Start ins neue Schuljahr im Herzen Weinfeldens

#insidevivala, Dabei sein

Am vergangenen Montag sind sechs Vivala-Schülerinnen und Schüler in der Schwärze, in unserer neuen Schulklasse, ins Schuljahr 2020/21 gestartet.

Unter der Leitung der Sonderschullehrerinnen Esther Bessey und Carmen Spirig, mit der Unterstützung von Schulassistentin Brigitte Gansner und Tagesgruppenmitarbeiterin Mirjam Hitz konnte ein gelungener Start mit jeweils einem Elternteil als Begleitperson zelebriert werden. „Gestartet sind wir im Morgenkreis und sind dann zu einem gemeinsamen Znüni übergegangen, während die Kinder das Zimmer neugierig erkundet haben. Die Kinder waren alle frohgelaunt und interessiert“, schildert Esther Bessey die ersten Stunden der Dorfklasse.

Als Abschluss dieses gelungenen Morgens begrüsste Katja Stalder Kaiser, Bereichsleiterin Kinder, zusammen mit Elisabeth Zwick, der Leiterin des Internats, Andreas Illenberger, Leiter Schule, und Sabrina Favazzo, Leiterin Therapie die neue Klasse. Die Kinder und ihre Angehörigen wurden herzlich willkommen geheissen und mit einem Vivala-Shirt beschenkt.

Damit dieser Start auf diese Weise gelingen konnte, ging eine Menge Arbeit voraus. Esther Bessey sagte über die Vorbereitungsphase:  „Die besondere Herausforderung, nebst der passenden Gestaltung des Raumes, war die Organisation der gesamten Infrastruktur: Taxidienst, Personal(transporte), Müllentsorgung und  Mittagessen, usw. Nun müsste aber alles stehen.“

Esther Bessey schaut auch auf die Probephase vor den Sommerferien mit drei Kindern zurück und erzählt:

„Innerhalb der Probephase war schön zu sehen, wie offen unsere Kinder auf die anderen Kinder im Schulhaus zugegangen sind und die Begegnungen, die geschaffen wurden.“  

Was freute sie besonders an dieser Klasse? „Im Dorf zu sein, neue Menschen kennenzulernen und vor allem Begegnungen zu schaffen, die sonst so nicht entstanden wären.“

„Ich habe Freunde gefunden“ – Ein Interview mit einer ehemaligen Schülerin

#insidevivala, Lernen im Vivala

Irina* verlässt Ende Juli das Vivala. Wir haben sie nach ihren Erfahrungen im Vivala und ihren Zukunftsplänen gefragt.

Wie lange warst du im Vivala?
Irina: 8 Jahre. Ich kam vom HPZ Romanshorn hierher nach Weinfelden.

Was ist dir besonders in Erinnerung geblieben?
Ich habe mehr gelernt. Ich habe Freunde gefunden. Ich war das erste Mal in meinem Leben in einem Lager, das war mit meiner damaligen Klassenlehrerin Frau Nussbaumer.

Was hast du gelernt?
Rechnen, schön lernen, einander helfen, wenn etwas Neues kommt, sich darauf freuen, meinen Namen richtig schreiben – früher war er spiegelverkehrt -, schreiben und lesen, deutlicher reden, Geschichten in der Religion zuhören, Xylophon spielen.

Du kannst PC, Tablet, Natel bedienen. Was machst du damit?
Im Internet youtube-Videos suchen, Spiele auf den verschiedenen Apps machen, WhatsApp und Instagram nutzen, fotografieren.
Zum Beispiel habe ich gestern ein Foto von Cocktails auf Instagram gepostet.

Was hast du hier im Vivala häufig gemacht?
Judo, am Tschüteli-Kasten gespielt, am Computer gearbeitet, Fussball gespielt, den Religionsunterricht besucht, kochen und schwimmen

Was wirst du hier vermissen?
Die Freunde, das ist klar. Und was soll ich sonst noch vermissen? Die Schule werde ich auch vermissen. Ich ging gerne zur Schule. Auch die Wohngruppe werde ich vermissen.

Was machst du, wenn du Heimweh nach dem Vivala hast?
Ich denke fest ans Vivala. Wenn ich Zeit habe, komme ich mal vorbeischauen wie es hier läuft.

„Ich freue mich auf etwas Neues“

Nach den Sommerferien beginnst du deine Lehre in der Stiftung Egnach. Worauf freust du dich?
Ich freue mich auf etwas Neues, dass ich neue Freunde finden kann, dass ich alte Mitschüler aus Romanshorn dort treffen kann.

Was möchtest du den Personen im Vivala noch sagen?
Einfach Danke. Und dass ich eine schöne Zeit mit euch hatte. Ihr wart toll, also meistens.

Danke, liebe Irina! Alles Gute für deinen weiteren Lebensweg!

*Name geändert

Winterkontrasttag auf Skiern

#insidevivala, Dabei sein, Glanzlichter

Im Rahmen des Winterkontrasttages zog es unsere skibegeisterten Kinder und Jugendlichen aus dem Vivala ins teilweise verschneite Toggenburg. Auf den Pisten konnten sie ihre Fertigkeiten beim Skifahren gleich an zwei Tagen zeigen und erweitern.

Nach der Ankunft der Taxis am Mittwochmorgen wird ein Vivalabus und ein Auto mit all dem Gepäck beladen. Marianne ordnet im Bus geschickt Koffer, Skis, Stöcke, Helme, Handschuhe, Kuschelbären, Skibrillen, Essen, Kinder und Erwachsene. Alle haben ihren Platz und freuen sich auf dieses Abenteuer. Obwohl das Wetter sich nicht gerade von der besten Seite zeigt und auch die Prognose nicht top ist, herrscht super Stimmung. Als Ehrengast und erfahrene Skifahrerin dürfen wir Lilo Kälin begrüssen, die in ihrem Alltag als pensionierte Heilpädagogin Zeit gefunden hat, uns zu begleiten.

Unter der Leitung von Claudia Thöny steuern wir eine bereits von den letzten Jahren bekannte Piste in Wildhaus an. Unterwegs stellen wir fest, dass die Piste laut Internet noch immer geschlossen ist. Was ist dort los? Verweilt der Sturm Sabine noch auf diesem Berg? Unten an der Talstation informiert uns ein Mitarbeiter der Bergbahnen, dass wirklich Sabine Schuld ist: zwei grosse Tannen liegen auf dem Masten. Der Skilift muss erst repariert werden und steht uns nicht zur Verfügung. So unternehmen wir die ersten Fahrversuche am Ponylift neben der Talstation. Fürs Mittagessen gehen wir dann den weiten Weg zur Sesselbahn, die uns hoch ins Oberdorf bringt. Belohnt werden wir mit einer Familienplatte gefüllt mit Wienerli, Pommes und Chicken Nuggets. Trotz kalten Temperaturen und starkem Schneefall fahren wir immer wieder diesen Übungshang hinunter. Die Mutigen probieren sogar die Wippe / Schanze aus.

Gegen Abend machen wir es uns im Johanneum in Neu St. Johann gemütlich. Dort steht uns eine ganze Wohngruppe mit Spielsachen und allem, was wir brauchen zur Verfügung. Nach einer ruhigen Nacht mit viel Schlaf sitzen die Einen motiviert am Frühstückstisch und freuen sich auf den zweiten Skitag. Andere fragen sich eher: „Was? Schon wieder Skifahren?“

Den zweiten Tag fahren wir nach Unterwasser. Von der Talstation aus geht es mit der eindrücklichen Standseilbahn hoch aufs Iltios. Dort oben herrscht wunderbares Wetter. Das sind für uns schönste Bedingungen, um die Skifahr-Fertigkeiten weiter auszubauen. Vor- und Nachmittag sieht das Programm so aus: auf dem Übungsteppich hoch, Skispitzen zusammen, den Hügel hinunter fahren, dabei ein oder zwei Kurven um die Tore schwingen, auch einmal eine etwas schnellere Fahrt wagen und wieder unten am Lift anstehen. Für die Fortgeschrittenen geht es sogar mit dem Bügellift etwas weiter den Berg hinauf und dann etwas schneller wieder den Berg hinunter. Alle haben grossen Spass und machen in dieser kurzen Zeit super Fortschritte. Mit vielen neuen Erfahrungen und spannenden Begegnungen im Gepäck werden die zufriedenen Kinder und Jugendlichen nach Hause gefahren.

Sabrina Favazzo, Leitung Therapie

Einblicke in die Woche der offenen Therapien im Vivala

#insidevivala, Dabei sein, Ein Blick hinter die Kulissen, Lernen im Vivala

Die „Woche der offenen Therapien“ fand vom 20. bis 24. Januar 2020 zum zweiten Mal im Vivala statt. Eltern, Angehörige, Bezugspersonen waren eingeladen, einen Einblick in die Therapien der Kinder zu erhalten.

Grundsätzlich stehen unsere Türen für BesucherInnen immer offen. Nach den zahlreichen Anmeldungen und den positiven Rückmeldungen des letzten Jahres, wurden die Türen nun zum zweiten Mal „offiziell“ geöffnet. Die „Woche der offenen Therapien“ gab interessierten Angehörigen Gelegenheit, ihr Kind in einem anderen Setting zu sehen und sich mit den Therapeutinnen, Lehrpersonen und Wohngruppenmitarbeitenden auszutauschen. So wurden ebenfalls viele Ideen ausgetauscht und mit in den Alltag zuhause genommen.

Zusätzlich zum Therapiebesuch konnten sich die Bezugspersonen dieses Jahr auch noch zu einem Schulbesuch, einem Mittagessen auf einer der Wohngruppen und für einen Vortrag über Guatemala anmelden. Am Donnerstagnachmittag fanden im Atrium im Vivala eine Hilfsmittelausstellung und eine kleine Hilfsmittelbörse statt. Dieses Angebot gab es zum ersten Mal.

In dieser Woche waren viele stolze Kinder im Vivala zu sehen. Sie zeigten ihren BesucherInnen ihre Therapeutinnen, erarbeitete Produkte, die Räumlichkeiten, wo sie zur Schule gehen und vieles mehr. Augen von Kindern und Erwachsenen durften strahlen.

Das Therapieteam bedankt sich ganz herzlich für den wertvollen Austausch und die bewegenden Momente, die in dieser Woche gemeinsam erlebt werden durften. Es war schön, den Therapiealltag mit den Bezugspersonen zu teilen.

Sabrina Favazzo, Leitung Therapie

Eine schneereiche Woche im Toggenburg

Dabei sein, Glanzlichter

In den Sportferien verbrachten fünf Kinder und vier Erwachsene einige Tage in Sellamatt im winterlich verschneiten Toggenburg. Bei wunderbaren Pistenverhältnissen lernten einige der Kinder Ski fahren. Ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten!

Ermöglicht wurden diese Ferientage dank der grosszügigen Spende der Kiwanis Weinfelden. Tatkräftig unterstützten die Mitglieder Mitarbeitende und Kinder auch auf der Reise ins Toggenburg: sie transportierten sehr hilfsbereit unser Gepäck auf die Alp Sellamatt. Herzlichen Dank!