Eine ganz besondere Kochstunde

Dabei sein, Glanzlichter

Am 23. August fand im Vivala eine besondere Kochstunde statt: Die drei Spitzenköche Reto Lüchinger vom Gasthof Eisenbahn und Jürg Langer vom Gasthaus zum Trauben in Weinfelden, und Gerhard Kininger vom Restaurant Zum Grünen Glas in Zürich. Gemeinsam mit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern kochten sie ein feines Mittagsmenü.

 

 

Interview mit Dessertbuchautorin Andrina

Dabei sein, Glanzlichter, Lernen im Vivala

Unsere ehemalige Lernende Andrina gewann im Juli 2018 einen Preis für ihre Maturaarbeit „Dessertbuch in Leichter Sprache“. In diesem Interview berichtet sie, wie sie dieses Buch geschrieben hat.

Wie kamst du darauf, ein Dessert-Buch in Leichter Sprache zu erstellen?

An einer Lernbörse im Vivala hielt jemand einen Vortrag über Leichte Sprache. Dieses Thema faszinierte mich und ich wollte es weiter vertiefen. Dass ein Kochbuch mit vielen Bildern und vielleicht sogar mit Cups/Bechern anstatt mit Masseinheiten sinnvoll wäre, diskutierten wir bei einem Weihnachtsessen mit Freunden und Verwandten. Beiläufig wurde mir gesagt, dass ich so ein Buch ja im Rahmen meiner Abschlussarbeit für die Schule erstellen könnte. Die Idee liess mich nicht mehr los und als es dann in der Schule um die Themenauswahl ging, suchte ich frühzeitig Mentoren, die mich in dieser Arbeit unterstützen würden. Dass es ein Dessertbuch und kein Koch- oder Backbuch wurde, hängt damit zusammen, dass ich wollte, dass das Buch für möglichst viele Personen hilfreich ist. Ich wollte nicht diejenigen Personen ausschliessen, die aus Sicherheitsgründen keinen Backofen oder Herd bedienen dürfen oder das nötige Wissen dafür nicht haben. In dem Dessertbuch hat es nun neun Rezepte und nur für zwei Rezepte wird ein Backofen benötigt.

Vor welchen Herausforderungen standest du bei dieser Arbeit?

Herausfordernd war das Verfassen der Rezepte. Leichte Sprache hat Richtlinien, an die man sich halten muss. Es gibt auch einen Duden Leichte Sprache, der mir geholfen hat. Trotzdem gab es immer wieder Momente, in denen ich stundenlang nach einem einfacheren Wort gesucht habe oder die Sätze immer wieder neu umformuliert habe, bis sie trotz Leichter Sprache inhaltlich und grammatikalisch korrekt waren.
Viele Schwierigkeiten stellte ich erst fest, als ich die Rezepte mit einem Bewohner ausprobierte. Ich merkte, dass er Abkürzungen von Masseinheiten nicht verstehen und Esslöffel von Kaffeelöffeln nicht voneinander unterscheiden kann. In der definitiven Version schrieb ich die Masseinheiten dann aus und unterschied zwischen „grosser Löffel“ und „kleiner Löffel“.
Das Fremdwort Muffin konnte er trotz Hilfe nicht lesen und verstehen. Ich nannte die Muffins dann Schokoladenküchlein.

„Trotzdem gab es immer wieder Momente, in denen ich stundenlang nach einem einfacheren Wort gesucht habe oder die Sätze immer wieder neu umformuliert habe, bis sie trotz Leichter Sprache inhaltlich und grammatikalisch korrekt waren.“

Was hat dir Spass gemacht, was weniger?

Kochen und Backen zähle ich zu meinen Hobbies, deshalb hat mir der Arbeitsschritt des Zubereitens der Desserts besonders gut gefallen. Das grösste Highlight war dann aber die Durchführung gemeinsam mit einem Bewohner von der Wohngruppe, auf der ich arbeitete. Er konnte mithilfe des Rezepts selbständig den Einkauf erledigen und den Dessert zubereiten. Voller Stolz streckte er mir den Teller Muffins entgegen und sagte „Andrina, weisst du, ich bin jetzt nicht mehr nur Musiker, ich kann jetzt auch backen“.

Natürlich bestand meine Interdisziplinäre Arbeit nicht nur aus dem Dessert-Buch, sondern ich musste auch eine schriftliche Arbeit mit Einleitung, These, Theorie und Fazit abgeben. Da sie interdisziplinär sein musste, wählte ich die beiden Fächer Deutsch und Naturwissenschaften. Meine Aufgabe war es dann, die Erarbeitung des Dessertbuchs mit Literatur aus diesen beiden Fächern zu verbinden. Der praktische Teil hat mir deutlich mehr Spass gemacht als das Schreiben, auch wenn ich viel dazulernen und profitieren konnte.

„Das grösste Highlight war dann aber die Durchführung gemeinsam mit einem Bewohner von der Wohngruppe, auf der ich arbeitete.“

Wie viel Zeit hast du in diese Arbeit investiert?

Wie viel Zeit ich genau brauchte, kann ich nicht sagen. Aber mit einem kurzen Arbeitsablauf kann man sich vielleicht etwas darunter vorstellen:
1. 10 Rezepte überlegen, die keinen Alkohol/Kaffee enthalten und einfach sind (z.B. kein Eier-trennen)
2. Einkaufsliste erstellen und einkaufen
3. Alle Zutaten einzeln fotografieren
4. Alle Hilfsmittel (Löffel, Schüssel etc.) fotografieren
5. Backen/zubereiten der Desserts
6. Desserts schön herrichten fürs Foto
7. Desserts fotografieren
8. Bilder bearbeiten
9. Mich mit Theorie Leichte Sprache auseinandersetzen
10. Beispielrezepte in Leichter Sprache lesen
11. Rezepte in Leichter Sprache schreiben
12. Erste Überprüfung der Rezepte: Texte in ein Prüftool eingeben
13. Zweite Überprüfung der Rezepte: Texte einem Experten in Leichter Sprache zum Gegenlesen geben
14. Dritte Überprüfung: Texte mit einem Menschen mit einer Beeinträchtigung gemeinsam lesen
15. Rezepte mit einem Menschen mit einer Beeinträchtigung testen (einkaufen/zubereiten)
16. Texte anpassen/vereinfachen
17. Dessert-Buch gestalten
18. Testversion bestellen und nochmals überarbeiten
19. Definitive Version bestellen

Kann man das Buch bei dir erwerben?

Ich habe das Buch auf einer App für Fotobücher gestaltet und dort bestellt. Wenn jemand Interesse hat, kann ich jederzeit ein Buch nachbestellen. Leider sind die Bücher da sehr kostspielig. Mein Ziel für die Sommerferien ist es deshalb, das Buch in einem anderen Format nochmals neu zu gestalten. So könnte ich bei Interesse auch einzelne Rezepte ausdrucken oder ich könnte die Datei sogar bei Amazon hochladen, damit meine Rezepte in Leichter Sprache als Buch veröffentlicht und dort bestellt werden können.

Liebe Andrina, danke für dieses Interview und dieses tolle Buch! Wir bleiben gespannt! Alles Gute für deine Zukunft!

 Andrina_Dessertbuch

Dank an alle!

Dabei sein, Glanzlichter, Segeltörn 2018

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Vivala und Besmerhuus
Liebe Schiffscrew Jantje und Jan Huygen
Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Liebe Spenderinnen, Spender, Sponsorinnen und Sponsoren

Das sehr gelungene 14-tägige Segel-Abenteuer ist schon wieder vorbei – aber die Erinnerungen bleiben! Wir waren vom 21. Juli bis 05. August 2018 mit zwei Schiffen auf der Ostsee unterwegs und haben von dort aus eine wunderbare Reise zu verschiedenen Häfen gemacht: Stralsund, Rügen, Dänemark bis nach Kopenhagen, Malmö in Schweden und wieder zurück. Dabei haben wir etwa 250 Seemeilen zurückgelegt.

Die Reise war aus seemännischer Sicht betrachtet eher von Flaute geprägt. Europa unter Hochdrucklage liess grüssen. Aus Perspektive des Segelreise-Projekt-Gedankens war es ein erlebnisreiches und gelungenes Miteinander.

„Wir erkunden neue Horizonte, leben Gemeinsamkeit ohne Gleichheitsbestreben und gehen gemeinsam an Grenzen.“

Denn genau das passiert auf so einer Reise. Feine Begegnung von Gedanken, Unsicherheiten und Aktionen. Neues wagen, um sich dadurch auch wieder am Vertrauten erneut zu erfreuen. Sich einlassen, kleine und grosse Erlebnisse ermöglichen für Betreute und Betreuende. Von all dem gab es auf dieser Reise unzählig viele schöne und eindrückliche Beispiele!

Guter Groove, kollegiale Offenheit, gemeinsame Freude
So ein Segeltörn braucht, nebst reiselustigen Teilnehmer/innen, eben engagierte Begleitpersonen, die bereit sind, auch in anspruchsvollen Situationen und in ungewohnter Umgebung all das zu tun, was es braucht, damit es den betreuten Personen gut gehen kann. Auch das „selbst dabei sein“ darf dabei nicht vergessen gehen. So entsteht auf ganzer Linie ein „guter Groove“ und genau das hat sehr gut funktioniert auf unserem gemeinsamen Abenteuer.

Besonders hervorheben möchte die gelebte kollegiale Offenheit, gegenseitiges Interesse an fachlichem Austausch und Freude daran zu entdecken, wie es eben auch mal anders als üblicherweise gehen kann. Beispielsweise indem man gegenseitig schaut, welche Lösungswege in der neuen Umgebung gefunden werden können für praktische, aber auch agogische Angelegenheiten. Das Vivala-Team hat seine Erfahrung und Hilfsbereitschaft etabliert und es so auch den Newcomern ermöglicht, voll und ganz dabei zu sein.

Auch Herausforderungen gemeinsam meistern
Dass eine unserer Teilnehmerinnen beim an Land gehen gestürzt ist, ist sehr bedauerlich und wir sind alle sehr erleichtert, dass Rosi Glück im Unglück hatte und nur oberflächliche Verletzungen davon getragen hat. Sie ist unterdessen auch wieder zuhause. Wie gut, dass wir unseren Schiffsarzt Fredy dabei hatten. Er hat sich fachmännisch und mit Herz um Rosi gekümmert, aber auch um kleine Wehwehchen von Betreuten und Mitarbeitenden.

Die Schiffscrew ist ebenfalls entscheidend für alles, was auf so einer Reise entstehen kann. Es war uns eine besondere Freude zu sehen, wie sich die Crew rundum rücksichtsvoll um unsere doch ziemlich bunt gemischte Gruppe gekümmert und sich auf sie eingestellt hat. Da war auch viel Spontanität und Herz zu spüren. Dass wir diese Reise schon öfters mit der Reederei van Linschoten machen konnten, erweist sich immer wieder als sehr positiv. Die grosse Offenheit der beiden Crews ist keine Selbstverständlichkeit und wir alle konnten von den gemeinsamen Erfahrungen profitieren.

Smutje Shaline, unsere Schiffsköchin, hat ihre Aufgabe auf hoher See gut verstanden und sportlich gemeistert, davon haben wir alle profitiert – auch wenn der Wurst-Käse-Salat den Holländern eher spanisch vorkam.

Ich persönlich habe mich sehr gefreut über herzhafte Begegnungen mit und zwischen Bewohner und Bewohnerinnen aus dem Vivala und dem Besmerhuus. Sie pflegten auch untereinander einen sehr rücksichtsvollen und hilfsbereiten Umgang. Sie genossen sichtlich die besondere Atmosphäre auf den beiden wunderschönen Segelschiffen. Es würde mich besonders freuen, künftig nochmals in dieser oder einer ähnlichen Konstellation eine Segelreise initiieren zu dürfen.

So bleibt mir zum Schluss allen Beteiligten zu danken für das Mitwirken vor und während dieser unvergesslichen Reise. Auch der Stiftung „Denk an mich“ gebührt grossen Dank, ebenso wie all denjenigen, die mit kleinen und grossen Spenden dazu beigetragen haben, dass wir diese Reise überhaupt erst machen konnten.

Dave Siddiqui
Geschäftsleiter Vivala Weinfelden

Fotografischer Rückblick auf die Segelreise 2018

Dabei sein, Glanzlichter, Segeltörn 2018

Es ist nun schon eine Woche her, seit wir auf dem Meer gesegelt sind. Die Zeit geht so rasch vorbei! Mit diesem fotografischen Rückblick denken an die Segelreise zurück und erinnern uns an viele spannende Erlebnisse!

Hier könnt ihr nachlesen, was wir in den letzten Wochen erlebt haben.

Schweiz wir kommen!

Dabei sein, Glanzlichter, Segeltörn 2018

Von Wiek zurück nach Stralsund,

heute Morgen ging es wieder um kurz nach 9 Uhr los. Nach dem letzten gemütlichen gemeinsamen Frühstück, genossen wir ein letztes Mal das Schaukeln der Wellen der Ostsee, die tolle Aussicht auf das Wasser sowie die nahe gelegenen Dörfer.
Ein letztes Mal wurden auf Deck alle Segel gesetzt und wir segelten mit fünf Knoten in Richtung Stralsund zurück.

Unterwegs wurde bereits gepackt, geputzt und die letzten Vorkehrungen für unsere Heimfahrt getroffen.
Gegen 15 Uhr sind wir im Hafen Stralsund eingetroffen und wurden wie immer von netten Menschen in Empfang genommen. Dann hiess es: Schiff ausladen, putzen und gleichzeitig aufpassen, dass keiner verloren geht. Das hatten wir ja bereits.
Nachdem auch die Snacks für die lange Fahrt eingekauft und vorbereitet waren, gingen wir alle noch in ein gegenüberliegendes Restaurant und jeder konnte sich ein Menue aussuchen.
Anschliessend hiess es Car einladen und Gepäckraum vollstopfen.

Natürlich wurden auch alle unsere Begleiter der beiden Schiffe noch verabschiedet und umarmt. Ein letztes Gruppenfoto wurde noch geknipst, bevor wir dann um kurz nach 18 Uhr unsere Fahrt in die Schweiz antraten.
Let’s go, das schaffen wir jetzt auch noch und länger wie die Hinfahrt kann es nicht mehr werden! 🙂

Klintholm – Wiek, Ornella geht kontrolliert über Bord!

Dabei sein, Glanzlichter, Segeltörn 2018

Auch heute sind wir wieder früh bei strahlendem Sonnenschein gestartet.
Wir hatten erneut einen langen Tag vor uns, weil wir uns schon langsam unserem Abfahrtsort Stralsund nähern müssen und noch eine längere Strecke vor uns liegt.
Unser Segeltag dauerte ca. Von 09:00 – 18:30 Uhr.

Das Wetter war prächtig und die Sonne sorgte für viel Hitze an Bord. Unterwegs setzten wir kurzerhand den Anker und ein Teil sprang ins Wasser um sich abzukühlen. Andere vergnügten sich mit den Wasserpistolen auf dem Deck und sorgten so für etwas Erfrischung.

In Wiek angekommen gab es dann schon bald Znacht, denn alle hatten nach dem langen Segeltag Hunger.
Am späteren Abend ging ein Teil von uns Eis essen und andere liessen den Tag in einer Bar mit Livemusik ausklingen, so wie es sich für echte Seeleute gehört. Die Faulpelze blieben an Bord und genossen den wunderschönen Sonnenuntergang auf dem Schiffsdeck mit Musik, Glace und guter Stimmung.

Auch heute schliefen wieder einige auf dem Deck und genossen die letze Nacht schaukelnd auf dem Wasser.

Auf stiller See von Malmö nach Klintholm

Dabei sein, Glanzlichter, Segeltörn 2018

Nach den 2 grossen Städtetrips tritt die grosse Müdigkeit ein.
Während unserer langen Segelfahrt haben heute fast alle geschlafen. Da der Wind gerade wieder Urlaub macht, wurde von allen wachen Leuten ins Segel gepustet, während die anderen geschlafen haben.
Das Wetter war sehr wechselhaft und kurze Hosen wurden kurzzeitig mit langen Hosen ausgetauscht.

Gegen 18 Uhr kamen wir in Klintholm an, wo wir wieder von vielen Touristen empfangen und besucht wurden.
Ein Teil der Gruppe stürzte sich in die Ostsee, während andere ein Abendbier an der Whiskeybar genossen.
Zum Znacht gab es ganz traditionell Köttbullar mit Kartoffelstock und Bohnen.

In der darauf folgenden Nacht entstanden durch das Abendessen viele Eigenwinde, sodass ein Teil der Bewohner/Innen die Nacht auf dem Deck verbrachte um frische Luft zu bekommen.

Unerwartete Besucher in Malmö

Dabei sein, Glanzlichter, Segeltörn 2018

Dave, wo steckt ihr wir sind fast da… kurz darauf stossen Wiveka mit Ehemann Markus, Tochter Sarah und ihrem Freund Adrian zum Dessert beim sehr geselligen und leckeren Nachtessen dazu. Wo kommt sie aufs Mal her? Grosse Freude in der Runde: Wilkommen Wiveka ! [ehemalige Begleiterin auf Segelreisen 2011 und 2014). Es ist einfach schön, danke, warst du kurz bei uns!!!

Beim leckeren Abendessen genoss unsere ganze Gruppe den Abend und liess den Mittwoch gemeinsam ausklingen. Speis und Trank sowie das Wetter und die Stimmung waren super.

Beim späteren Spaziergang zum Schiff hatten wir die wunderschöne Kulisse der Stadt und des Leuchtturms vor uns.

Bei den Schiffen angekommen dachten wir natürlich auch an den Geburtstag der Schweiz und feierten diesen mit Feuerwerk und guter Laune von Schweden aus mit.

Da es schon spät war, ging ein Teil von uns zu Bett, während ein anderer Teil die Aussicht auf die Stadt noch eine Weile genoss.

Und in diesem Sinne : Happy Birthday Schweiz!

Die Geschichte von einer Meerjungfrau, einer langen Schwarzfahrt, Spitalaufenthalt und Tanzen im Park

Dabei sein, Glanzlichter, Segeltörn 2018

31.7.18, 17.00 Fest in Kopenhagen. Wir liegen prominent vor dem Palast am Amaliaborg. Ein Traum! Die Hälfte der Reisegruppe bricht auf nach Schweden, die Zugreise nach Malmö dauert lediglich 40 Minuten und ein wenig Action ist einigen gerade recht. Du alter Schwede! … wir tun es einfach…

Wir haben zwei Nächte Aufenthalt hier. Die erste Nacht in Kopenhagen ist schön und warm, die Aussicht, Bilder und Stimmung im grossen Hafenbecken ist wunderschön.

Es freuen sich alle auf den für den Morgen angesagten Stadtbummel, ja Kopenhagen lädt so richtig zum Shoppen ein!

Am nächsten Tag ist alles anders, Rosi gehts nicht gut und sie ist sehr schwach. Nach der Kontrolle durch unseren Schiffsarzt erfolgt Spitalaufnahme per Ambulanz zwecks weiteren Untersuchungen. Eine Entzündung hat sie geschwächt; sie wird die Heimreise in einigen Tagen per Flugzeug antreten. Corinna bleibt die ganze Zeit bei ihr.

Mittags, juhuuiiii ab in die Stadt. Mit Taschengeld, Sonnenhüetli und Sonnencreme bewaffnet geht es los.. es wird gekäffelet und gelädelet, aber äbä, wo ist eigentlich Erika? Sie hat scheinbar beschlossen, Kopenhagen auf eigene Faust zu erkunden. Wir leiten dann die erforderliche Suchmassnahmen ein, legen viele Landmeilen zurück und beschäftigen so manchen Polizist, Security, Taxi und Rikshafahrer.

Erika war Zugfahren, wurde 25 km ausserhalb Kopenhagen mit Kirschen und Einkauftütchen wieder gefunden. Woher das Ganze kommt, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Nach langer Taxifahrt holen wir Erika ab, und sie meint bestens gelaunt: Zugfahre schön xsi!! Scheinbar hatte sie einen super Tag!

Ein kleiner Teil der Gruppe hat den Abend mit Musik am Kopenhagener Openair genossen und ordentlich abgetanzt.

Und so liebi Lüüt, wirds langsam aber sicher 1. August. Happy Birthday Schweiz! Morgens um 8.00 sitzen wir im Regen auf Deck unter der Plane, und werden um 8.30 Leinen los machen, weil SeglerInnen keine Landratten sind.