Dank an alle!

Dabei sein, Glanzlichter, Segeltörn 2018

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Vivala und Besmerhuus
Liebe Schiffscrew Jantje und Jan Huygen
Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Liebe Spenderinnen, Spender, Sponsorinnen und Sponsoren

Das sehr gelungene 14-tägige Segel-Abenteuer ist schon wieder vorbei – aber die Erinnerungen bleiben! Wir waren vom 21. Juli bis 05. August 2018 mit zwei Schiffen auf der Ostsee unterwegs und haben von dort aus eine wunderbare Reise zu verschiedenen Häfen gemacht: Stralsund, Rügen, Dänemark bis nach Kopenhagen, Malmö in Schweden und wieder zurück. Dabei haben wir etwa 250 Seemeilen zurückgelegt.

Die Reise war aus seemännischer Sicht betrachtet eher von Flaute geprägt. Europa unter Hochdrucklage liess grüssen. Aus Perspektive des Segelreise-Projekt-Gedankens war es ein erlebnisreiches und gelungenes Miteinander.

„Wir erkunden neue Horizonte, leben Gemeinsamkeit ohne Gleichheitsbestreben und gehen gemeinsam an Grenzen.“

Denn genau das passiert auf so einer Reise. Feine Begegnung von Gedanken, Unsicherheiten und Aktionen. Neues wagen, um sich dadurch auch wieder am Vertrauten erneut zu erfreuen. Sich einlassen, kleine und grosse Erlebnisse ermöglichen für Betreute und Betreuende. Von all dem gab es auf dieser Reise unzählig viele schöne und eindrückliche Beispiele!

Guter Groove, kollegiale Offenheit, gemeinsame Freude
So ein Segeltörn braucht, nebst reiselustigen Teilnehmer/innen, eben engagierte Begleitpersonen, die bereit sind, auch in anspruchsvollen Situationen und in ungewohnter Umgebung all das zu tun, was es braucht, damit es den betreuten Personen gut gehen kann. Auch das „selbst dabei sein“ darf dabei nicht vergessen gehen. So entsteht auf ganzer Linie ein „guter Groove“ und genau das hat sehr gut funktioniert auf unserem gemeinsamen Abenteuer.

Besonders hervorheben möchte die gelebte kollegiale Offenheit, gegenseitiges Interesse an fachlichem Austausch und Freude daran zu entdecken, wie es eben auch mal anders als üblicherweise gehen kann. Beispielsweise indem man gegenseitig schaut, welche Lösungswege in der neuen Umgebung gefunden werden können für praktische, aber auch agogische Angelegenheiten. Das Vivala-Team hat seine Erfahrung und Hilfsbereitschaft etabliert und es so auch den Newcomern ermöglicht, voll und ganz dabei zu sein.

Auch Herausforderungen gemeinsam meistern
Dass eine unserer Teilnehmerinnen beim an Land gehen gestürzt ist, ist sehr bedauerlich und wir sind alle sehr erleichtert, dass Rosi Glück im Unglück hatte und nur oberflächliche Verletzungen davon getragen hat. Sie ist unterdessen auch wieder zuhause. Wie gut, dass wir unseren Schiffsarzt Fredy dabei hatten. Er hat sich fachmännisch und mit Herz um Rosi gekümmert, aber auch um kleine Wehwehchen von Betreuten und Mitarbeitenden.

Die Schiffscrew ist ebenfalls entscheidend für alles, was auf so einer Reise entstehen kann. Es war uns eine besondere Freude zu sehen, wie sich die Crew rundum rücksichtsvoll um unsere doch ziemlich bunt gemischte Gruppe gekümmert und sich auf sie eingestellt hat. Da war auch viel Spontanität und Herz zu spüren. Dass wir diese Reise schon öfters mit der Reederei van Linschoten machen konnten, erweist sich immer wieder als sehr positiv. Die grosse Offenheit der beiden Crews ist keine Selbstverständlichkeit und wir alle konnten von den gemeinsamen Erfahrungen profitieren.

Smutje Shaline, unsere Schiffsköchin, hat ihre Aufgabe auf hoher See gut verstanden und sportlich gemeistert, davon haben wir alle profitiert – auch wenn der Wurst-Käse-Salat den Holländern eher spanisch vorkam.

Ich persönlich habe mich sehr gefreut über herzhafte Begegnungen mit und zwischen Bewohner und Bewohnerinnen aus dem Vivala und dem Besmerhuus. Sie pflegten auch untereinander einen sehr rücksichtsvollen und hilfsbereiten Umgang. Sie genossen sichtlich die besondere Atmosphäre auf den beiden wunderschönen Segelschiffen. Es würde mich besonders freuen, künftig nochmals in dieser oder einer ähnlichen Konstellation eine Segelreise initiieren zu dürfen.

So bleibt mir zum Schluss allen Beteiligten zu danken für das Mitwirken vor und während dieser unvergesslichen Reise. Auch der Stiftung „Denk an mich“ gebührt grossen Dank, ebenso wie all denjenigen, die mit kleinen und grossen Spenden dazu beigetragen haben, dass wir diese Reise überhaupt erst machen konnten.

Dave Siddiqui
Geschäftsleiter Vivala Weinfelden

Schweiz wir kommen!

Dabei sein, Glanzlichter, Segeltörn 2018

Von Wiek zurück nach Stralsund,

heute Morgen ging es wieder um kurz nach 9 Uhr los. Nach dem letzten gemütlichen gemeinsamen Frühstück, genossen wir ein letztes Mal das Schaukeln der Wellen der Ostsee, die tolle Aussicht auf das Wasser sowie die nahe gelegenen Dörfer.
Ein letztes Mal wurden auf Deck alle Segel gesetzt und wir segelten mit fünf Knoten in Richtung Stralsund zurück.

Unterwegs wurde bereits gepackt, geputzt und die letzten Vorkehrungen für unsere Heimfahrt getroffen.
Gegen 15 Uhr sind wir im Hafen Stralsund eingetroffen und wurden wie immer von netten Menschen in Empfang genommen. Dann hiess es: Schiff ausladen, putzen und gleichzeitig aufpassen, dass keiner verloren geht. Das hatten wir ja bereits.
Nachdem auch die Snacks für die lange Fahrt eingekauft und vorbereitet waren, gingen wir alle noch in ein gegenüberliegendes Restaurant und jeder konnte sich ein Menue aussuchen.
Anschliessend hiess es Car einladen und Gepäckraum vollstopfen.

Natürlich wurden auch alle unsere Begleiter der beiden Schiffe noch verabschiedet und umarmt. Ein letztes Gruppenfoto wurde noch geknipst, bevor wir dann um kurz nach 18 Uhr unsere Fahrt in die Schweiz antraten.
Let’s go, das schaffen wir jetzt auch noch und länger wie die Hinfahrt kann es nicht mehr werden! 🙂

Klintholm – Wiek, Ornella geht kontrolliert über Bord!

Dabei sein, Glanzlichter, Segeltörn 2018

Auch heute sind wir wieder früh bei strahlendem Sonnenschein gestartet.
Wir hatten erneut einen langen Tag vor uns, weil wir uns schon langsam unserem Abfahrtsort Stralsund nähern müssen und noch eine längere Strecke vor uns liegt.
Unser Segeltag dauerte ca. Von 09:00 – 18:30 Uhr.

Das Wetter war prächtig und die Sonne sorgte für viel Hitze an Bord. Unterwegs setzten wir kurzerhand den Anker und ein Teil sprang ins Wasser um sich abzukühlen. Andere vergnügten sich mit den Wasserpistolen auf dem Deck und sorgten so für etwas Erfrischung.

In Wiek angekommen gab es dann schon bald Znacht, denn alle hatten nach dem langen Segeltag Hunger.
Am späteren Abend ging ein Teil von uns Eis essen und andere liessen den Tag in einer Bar mit Livemusik ausklingen, so wie es sich für echte Seeleute gehört. Die Faulpelze blieben an Bord und genossen den wunderschönen Sonnenuntergang auf dem Schiffsdeck mit Musik, Glace und guter Stimmung.

Auch heute schliefen wieder einige auf dem Deck und genossen die letze Nacht schaukelnd auf dem Wasser.

Auf stiller See von Malmö nach Klintholm

Dabei sein, Glanzlichter, Segeltörn 2018

Nach den 2 grossen Städtetrips tritt die grosse Müdigkeit ein.
Während unserer langen Segelfahrt haben heute fast alle geschlafen. Da der Wind gerade wieder Urlaub macht, wurde von allen wachen Leuten ins Segel gepustet, während die anderen geschlafen haben.
Das Wetter war sehr wechselhaft und kurze Hosen wurden kurzzeitig mit langen Hosen ausgetauscht.

Gegen 18 Uhr kamen wir in Klintholm an, wo wir wieder von vielen Touristen empfangen und besucht wurden.
Ein Teil der Gruppe stürzte sich in die Ostsee, während andere ein Abendbier an der Whiskeybar genossen.
Zum Znacht gab es ganz traditionell Köttbullar mit Kartoffelstock und Bohnen.

In der darauf folgenden Nacht entstanden durch das Abendessen viele Eigenwinde, sodass ein Teil der Bewohner/Innen die Nacht auf dem Deck verbrachte um frische Luft zu bekommen.

Unerwartete Besucher in Malmö

Dabei sein, Glanzlichter, Segeltörn 2018

Dave, wo steckt ihr wir sind fast da… kurz darauf stossen Wiveka mit Ehemann Markus, Tochter Sarah und ihrem Freund Adrian zum Dessert beim sehr geselligen und leckeren Nachtessen dazu. Wo kommt sie aufs Mal her? Grosse Freude in der Runde: Wilkommen Wiveka ! [ehemalige Begleiterin auf Segelreisen 2011 und 2014). Es ist einfach schön, danke, warst du kurz bei uns!!!

Beim leckeren Abendessen genoss unsere ganze Gruppe den Abend und liess den Mittwoch gemeinsam ausklingen. Speis und Trank sowie das Wetter und die Stimmung waren super.

Beim späteren Spaziergang zum Schiff hatten wir die wunderschöne Kulisse der Stadt und des Leuchtturms vor uns.

Bei den Schiffen angekommen dachten wir natürlich auch an den Geburtstag der Schweiz und feierten diesen mit Feuerwerk und guter Laune von Schweden aus mit.

Da es schon spät war, ging ein Teil von uns zu Bett, während ein anderer Teil die Aussicht auf die Stadt noch eine Weile genoss.

Und in diesem Sinne : Happy Birthday Schweiz!

Ein langer Schlag von Stubbekøbing nach Rødvik

Dabei sein, Glanzlichter, Segeltörn 2018

Über 10 Std. unterwegs, sitzend, liegend, spielend, geniessend,  schlafend.

Der Tag startete bereits um 9 Uhr und eine lange Segelreise stand uns bevor.
Der versprochene Wind hat sich fluchtartig aus dem Staub gemacht, so dass wir insgesamt über 10 Stunden über das Wasser segelten. Auch der Motor kam zum Einsatz, da wir plötzlich still standen.
Da die Hitze nur schwer zu ertragen war, legten wir während unseres Trips eine Pause mit erfrischenden Wasserduschen ein, sodass wir wieder einen kühlen Kopf hatten.
Auch die Jan Huygen ist nun in die Geschichte der Kotzschiffe eingegangen und die Fische wurden netterweise von uns mit Birchermüesli gefüttert.
Gegen 19 Uhr trafen wir in Rodvig ein, wo uns schon wieder viele Touristen mit ihren Kameras am Hafen erwarteten.
Die Jan Huygen zog bei Ankunft gegen die Jantje mit Wasserpistolen in den Krieg und ist schon für die grosse Rache ausgestattet und bereit.
Nach einem sehr gemütlichen Abend im kleinen Dorf waren um Mitternacht alle im Bett und liessen sich, wie es sich als Seeleute gehört, in den Schlaf schaukeln.

Stubbekøbing Havn, Abtanzen am Quai

Dabei sein, Glanzlichter, Segeltörn 2018

Eine der letzten Holzfähren Dänemarks liegt neben uns

Es mag ein ungewohntes Bild sein für manche Inselbewohner, die beiden grossen Segler im Hafen, es ertönt fröhliche 80-er Jahre Musik und am Quai tanzen die fröhlichen Matrosen was das Zeug hält.

Impressionen vom heutigen Tag:

Als der Regen kam, nutzen alle die Möglichkeit früh ins Bett zu kommen.

Blutmond in Klintholm

Dabei sein, Glanzlichter, Segeltörn 2018

Der Wind kam, damit auch die Wellen. Das meint man also mit Dauerwellen… aber statt blonde Löckchen gab es hier und da Kötsliflöckchen.

Aber mir sind ja hart im Neh!

Dank unseren zwei fleissigen Putzmännern Reinhard und Micha strahlte die Jantje schon kurze Zeit später in neuem Glanz.

Die Jan Huygen blieb glücklicherweise von Übelkeiten und Putzaktionen verschont. Statt eines Sturmtiefs gab es bei uns ein Launentief, welches jedoch, wie jeder Sturm, schnell vorbeizog. Falls irgendwo also ein Schweinswal mit Sandras Sehhilfe unterwegs ist: bitte melden!

Schwätze mer lieber mol vom Bluetmond!

Vom Hafen aus beobachteten einige noch den schönen Blutmond. Um draussen zu schlafen war es leider zu windig und für einige wurde es vorher schon finster.