem Bewohner von der Wohngruppe, auf der ich arbeitete. Er konnte mithilfe des Rezepts selbständig den Einkauf erledigen und den Dessert zubereiten. Voller Stolz streckte er mir den Teller Muffins entgegen und sagte „Andrina, weisst du, ich bin jetzt nicht mehr nur Musiker, ich kann jetzt auch backen“.

Natürlich bestand meine Interdisziplinäre Arbeit nicht nur aus dem Dessert-Buch, sondern ich musste auch eine schriftliche Arbeit mit Einleitung, These, Theorie und Fazit abgeben. Da sie interdisziplinär sein musste, wählte ich die beiden Fächer Deutsch und Naturwissenschaften. Meine Aufgabe war es dann, die Erarbeitung des Dessertbuchs mit Literatur aus diesen beiden Fächern zu verbinden. Der praktische Teil hat mir deutlich mehr Spass gemacht als das Schreiben, auch wenn ich viel dazulernen und profitieren konnte.

„Das grösste Highlight war dann aber die Durchführung gemeinsam mit einem Bewohner von der Wohngruppe, auf der ich arbeitete.“

Wie viel Zeit hast du in diese Arbeit investiert?

Wie viel Zeit ich genau brauchte, kann ich nicht sagen. Aber mit einem kurzen Arbeitsablauf kann man sich vielleicht etwas darunter vorstellen:
1. 10 Rezepte überlegen, die keinen Alkohol/Kaffee enthalten und einfach sind (z.B. kein Eier-trennen)
2. Einkaufsliste erstellen und einkaufen
3. Alle Zutaten einzeln fotografieren
4. Alle Hilfsmittel (Löffel, Schüssel etc.) fotografieren
5. Backen/zubereiten der Desserts
6. Desserts schön herrichten fürs Foto
7. Desserts fotografieren
8. Bilder bearbeiten
9. Mich mit Theorie Leichte Sprache auseinandersetzen
10. Beispielrezepte in Leichter Sprache lesen
11. Rezepte in Leichter Sprache schreiben
12. Erste Überprüfung der Rezepte: Texte in ein Prüftool eingeben
13. Zweite Überprüfung der Rezepte: Texte einem Experten in Leichter Sprache zum Gegenlesen geben
14. Dritte Überprüfung: Texte mit einem Menschen mit einer Beeinträchtigung gemeinsam lesen
15. Rezepte mit einem Menschen mit einer Beeinträchtigung testen (einkaufen/zubereiten)
16. Texte anpassen/vereinfachen
17. Dessert-Buch gestalten
18. Testversion bestellen und nochmals überarbeiten
19. Definitive Version bestellen

Kann man das Buch bei dir erwerben?

Ich habe das Buch auf einer App für Fotobücher gestaltet und dort bestellt. Wenn jemand Interesse hat, kann ich jederzeit ein Buch nachbestellen. Leider sind die Bücher da sehr kostspielig. Mein Ziel für die Sommerferien ist es deshalb, das Buch in einem anderen Format nochmals neu zu gestalten. So könnte ich bei Interesse auch einzelne Rezepte ausdrucken oder ich könnte die Datei sogar bei Amazon hochladen, damit meine Rezepte in Leichter Sprache als Buch veröffentlicht und dort bestellt werden können.

Liebe Andrina, danke für dieses Interview und dieses tolle Buch! Wir bleiben gespannt! Alles Gute für deine Zukunft!

 Andrina_Dessertbuch

Dank an alle!

Dabei sein, Glanzlichter, Segeltörn

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Vivala und Besmerhuus
Liebe Schiffscrew Jantje und Jan Huygen
Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Liebe Spenderinnen, Spender, Sponsorinnen und Sponsoren

Das sehr gelungene 14-tägige Segel-Abenteuer ist schon wieder vorbei – aber die Erinnerungen bleiben! Wir waren vom 21. Juli bis 05. August 2018 mit zwei Schiffen auf der Ostsee unterwegs und haben von dort aus eine wunderbare Reise zu verschiedenen Häfen gemacht: Stralsund, Rügen, Dänemark bis nach Kopenhagen, Malmö in Schweden und wieder zurück. Dabei haben wir etwa 250 Seemeilen zurückgelegt.

Die Reise war aus seemännischer Sicht betrachtet eher von Flaute geprägt. Europa unter Hochdrucklage liess grüssen. Aus Perspektive des Segelreise-Projekt-Gedankens war es ein erlebnisreiches und gelungenes Miteinander.

„Wir erkunden neue Horizonte, leben Gemeinsamkeit ohne Gleichheitsbestreben und gehen gemeinsam an Grenzen.“

Denn genau das passiert auf so einer Reise. Feine Begegnung von Gedanken, Unsicherheiten und Aktionen. Neues wagen, um sich dadurch auch wieder am Vertrauten erneut zu erfreuen. Sich einlassen, kleine und grosse Erlebnisse ermöglichen für Betreute und Betreuende. Von all dem gab es auf dieser Reise unzählig viele schöne und eindrückliche Beispiele!

Guter Groove, kollegiale Offenheit, gemeinsame Freude
So ein Segeltörn braucht, nebst reiselustigen Teilnehmer/innen, eben engagierte Begleitpersonen, die bereit sind, auch in anspruchsvollen Situationen und in ungewohnter Umgebung all das zu tun, was es braucht, damit es den betreuten Personen gut gehen kann. Auch das „selbst dabei sein“ darf dabei nicht vergessen gehen. So entsteht auf ganzer Linie ein „guter Groove“ und genau das hat sehr gut funktioniert auf unserem gemeinsamen Abenteuer.

Besonders hervorheben möchte die gelebte kollegiale Offenheit, gegenseitiges Interesse an fachlichem Austausch und Freude daran zu entdecken, wie es eben auch mal anders als üblicherweise gehen kann. Beispielsweise indem man gegenseitig schaut, welche Lösungswege in der neuen Umgebung gefunden werden können für praktische, aber auch agogische Angelegenheiten. Das Vivala-Team hat seine Erfahrung und Hilfsbereitschaft etabliert und es so auch den Newcomern ermöglicht, voll und ganz dabei zu sein.

Auch Herausforderungen gemeinsam meistern
Dass eine unserer Teilnehmerinnen beim an Land gehen gestürzt ist, ist sehr bedauerlich und wir sind alle sehr erleichtert, dass Rosi Glück im Unglück hatte und nur oberflächliche Verletzungen davon getragen hat. Sie ist unterdessen auch wieder zuhause. Wie gut, dass wir unseren Schiffsarzt Fredy dabei hatten. Er hat sich fachmännisch und mit Herz um Rosi gekümmert, aber auch um kleine Wehwehchen von Betreuten und Mitarbeitenden.

Die Schiffscrew ist ebenfalls entscheidend für alles, was auf so einer Reise entstehen kann. Es war uns eine besondere Freude zu sehen, wie sich die Crew rundum rücksichtsvoll um unsere doch ziemlich bunt gemischte Gruppe gekümmert und sich auf sie eingestellt hat. Da war auch viel Spontanität und Herz zu spüren. Dass wir diese Reise schon öfters mit der Reederei van Linschoten machen konnten, erweist sich immer wieder als sehr positiv. Die grosse Offenheit der beiden Crews ist keine Selbstverständlichkeit und wir alle konnten von den gemeinsamen Erfahrungen profitieren.

Smutje Shaline, unsere Schiffsköchin, hat ihre Aufgabe auf hoher See gut verstanden und sportlich gemeistert, davon haben wir alle profitiert – auch wenn der Wurst-Käse-Salat den Holländern eher spanisch vorkam.

Ich persönlich habe mich sehr gefreut über herzhafte Begegnungen mit und zwischen Bewohner und Bewohnerinnen aus dem Vivala und dem Besmerhuus. Sie pflegten auch untereinander einen sehr rücksichtsvollen und hilfsbereiten Umgang. Sie genossen sichtlich die besondere Atmosphäre auf den beiden wunderschönen Segelschiffen. Es würde mich besonders freuen, künftig nochmals in dieser oder einer ähnlichen Konstellation eine Segelreise initiieren zu dürfen.

So bleibt mir zum Schluss allen Beteiligten zu danken für das Mitwirken vor und während dieser unvergesslichen Reise. Auch der Stiftung „Denk an mich“ gebührt grossen Dank, ebenso wie all denjenigen, die mit kleinen und grossen Spenden dazu beigetragen haben, dass wir diese Reise überhaupt erst machen konnten.

Dave Siddiqui
Geschäftsleiter Vivala Weinfelden