Die 12. Lernbörse der Stiftung Vivala: Mitarbeitende bilden Mitarbeitende

Lernen im Vivala

Am Donnerstag, 29. September 2022 fand die Lernbörse zum 12. Mal im Kath. Pfarreizentrum statt. Nach zwei Jahren Unterbruch konnte dieser interne Weiterbildungstag wieder durchgeführt werden.

Unter dem Motto «Mitarbeitende bilden Mitarbeitende» bereiteten sich die acht Referentinnen und Referenten auf diesen Tag vor. Sie führten das interessierte, kollegiale Publikum durch einen abwechslungsreichen Tag. Die Themenspanne reichte dabei von «Akzeptanz» über «Resilienz» und Literatur, bis hin zu «Trauma», einer praktischen Anleitung für Hennamalereien sowie den Dialog über brennende Themen.

Verpflegt wurden die anwesenden Besucherinnen und Besucher mit einem schmackhaften Nasi Goreng aus der Institutionsküche und einem feinen Dessert. Das Fazit nach diesem Tag fiel unter den Anwesenden sehr positiv aus. Die kollegiale Begegnung, das Weiterentwickeln von Vortragsskills und die erlebte Fachlichkeit wurde als sehr wertvoll erlebt.

Freude herrscht!

#insidevivala, Lernen im Vivala


Zusammen mit weiteren Absolvent*innen aus nah (Münchwilen) und fern (Bern, Schwäbisch Hall) erlangten heute unsere Mitarbeiterinnen Miriam, Marianne und Christine das Zertifikat «Kinaesthetics Peertutorin».

Die Geschäftsleitung freut sich ausserordentlich darüber, dass sich weitere Peertutor*innen aus eigenen Reihen befähigen konnten und gratulieren ganz herzlich zur erlangten Qualifikation.

Wir ermutigen die taufrischen sowie langjährigen Peertutor*innen im Alltag dranzubleiben, die eigene Kompetenz und Bewegungskompetenz von Menschen mit Beeinträchtigung weiterhin aktiv zu nutzen, zu entwickeln und Erkenntnisse möglichst im kollegialen Umfeld zu sichern.

Es ist kein Zufall, dass wir seit 25 Jahren Kinaesthetics schulen und vorantreiben. Ende November 2022 stellen wir das Vivala-Symposium „25 Jahre in Bewegung“ auf die Beine!

Lernen und Begegnung: Tag der Hauswirtschaft 2022

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Glanzlichter

Nach zwei Jahren Unterbruch konnten wir am vergangenen Montag 21. März 2022 den beliebten «Tag der Hauswirtschaft» gemeinsam begehen.

Begegnung, Lernen und Experimentieren, aber auch Genuss, standen an diesem Tag im Zentrum. Die interessierten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen konnten Einblick nehmen in die Lingerie, mit den Reinigungsfachpersonen Geräte austesten und Lebensmittel kosten in der Küche.

Danke an die Mitarbeitenden der Küche, Hausdienst und Wäscherei, die an diesem frühlingshaften Tag so ein schönes Fest der Begegnung gestaltet haben.

Winterkontrasttag auf Skiern

#insidevivala, Dabei sein, Glanzlichter

Im Rahmen des Winterkontrasttages zog es unsere skibegeisterten Kinder und Jugendlichen aus dem Vivala ins teilweise verschneite Toggenburg. Auf den Pisten konnten sie ihre Fertigkeiten beim Skifahren gleich an zwei Tagen zeigen und erweitern.

Nach der Ankunft der Taxis am Mittwochmorgen wird ein Vivalabus und ein Auto mit all dem Gepäck beladen. Marianne ordnet im Bus geschickt Koffer, Skis, Stöcke, Helme, Handschuhe, Kuschelbären, Skibrillen, Essen, Kinder und Erwachsene. Alle haben ihren Platz und freuen sich auf dieses Abenteuer. Obwohl das Wetter sich nicht gerade von der besten Seite zeigt und auch die Prognose nicht top ist, herrscht super Stimmung. Als Ehrengast und erfahrene Skifahrerin dürfen wir Lilo Kälin begrüssen, die in ihrem Alltag als pensionierte Heilpädagogin Zeit gefunden hat, uns zu begleiten.

Unter der Leitung von Claudia Thöny steuern wir eine bereits von den letzten Jahren bekannte Piste in Wildhaus an. Unterwegs stellen wir fest, dass die Piste laut Internet noch immer geschlossen ist. Was ist dort los? Verweilt der Sturm Sabine noch auf diesem Berg? Unten an der Talstation informiert uns ein Mitarbeiter der Bergbahnen, dass wirklich Sabine Schuld ist: zwei grosse Tannen liegen auf dem Masten. Der Skilift muss erst repariert werden und steht uns nicht zur Verfügung. So unternehmen wir die ersten Fahrversuche am Ponylift neben der Talstation. Fürs Mittagessen gehen wir dann den weiten Weg zur Sesselbahn, die uns hoch ins Oberdorf bringt. Belohnt werden wir mit einer Familienplatte gefüllt mit Wienerli, Pommes und Chicken Nuggets. Trotz kalten Temperaturen und starkem Schneefall fahren wir immer wieder diesen Übungshang hinunter. Die Mutigen probieren sogar die Wippe / Schanze aus.

Gegen Abend machen wir es uns im Johanneum in Neu St. Johann gemütlich. Dort steht uns eine ganze Wohngruppe mit Spielsachen und allem, was wir brauchen zur Verfügung. Nach einer ruhigen Nacht mit viel Schlaf sitzen die Einen motiviert am Frühstückstisch und freuen sich auf den zweiten Skitag. Andere fragen sich eher: „Was? Schon wieder Skifahren?“

Den zweiten Tag fahren wir nach Unterwasser. Von der Talstation aus geht es mit der eindrücklichen Standseilbahn hoch aufs Iltios. Dort oben herrscht wunderbares Wetter. Das sind für uns schönste Bedingungen, um die Skifahr-Fertigkeiten weiter auszubauen. Vor- und Nachmittag sieht das Programm so aus: auf dem Übungsteppich hoch, Skispitzen zusammen, den Hügel hinunter fahren, dabei ein oder zwei Kurven um die Tore schwingen, auch einmal eine etwas schnellere Fahrt wagen und wieder unten am Lift anstehen. Für die Fortgeschrittenen geht es sogar mit dem Bügellift etwas weiter den Berg hinauf und dann etwas schneller wieder den Berg hinunter. Alle haben grossen Spass und machen in dieser kurzen Zeit super Fortschritte. Mit vielen neuen Erfahrungen und spannenden Begegnungen im Gepäck werden die zufriedenen Kinder und Jugendlichen nach Hause gefahren.

Sabrina Favazzo, Leitung Therapie

Tessin trifft Thurgau: 9 Jahre später

Ein Blick hinter die Kulissen, Lernen im Vivala

Vom 6. Mai bis zum 20. Juni 2019 absolvierten Ambra, Shilya, Serse und Zeno aus dem Tessin ihr Praktikum in der Stiftung Vivala. Die Lernenden der Ausbildung Fachfrau/mann Betreuung besuchen den Berufsschulunterricht an ihrer Schule und absolvieren regelmässige Praktika. Besonders sprachbegabte Jugendliche haben die Möglichkeit, in der Deutschschweiz in sozialen Institutionen zu arbeiten. Wir haben den angehenden Fachleuten Betreuung einige Fragen zu ihrem Arbeitseinsatz gestellt.

Was hat euch im Vivala besonders gefallen?

Wir mochten Vivala sehr gerne. Die Institution ist ein sehr einladender Ort. Wir freuten uns sehr darauf, hier zu arbeiten und das Praktikum zu absolvieren. Die Arbeiten im Praktikum bereitete uns viel Freude.

Was beinhaltete das Praktikum?

Im Praktikum haben wir die Grundlagen unserer Betreuungsarbeit gelernt, wie man beispielsweise auf die Betreuten eingeht und sie bei der Pflege unterstützt. Wir arbeiteten in unterschiedlichen Teams und bekamen so Einblick in den Berufsalltag. Wir haben aber auch die Möglichkeiten von Beschäftigung und Tagesstruktur entdeckt.

Was sind eure weiteren Zukunftspläne für die Ausbildung?

Wenn wir die Schule beendet haben, gehen wir zu SUPSI (Scuola universitaria professionale della Svizzera Italiana, um dort zu studieren. Ambra möchte in der französischen Schweiz studieren, Serse und Zeno wissen es noch nicht. Shilya will an die Universität in Zürich gehen, um Psychologie zu studieren. Andernfalls wird sie auch sie an der SUPSI studieren.

Liebe Ambra und Shilya, lieber Serse und lieber Zeno, wir wünschen euch für die weitere Zukunft alles Gute!

Seit 2010 beteiligt sich Vivala an dieser Ausbildungsmöglichkeit in der Deutschschweiz für Fachfrauen und Fachmänner Betreuung in Ausbildung an der SSPSS Cannobio (Scuola specializzata per le professioni sanitarie e sociali). Tessin trifft Thurgau“ hat sich in den vergangenen Jahren von einem kleinen interkantonalen Projekt zu einer festen (Ausbildungs-) Grösse im Vivala und in anderen Institutionen in der Deutschschweiz entwickelt. Die Lernenden aus dem Kanton Tessin stechen heraus durch ihren Fleiss, Intelligenz und hohe Motivation. Die Zusammenarbeit mit der Berufsschule SSPSS ist unkompliziert. Rückblickend auf die letzten neun Jahre kann man sagen: ein voller Erfolg!

Zwei Fachfrauen Hauswirtschaft erzählen

#insidevivala, Ein Blick hinter die Kulissen, Glanzlichter, Lernen im Vivala

Michelle und Rebecca haben vor einigen Tagen ihre Ausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft EFZ erfolgreich abgeschlossen. In diesem Interview berichten Sie, was sie während ihrer Lehre im Vivala bewegt und begeistert hat:

Wie seid ihr auf diesen Beruf aufmerksam geworden?

Rebecca: Eine gute Freundin hat mir damals den Tipp gegeben, mich im Vivala (ehemals Friedheim) für eine Schnupperlehre zu bewerben.Das tat ich dann auch und bekam danach auch die Lehrstelle als Hauswirtschaftspraktikerin EBA. Anschliessend absolvierte ich die Ausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft EFZ.

Michelle: Ich bin bei meiner Cousine schnuppern gegangen. Sie arbeitete damals im Unispital Zürich, als Bereichsleiterin in der Hauswirtschaft. Dort konnte ich mir einen guten Einblick von der Hauswirtschaft machen.

Was gefällt euch besonders daran? Welche Arbeiten?

Rebecca: Das Abwechseln der Einsätze auf den verschiedenen Abteilungen in der Hauswirtschaft (Reinigung, Wäscherei und Küche). So wurde es nie langweilig und man lernte immer wieder etwas Neues dazu. Zwischendurch waren wir auch im Service eingeteilt, was ich cool finde. Die Begegnungen mit den Bewohnern, das gefällt mir wirklich sehr. Dass man hier im Betrieb auch mit ihnen zusammenarbeiten kann, macht besonders viel Spass und auch Freude.

Michelle: Am besten finde ich die Abwechslung in unserem Beruf. Es wird einem nie langweilig. Alles was man lernt, kann man im Alltag z. B. zu Hause gebrauchen. Mir persönlich gefallen deshalb alle Arbeiten.

Rebecca: Grundsätzlich gefallen mir alle Arbeiten die ich zu erledigen habe. Die einen halt mehr und die anderen ein bisschen weniger. Aber das ist sicher in jedem Beruf genauso.

Welche Highlights erlebt ihr in eurem Berufsalltag im Vivala?

Michelle: Ein Highlight ist für mich sicher die Zusammenarbeit mit den Bewohnern in den Abteilungen.

Rebecca: Es gab immer wieder Highlights hier im Betrieb. Zum Beispiel alle zwei Jahre das Open Air oder die Vivala Chilbi. Jährlich findet auch der Spiel- und Sporttag statt der jeweils besonders viel Spass macht. Auch das Jubiläumsjahr 2017 war etwas ganz Besonderes mit den vielen kleineren und grösseren Anlässen rund ums Vivala.

Welche Schattenseiten hat euer Beruf?

Rebecca: Dass mehr als die Hälfe der Tätigkeiten Reinigungsarbeiten sind, die wir erledigen müssen, was mehr oder weniger Spass macht. Oder auch, dass jeder Betrieb anders ist als die restlichen Betriebe, die man kennt, bzw. dass nicht alle genau gleich sind. Das ist aber wiederum auch gut.

Michelle: Meist ist es selbstverständlich in den Betrieben, dass es immer sauber ist, frische Wäsche da ist und alles funktioniert in der Hauswirtschaft. Was ich in unserem Betrieb schön finde, weil man bei uns sehr darauf achtet. Bei vielen Schulkolleginnen und Schulkollegen ist das leider nicht so.

Was würdest du einer Freundin oder einem Freund raten, wenn sie oder er diesen Beruf lernen möchte?

Michelle: Ich würde ihm/ihr raten, dass man flexibel sein sollte, gute Nerven, Mitgefühl und Freude an dem Kontakt mit Menschen haben sollte. Wenn man Abwechslung gerne mag, ist es genau das richtige.

Rebecca: Dass sie oder er sich zuerst gut über den Beruf und die Anforderungen informiert. Schnuppern, wenn möglich in verschiedenen Betrieben, ist von grossem Vorteil. So kann man sich darauf einstellen und weiss was auf einen zukommt.

Vielen Dank und alles Gute für eure weitere Zukunft!

Die 10. Lernbörse der Stiftung Vivala: Mitarbeitende bilden Mitarbeitende

Lernen im Vivala

Am Freitag, 23. November fand zum 10. Mal die Lernbörse der Stiftung Vivala im katholischen Pfarreizentrum in Weinfelden statt. Unter dem Motto „Mitarbeitende bilden Mitarbeitende“ bereiten sich Betreuungspersonen aus dem Erwachsenen-Wohnbereich sowie Gastreferent Aleksander Knauerhase während einiger Wochen auf diesen Tag vor. So konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer Referate zum Thema „Männerschnupfen“,„Kräuter“, „Die autistische Wahrnehmung verstehen“, „Lampenfieber“ und „Die fünf Sprachen der Liebe“ besuchen. Begleitet wurde der Weiterbildungstag durch die zum Motto „Kräuterküche“ passende Verpflegung der Institutionsküche.

Geschäftsleiter Dave Siddiqui sagte dazu: „Es ist sehr bereichernd Anlässe wie die Lernbörse begleiten zu dürfen, da „Lernen“ auf möglichst vielen Ebenen stattfindet, gleichzeitig kollegiale Begegnung, Fachlichkeit und Kommunikation unterstützt wird. Das Konzept wurde in den letzten Jahren weiterentwickelt und hat sich absolut bewährt.“


Wir gratulieren!

Dabei sein, Glanzlichter, Lernen im Vivala

Wir gratulieren Monika zum erfolgreichen Lehrabschluss zur Fachfrau Hauswirtschaft!

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Wir gratulieren Andrina zum erfolgreichen Lehrabschluss mit Auszeichnung zur Fachfrau Betreuung mit Berufsmatura und Pascal, Claude, Selina und Milena zum erfolgreichen Lehrabschluss zum Fachmann/ Fachfrau Betreuung!

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Andrina gewann überdies einen Preis für ihre Maturaarbeit „Dessert-Buch in Leichter Sprache“. Wir gratulieren ihr zu ihrer Arbeit und der verdienten Auszeichnung.

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